Geschlechterunterschiede bei der Geldanlage: Frauen setzen auf Sicherheit

14.03.2021 | 13:34

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Frauen bevorzugen bei der Geldanlage öfter sicherere und dafür weniger renditestarke Finanzprodukte als Männer. Zu diesem Ergebnis kommt eine Umfrage im Auftrag des Bankenverbands. Frauen investieren demnach seltener in Fonds und Aktien als Männer. Dafür stehen klassische Sparkonten sowie Tages- und Festgeldanlagen bei ihnen höher im Kurs.

Sichere Geldanlagen bei Frauen beliebter

Für die repräsentative Studie hat das Marktforschungsinstitut Kantar insgesamt 1.001 Erwachsene befragt. Ein klassisches Sparkonto oder Sparplan sind bei der Hälfte der Frauen (50 Prozent), aber nur bei gut einem Drittel der Männer (36 Prozent) eine beliebte Form der Geldanlage.

Auch andere sichere Sparanlagen wie Tagesgeld und Festgeld sind bei Frauen beliebter als bei Männern. Während 29 Prozent der Frauen Tagesgeld zu ihren bevorzugten Anlagen zählen, ist es bei Männern nur einer von fünf Befragten (20 Prozent). Noch deutlicher ist der Geschlechterunterschied beim Festgeld. Mehr als jeder vierte Anlegerin (26 Prozent) setzt auf Festgeldanlagen, bei den Männern sind es nur 16 Prozent.

Männer bevorzugen Aktien und Fonds

Bei Männern sind Aktien und Fonds beliebter als klassische Sparprodukte. 44 Prozent der männlichen Anleger zählen Aktien zu ihren bevorzugten Anlageprodukten. Damit ist dieser Anteil bei Männern fast doppelt so groß wie bei Frauen (23 Prozent). Bei Fonds ist das Geschlechterverhältnis deutlich ausgeglichener. 47 Prozent der Männer zählen Fonds zu ihren bevorzugten Anlageprodukten, bei Frauen ist der Anteil mit 42 Prozent geringfügig niedriger.

Nachhaltige Geldanlage steht bei Frauen hoch im Kurs

Dafür legen Frauen größeren Wert darauf, dass ihr Geld nachhaltig angelegt wird. Für gut drei Viertel der Anlegerinnen (76 Prozent) ist das ein wichtiges oder sehr wichtiges Anliegen; bei den männlichen Anlegern ist das lediglich bei etwas mehr als der Hälfte (56 Prozent) der Fall. Bei der Frage, ob sie auch jetzt schon in nachhaltige Geldanlagen investieren, liegen Anleger und Anlegerinnen mit 35 beziehungsweise 34 Prozent nahezu gleichauf.