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Fehlerhafte Überweisungen können teuer werden

13.09.2012 | 10:15

Bildquelle: ©Adobe Stock / Text: AFP | dpa/tmn

Düsseldorf - Fehler bei Überweisungen können eine Menge Ärger nach sich ziehen. Noch dazu kommt der Widerruf einer Fehlüberweisung den Bankkunden teuer zu stehen. Bis zu 45 Euro können hierbei fällig werden, wie die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen in einer Umfrage ermittelt hat.

Die meisten Institute verlangen für einen solchen "Überweisungsrückruf" aber zwischen fünf und zehn Euro, wie die Verbraucherzentrale mitteilte. Zwar seien Banken und Sparkassen seit Ende 2009 nicht mehr verpflichtet, Kundengelder nach fehlerhaften Angaben wie etwa bei Online-Überweisungen zurückzuholen. Sie böten diesen Service dennoch an, wofür die Gebühren "teils aber deftig" seien.

Einzelne Institute verlangten 30 oder 35 Euro, dazu teils noch Aufschläge wie Provisionen, teilten die Verbraucherschützer mit. Die höchsten Gebühren in der Umfrage habe eine Volksbank mit 45 Euro verlangt. Die VZ-NRW befragte für die stichprobenartige Untersuchung 14 Geldinstitute in Nordrhein-Westfalen, darunter Sparkassen, Genossenschaftsbanken und Geschäftsbanken mit Filialen, aber auch Direktbanken im Internet.

Elf von 14 Instituten verlangten die Gebühren auch, wenn das Geld nicht mehr zurückgeholt werden könne, teilten die Verbraucherschützer mit. Deswegen lohne sich der Widerruf bei kleineren Beträgen oft nicht. Überweise der Empfänger dann fehlgeleitetes Geld nicht freiwillig zurück, helfe nur der Rechtsweg wie mit einer Klage gegen unrechtmäßige Bereicherung.

Um solchen Unannehmlichkeiten vorzubeugen, sollten sich Verbraucher mit einem Überweisungsrückruf beeilen, riet die VZ-RW. Banken könnten Geld nur ohne Probleme zurückrufen, wenn es noch nicht auf einem Empfängerkonto gelandet sei. Je nach Institut und dessen Arbeitsweise blieben meist nur zwischen drei und 24 Stunden Zeit. Bei Überweisungen zwischen Konten bei der gleichen Bank, könne das Zeitfenster noch kürzer sein.

Banken sind seit Ende 2009 durch die EU-Zahlungsrichtlinie nicht mehr verpflichtet, bei Überweisungen Kontonummer und Empfänger abzugleichen und falsch gebuchtes Geld zurückzuholen. Mit der Richtlinie sollten Überweisungen beschleunigt werden.