Der U-Wert - im Bauwesen als Wärmedurchgangskoeffizient bekannt - gibt die Wärmedurchlässigkeit von Baustoffen an. Es gilt: Ist der U-Wert niedrig, dann lässt der Baustoff nur wenig Wärme durch und bei einem hohen Wert kann die Wärme den Baustoff leicht durchdringen. Erfahren Sie mehr über den U-Wert auf Verivox.

Inhalt dieser Seite
  1. Das Wichtigste in Kürze
  2. Was ist der U-Wert?
  3. Materialien und Bauteile
  4. Wie wird der U-Wert gemessen?
  5. U-Wert und Energiesparverordnung
  6. Sanierungsvorhaben ohne U-Wert
  7. Einhalten des U-Werts
  8. Jetzt Gaspreise vergleichen

Das Wichtigste in Kürze

  • Gibt die Wärmedurchlässigkeit eines Baustoffes an
  • Ist eine wichtige Größe bei Hausbau und Sanierungen
  • Ein niedriger U-Wert hilft Heizkosten zu sparen und schont die Umwelt

Was ist der U-Wert?

Als U-Wert wird vor allem im Bauwesen der sogenannte Wärmedurchgangskoeffizient bezeichnet. Er gibt die Wärmedurchlässigkeit eines Baustoffes an, genauer gesagt, wie viel Wärme innerhalb einer Stunde pro Quadratmeter Wand verloren geht, wenn der Temperaturunterschied zwischen innen und außen 1 Grad Celsius beträgt. Somit ist es möglich, die Wärmemenge, die durch eine Wand verloren geht, die einen beheizten Innenraum von draußen trennt, genau zu berechnen. Die Formel für den Wärmedurchgangskoeffizienten beziehungsweise den U-Wert lautet W/(m2k), also Watt pro Quadratmeter und Kelvin. Früher wurde der U-Wert auch oft als K-Wert bezeichnet.

Was der U-Wert über Materialien und Bauteile aussagt

Lässt ein Baustoff nur sehr wenig Wärme durch, hat er einen niedrigen U-Wert. Somit ist er ideal als Dämmstoff für Gebäude geeignet. Bei einem hohen U-Wert ist hingegen das Gegenteil der Fall: Der Stoff ist eventuell für einen Wärmeaustauscher geeignet, aber nicht für die Gebäudedämmung.

Wie wird der U-Wert gemessen?

Die Hersteller von Baumaterialien lassen den U-Wert ihrer Ware meist einmalig durch Prüfanstalten ermitteln. Deshalb ist der U-Wert eines Bauteiles meist schon bekannt. Außerdem kann der U-Wert von Gebäudeteilen auf diese drei Arten ermittelt werden:

  • durch eine Wärmeflussmessung
  • durch multiple Temperaturmessungen
  • mithilfe einer Wärmebildkamera

Ein Energieberater kann Ihnen im Zweifel weiterhelfen und außerdem geeignete Sanierungsmaßnahmen empfehlen. Seine Hilfe ist auch deshalb empfehlenswert, weil neben den Baustoffen noch einige andere Faktoren über den Isolierungsgrad eines Hauses entscheiden. Beispielsweise ist auch ausschlaggebend, wie winddicht das Gebäude ist.

U-Wert und Energiesparverordnung

Der U-Wert ist vor allem wichtig für alle Hausbesitzer, die eine Sanierung an ihrem Haus durchführen wollen, aber auch für jeden, der ein neues Haus bauen will. In der im Jahr 2002 eingeführten Energiesparverordnung wird genau vorgegeben, welchen U-Wert ein Haus erfüllen muss. Für bestimmte Teile des Hauses gelten sogar eigene U-Werte. Dazu gehören unter anderem:

  • Kellerdecke
  • Dach
  • Fenster
  • Fassade

Um die in der Energiesparverordnung für jedes Bauteil festgelegten Werte zu erreichen, sind je nach Haus unterschiedliche Baumaterialien in unterschiedlichen Stärken nötig. Beispielsweise hat die Wand eines Fertighauses einen niedrigeren U-Wert als ein Haus mit einer Ziegelwand. Bei einer Sanierung des ersteren würde wahrscheinlich ein dünner, isolierender Baustoff reichen, um den für das Haus vorgegebenen U-Wert zu erreichen.

Sanierungsvorhaben, bei denen der U-Wert nicht erreicht werden muss

Die Vorgaben der Energiesparverordnung gelten nicht für Häuser, die unter Denkmalschutz stehen oder die aus einer erhaltenswerten Bausubstanz bestehen. Außerdem gibt es eine 10-Prozent-Regel, die Folgendes besagt: Wer weniger als 10 Prozent des Hauses saniert, muss die Anforderungen der Energiesparverordnung nicht erfüllen und aus diesem Grund auch keinen bestimmten U-Wert erreichen. Unter diese Regelung fallen beispielsweise kleine Reparaturen am Dach oder die Ausbesserung von Rissen in der Fassade.

Die Kosten für eine Sanierung, die das Erreichen von vorgegebenen U-Werten ermöglicht, sollen durch die Ersparnisse beim Heizen wieder erwirtschaftet werden. Kann ein Hauseigentümer allerdings nachweisen, dass das in einem angemessenen Zeitraum nicht der Fall wäre, kann er gegebenenfalls von den Anforderungen der Energiesparverordnung befreit werden.

Die Vorteile beim Einhalten des U-Werts

Der U-Wert ist – bis auf die oben genannten Ausnahmen – für alle Bauvorhaben verbindlich. Wer den vorgegebenen U-Wert nicht erreicht, muss mit einem Bußgeld rechnen. Auch beim Hausverkauf muss ein Energieausweis mit passenden U-Werten vorliegen. Mit der Energiesparverordnung will der Gesetzgeber Gebäude langfristig klimaneutral machen. Doch ein gedämmtes Haus ist nicht nur gut für die Umwelt, sondern es bringt dem Hauseigentümer langfristig auch finanzielle Vorteile. Diese entstehen durch die Einsparung von Energiekosten. Besitzer eines den gesetzlichen Vorgaben entsprechend gedämmten Hauses dürfen sich beispielsweise über niedrigere Rechnungen für Gas und Strom freuen.

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