Pelletheizung

Als Pelletheizung bezeichnet man eine Heizung, in deren Kessel Holzpellets verfeuert werden. Das Heizen mit Holzpellets, den kleinen Stiften aus gepresstem Sägemehl, gilt als sauber, unkompliziert und im Vergleich zu einer Gas- oder Ölheizung als umweltschonend und kostengünstig.

Inhalt dieser Seite
  1. Das Wichtigste in Kürze
  2. Funktionsweise der Pelletheizung
  3. Verschiedene Arten von Pelletheizungen
  4. Die Lagerung im Pellet-Tank
  5. Anschaffungskosten und Fördermöglichkeiten
  6. Vorteile von Pelletheizungen im Vergleich zu Öl- und Gasheizungen
  7. Jetzt Gaspreise vergleichen

Das Wichtigste in Kürze

  • Mit der gewonnenen Wärme wird bei Pellet-Zentralheizungen Wasser aus dem Heizkreislauf erwärmt.
  • Grundsätzlich wird zwischen zwei Arten von Pelletheizungen unterschieden: Der Zentralheizung und dem Einzelofen.
  • Die Kosten für die Anschaffung einer Pelletanlage sind deutlich höher als bei einer Gas- oder Ölheizung.

Funktionsweise der Pelletheizung

Den Brennstoff (Pellets) kann man sich periodisch anliefern lassen, dieser wird dann mit Hilfe einer Zufuhreinrichtung aus dem Pelletlager (Zentralheizung) oder dem Tagesbehälter (Einzelöfen) automatisch und je nach Bedarf in die Brennkammer gebracht.

Mit der gewonnenen Wärme wird bei Pellet-Zentralheizungen Wasser aus dem Heizkreislauf erwärmt. Die Verteilung der Wärme erfolgt nicht anders als bei herkömmlichen Zentralheizungssystemen durch das erwärmte Wasser. Jedoch ist im Gegensatz zu Öl- oder Gasheizungen die Einbindung eines Warmwasserspeichers in das Heizsystem sinnvoll, da dieser die Wärme bis zur Wärmeanforderung verlustarm speichern kann.

Verschiedene Arten von Pelletheizungen

Grundsätzlich wird zwischen zwei Arten von Pelletheizungen unterschieden: Der Zentralheizung und dem Einzelofen. Eine Pellet-Zentralheizung kommt meist in Ein- oder Zweifamilienhäusern mit einem Wärmebedarf von maximal 30 Kilowattstunden zum Einsatz. Bei größeren Wohneinheiten können auch mehrere Pelletheizungen in Reihe geschaltet werden, wodurch eine Leistung von mehreren hundert Kilowatt erzeugt wird. Das Aschefach muss lediglich etwa alle zwei Monate geleert werden.Einzelöfen liegen in einem Leistungsbereich von maximal 6 bis 8 Kilowattstunden und werden direkt im Wohnraum aufgestellt. Meist verfügen sie über einen kleinen Pellet-Vorratsbehälter. Während die Zufuhr der Pellets sowie die Reglung der Verbrennung automatisch gesteuert werden, muss man die dabei entstandene Asche selbst entfernen.

Die Lagerung im Pellet-Tank

Die Holzpellets werden lose in einem Tank oder Lagerraum aufbewahrt und mithilfe eines Fördersystems zum Brenner transportiert. Da die Pellets stark auf Feuchtigkeit reagieren, ist es notwendig, dass der Lagerraum stets trocken ist. Bei feuchten Räumen muss zur Sicherung der Pelletqualität deshalb auf dichte Tanksysteme zurückgegriffen werden. Die Holzpellets benötigen im Vergleich zu Öl etwa das dreifache Lagervolumen.

Üblicherweise wird der Boden des Lagers in Trichterform errichtet, so dass sich am unteren Ende des Trichters der Einlass der Schnecke beziehungsweise die Entnahmesonde für das Gebläse befindet. Praktisch sind mehrere Entnahmestellen im Lagerraum, denn bei eventuellen Störungen einer Entnahmestelle kann so ein ungehinderter Betrieb sichergestellt werden.

Wenn im Gebäude nicht genug Platz vorhanden ist, können alternativ auch vorgefertigte Tanks aus Gewebe oder Stahlblech, vergrabene Erdtanks oder freistehende Silos eingesetzt werden. Zur Befüllung der Tanks werden Riesel-, Sauggebläse- oder Schneckensysteme benutzt – dies hängt in erster Linie von der Entfernung des Lagers zum Kesselraum ab.

Anschaffungskosten und Fördermöglichkeiten

Die Kosten für die Anschaffung einer Pelletanlage sind deutlich höher als bei einer Gas- oder Ölheizung. Generell kann man sagen, dass sie in etwa doppelt so hoch liegen wie bei einer normalen Ölheizung. Jedoch sind die Betriebskosten nach aktuellem Brennstoffpreis wesentlich günstiger, somit amortisierten sich die Investitionskosten über die Jahre. Zudem wirkt sich auch die staatliche Förderung von Pelletheizungen positiv aus. Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) fördert folgende Verfeuerung fester Biomasse:

  • Kessel zur Verfeuerung von Holzpellets und Holzhackschnitzeln
  • Holzpelletöfen mit Wassertasche
  • Kombinationskessel zur Verfeuerung von Holzpellets bzw. Holzhackschnitzeln und Scheitholz

Seit dem 1. April 2015 werden Heizungssanierer mit mindestens 3.000 Euro und bis zu 8.000 Euro Zuschuss unterstützt. Zudem fördert die Regierung auch den Einbau von Pelletheizungen in Neubauten, sofern ein Pellet-Brennwertkessel oder ein Partikelfilter zum Einsatz kommen. Der Fördersumme von 3.000 Euro erhalten diejenigen, die ihre alte fossile Heizung gegen eine umweltfreundliche Pelletheizung austauschen. Die Mindestförderung ist bei gängigen Kesselgrößen im Ein- oder Zweifamilienhausbereich zu erwarten. Bei größeren Heizungsanlagen mit bis zu 100 kW Nennwärmeleistung sind 80 Euro je kW möglich.

Weitere und höhere Zuschüsse sind bei der Kombination aus Pelletkessel und Solarthermie-Anlage möglich.

Vorteile von Pelletheizungen im Vergleich zu Öl- und Gasheizungen

Holzpellets fallen als Nebenprodukt in Sägewerken an und können deshalb im Vergleich zu Gas oder Öl als die ressourcenschonendere Heizvariante bezeichnet werden. Pelletheizanlagen sind weitgehend CO2-neutral, da bei der Verbrennung nur so viel CO2 freigesetzt wird, wie die Bäume in ihrer Wachstumsphase auch aufgenommen haben. Da die Holzpellets direkt im Sägewerk gefertigt werden, fallen keine großen Transportwege an.

Ein Preisvergleich mit anderen Brennstoffen zeigt, dass Pellets deutlich günstiger sind als andere Energiequellen. Gegenüber Heizöl waren Holzpellets in den vergangenen zehn Jahren beispielsweise um 30 Prozent günstiger. Ein weiterer Punkt ist die wesentlich einfachere Lagerung, sofern genug Platz für den Pellet-Tank vorhanden ist.

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