Deponiegas

Durch bakterielle Zersetzung von Müll entsteht auf Mülldeponien Deponiegas, das zum größten Teil aus Methan und Kohlenstoffdioxid besteht. Deponiegas kann zur Strom- und Wärmeerzeugung genutzt werden. Doch noch spielt diese Form von Biogas eine eher untergeordnete Rolle bei der Energiegewinnung.

Inhalt dieser Seite
  1. Das Wichtigste in Kürze
  2. Wie entsteht Deponiegas?
  3. Wie wird aus Deponiegas Strom oder Wärme?
  4. Ist die Energieversorgung mit Deponiegas umweltfreundlich?
  5. Verwandte Themen
  6. Weiterführende Links
  7. Jetzt Gaspreise vergleichen

Das Wichtigste in Kürze

  • Durch einen biochemischen Abbauprozesses auf Mülldeponien entsteht Deponiegas.
  • Das bei der Vergärung des Mülls entstehende Gas wird abgesaugt und meist via Rohrleitungen in Blockheizkraftwerke geleitet, wo es zu Wärme oder Strom umgewandelt wird.
  • Wird das Deponiegas abgefangen und gelangt nicht in die Atmosphäre, hat dies einen positiven Effekt auf die Umwelt und die Ozonschicht.

Wie entsteht Deponiegas?

Bei Abbauprozessen werden auf Mülldeponien gasförmige Stoffwechselprodukte ausgeschieden. Mikroorganismen, die den Müll zersetzen, geben unter bestimmten Sauerstoff- und Temperaturbedingungen Methan und Kohlenstoffdioxid ab. Am Ende des biochemischen Abbauprozesses entsteht ein wassergesättigtes Gasgemisch, das als Deponiegas bezeichnet wird. Je nach Art der deponierten Abfälle variiert die Zusammensetzung des Gases.

Wie wird aus Deponiegas Strom oder Wärme?

Das bei der Vergärung des Mülls entstehende Gas wird abgesaugt und meist via Rohrleitungen in Blockheizkraftwerke geleitet, wo es zu Wärme oder Strom umgewandelt wird. Blockheizkraftwerke zählen zu Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen. Sie produzieren sowohl Strom als auch Heizwärme, indem ein Motor bzw. eine Turbine einen Generator antreibt. Auf diesem Weg entsteht Strom und als Nebenprodukt des Verbrennungsprozesses Wärme.

Ist die Energieversorgung mit Deponiegas umweltfreundlich?

Ja und Nein. Ja, weil Deponien global gesehen zu den größten vom Menschen verursachten Methanquellen gehören. Und Methan trägt neben CO2 am stärksten zum Treibhauseffekt bei. Wird das Deponiegas also abgefangen und gelangt nicht in die Atmosphäre, sondern wird als Energiequelle genutzt, hat dies einen positiven Effekt auf die Umwelt und die Ozonschicht.

Aber Deponiegas birgt auch Nachteile: Denn Müll einfach auf Deponien zu lagern, ist alles andere als umweltfreundlich. Müll sollte erst gar nicht entstehen. Altpapier, Altglas, Verpackungen, Bioabfall, Batterien, Leuchtmittel, Elektroschrott – all dies sollte recycelt, also wiederverwertet werden und nicht in Deponien verrotten. Das in den 90er Jahren erlassene Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetz regelt als zentrales Bundesgesetz des deutschen Abfallrechts die umweltverträgliche Beseitigung von Abfällen und die Förderung des Wertstoffkreislaufs. Seither ist auch das Müllaufkommen und damit der Deponiegasausstoß gesunken – bestenfalls ist Deponiegas also ein Auslaufmodell.

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