Neue Förderangebote für Heizung und Lüftung bei der KfW

01.07.2021 | 10:09

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Seit Beginn des Jahres können Hausbesitzer für die Modernisierung ihrer Heizung oder Belüftung die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) in Anspruch nehmen. Bisher ging das über einzelne Zuschüsse vom Bundesamt für Ausfuhrkontrolle (BAFA). Ab jetzt lassen sich auch günstige Kredite für diese Maßnahmen bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) beantragen. Darauf weist das Serviceportal „Intelligent heizen“, ein Angebot des Spitzenverbandes der Gebäudetechnik (VdZ) hin.

BAFA gewährt Zuschüsse, KfW hilft bei Finanzierung

„Durch die BEG wird vor allem der Einsatz erneuerbarer Energien gefördert. An das BAFA kann sich wenden, wer einen Zuschuss für einzelne Maßnahmen in einem bestehenden Gebäude erhalten möchte. Bei Krediten ist die KfW die richtige Ansprechpartnerin und zwar sowohl für Bestandsgebäude als auch für den Neubau. Die im Juli in Kraft getretenen Förderangebote unterstützen dabei, das eigene Zuhause auf ein besseres energetisches Niveau zu bringen“, erläutert Kerstin Vogt, Geschäftsführerin der VdZ (Forum für Energieeffizienz in der Gebäudetechnik).

Über die Hälfte der neuen Heizung wird bezahlt

Wer eine Wärmepumpe, Biomasseanlage, Hybridheizung oder Solarthermieanlage einbaut, erhält bis zu 55 Prozent der förderfähigen Kosten zurück. Jeweils 20 Prozent sind bei Maßnahmen zur Heizungsoptimierung, die Lüftungstechnik betreffend sowie beim Einbau digitaler Systeme zur energetischen Optimierung („Efficiency Smart Home“) möglich. Zusammen mit den Förderangeboten kann außerdem ein Zuschuss von 50 Prozent für die Fachplanung und Baubegleitung beantragt werden.

Bei den KfW-Förderangeboten handelt es sich um zinsgünstige Kredite und Zuschüsse für energieeffiziente Sanierungsmaßnahmen. Bei einzelnen Maßnahmen entspricht der Tilgungszuschuss des KfW-Kredits in der Höhe dem direkt ausgezahlten Zuschuss, der über das BAFA abrufbar ist.

Erneuerbare Energien werden besonders stark gefördert

Bei Komplettsanierungen und im Neubau hat die KfW neue Effizienzhaus-Klassen festgelegt. Dabei fallen die Fördermittel besonders hoch aus, wenn mehr als die Hälfte der Wärme aus erneuerbaren Energien gewonnen wird. Im Neubau besteht außerdem die Möglichkeit, eine vom Bund anerkannte Nachhaltigkeitszertifizierung zu erhalten, die mit einer weiteren Steigerung der Fördermittel einhergeht. „Die neuen Konditionen der BEG – umgesetzt durch das BAFA und jetzt auch die KfW – bieten viele Anknüpfungspunkte, um die Energiewende im eigenen Zuhause anzugehen“, so Kerstin Vogt.