Gestiegene Ölpreise machen Benzin und Heizöl teurer

14.05.2018 | 10:34

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Hamburg - Schlechte Zeiten für Autofahrer und Heizölkäufer: Seit einem Jahr steigen die Preise für Rohöl wieder, und mit ihnen auch die Preise für Heizöl und Benzin. Erstmals seit fast drei Jahren müssen deutsche Autofahrer an der Zapfsäule mehr als 1,40 Euro für einen Liter Superbenzin E10 bezahlen. Für einen Liter Diesel wird im bundesweiten Durchschnitt mindestens 1,26 Euro fällig; das ist ebenfalls der höchste Stand seit rund drei Jahren.

Angesichts der enormen Tagesschwankungen an den Tankstellen von zehn Cent je Liter und mehr können die Spitzenpreise regional und zu ungünstigen Zeiten noch weitaus drastischer ausfallen. Der Energie-Informationsdienst EID ermittelte in der vergangenen Woche die höchsten Preise in Berlin mit 1,54 Cent für einen Liter E10 und 1,38 Euro für Diesel. Das sind Ausreißer-Werte, zu denen kaum ein Autofahrer tankt. Aber sie zeigen, wohin die Reise gehen könnte.

Heizöl-Kunden zahlen wieder mehr

Der Heizölpreis hat nach den EID-Erhebungen in den größeren Städten die Marke von 70 Euro für 100 Liter (bei Abnahme von 3000 Litern, inkl. MwSt) geknackt. Bei den Internet-Preisportalen steht er im bundesweiten Durchschnitt noch knapp darunter. Damit müssen die Heizöl-Käufer wieder so viel bezahlen wie vor dreieinhalb Jahren, im November 2014. Vor einem Jahr lag der Heizöl-Preis bei 55 Euro für 100 Liter; der Anstieg beträgt somit mehr als 15 Euro oder fast ein Drittel. Bei einer Tankfüllung sind das immerhin 450 Euro.