Wer einen Hausbau erwägt, sollte die Kosten stemmen können. Ist das Traumhaus jedoch einmal abbezahlt, brauchen sich Hausbesitzer keine Gedanken mehr um die Miete zu machen. Vielen dient ein Eigenheim daher auch als finanzielle Sicherheit im Alter. Aber was kostet ein Haus eigentlich?

Inhalt dieser Seite
  1. Das Wichtigste in Kürze
  2. Was zählt zu den Kosten bei einem Hausbau?
  3. Hausbau-Kosten berechnen: Planen Sie realistisch
  4. Die Kosten für den Hausbau reduzieren – diese Möglichkeiten gibt es
  5. Die Finanzierung der Hausbau-Kosten
  6. Verwandte Themen
  7. Weiterführende Links
  8. Baufinanzierung

Das Wichtigste in Kürze

  • Zu den Baukosten zählen unter anderem das Grundstück, das Haus sowie einige Nebenkosten.
  • Die Baunebenkosten machen etwa 15 bis 20 Prozent der Gesamtkosten aus.
  • Wer handwerkliches Geschick aufweist, kann beispielsweise mit einem Selbstbauhaus Geld sparen.

Was zählt zu den Kosten bei einem Hausbau?

Zukünftige Häuslebauer konzentrieren sich oft nur auf das Haus selbst. Tatsächlich macht es jedoch nur einen Teil der Hausbau-Kosten aus. Es gibt nämlich noch weitere Posten, die bei der Finanzplanung zu bedenken sind.

Das Grundstück

Das Grundstück, auf dem das zukünftige Eigenheim stehen soll, ist in der Regel der erste Kostenpunkt, der auf die zukünftigen Hausbesitzer zukommt. Der Preis für das Baugrundstück hängt vor allem von der Lage und Region sowie von der Größe ab und kann stark variieren. Die Preisspanne reicht von einigen Tausend bis zu über einhunderttausend Euro.

Liegt das Baugrundstück in einer neu errichteten Siedlung, kommen zum Kaufpreis mitunter noch Erschließungskosten für Strom- und Wasserleitungen hinzu. Wer sich für ein Grundstück mit einem alten Haus darauf entscheidet, dieses jedoch abreißen will, muss auch diese Kosten tragen. Und selbst wenn das Grundstück lediglich stark zugewachsen und verwildert ist, kostet die Beräumung zumindest Zeit, sofern die Bauherren selbst Hand anlegen. Sollen Bäume gefällt werden, erledigt das in der Regel ein Fachmann.

Das Haus

Das Grundstück ist gefunden, nun muss noch ein Haus drauf. Spätestens hier beginnt die Qual der Wahl. Die Möglichkeiten sind theoretisch unbegrenzt – sofern das Budget mitspielt. Je nachdem, auf welche Art von Haus die Wahl fällt, beeinflusst das massiv die Baukosten. Die günstige Variante ist ein Fertighaus beziehungsweise ein klassischer Grundriss „aus dem Katalog“, ohne viele individuelle Details. Ein Massivhaus, bei dem sämtliche Wände gemauert werden, kosten wiederum etwas mehr als ein Bausatzhaus. Wer für ausgefallene Wünsche einen Architekten engagiert, muss selbstverständlich tiefer in die Tasche greifen. Soll es möglichst günstig sein, ist vielleicht ein Ausbauhaus eine Überlegung wert.

Die Baunebenkosten

Grundstück und Haus sind die größten Posten beim Hausbau – jedoch nicht alle. Eine nicht unerhebliche Summe kommt durch die Baunebenkosten zusammen. Hierfür sollten Hausbauer etwa 15 bis 20 Prozent der Gesamtkosten einplanen. Zu den Nebenkosten zählen unter anderem:

Weitere Kosten beim Hausbau

Zukünftige Hausbesitzer sollten auch die Gestaltung des Grundstücks im Budget berücksichtigen. Das beginnt bei der Auffahrt, den Wegen, einer Terrasse oder einem Carport und geht weiter mit Blumenbeeten, einem Geräteschuppen oder einem Teich.

Außerdem bietet ein Haus meist mehr Platz als die zuletzt bewohnte Wohnung: Mit der Anschaffung einiger neuer Möbel ist daher ebenfalls zu rechnen. Auch solche Kosten sollten zukünftige Bauherren in ihre Finanzplanung mit einbeziehen.

Hausbau-Kosten berechnen: Planen Sie realistisch

Die Liste an Kosten rund um einen Hausbau ist lang. Damit das Projekt Eigenheim zum Erfolg wird und Freude bereitet, sollte daher eine realistische Finanzplanung ganz am Anfang stehen. Die Gesamtkosten für ein Haus verteilen sich in etwa wie folgt:

  • 40 bis 50 Prozent für den Rohbau sowie eventuell für den Keller
  • 40 Prozent für die Innenausstattung
  • 10 bis 20 Prozent für Sanitär, Elektro und Heizung

Ein pauschaler Preis für ein Einfamilienhaus mit eigenem Grundstück lässt sich schwer beziffern. Normal ausgestattete Wohnhäuser kosten im Durchschnitt etwa 180.000 bis 300.000 Euro. Wer grob überschlagen möchte, kann mit etwa 1.300 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche rechnen. Nutz- und Abstellräume zählen nicht zur Wohnfläche, Balkon sowie Terrasse nur zu 25 Prozent.

Die Kosten für den Hausbau reduzieren – diese Möglichkeiten gibt es

Der Traum vom Eigenheim ist groß, aber das Budget eher klein? Sie sollten in jedem Fall realistisch planen und bereit sein, Kompromisse einzugehen. Es gibt einige Möglichkeiten, beim Bauen eines Hauses Kosten zu sparen:

  • Bei einem Selbstbauhaus übernehmen die Hausbesitzer einen Teil der Arbeit. Was und wie viel, entscheiden Baufirma und Bauherr gemeinsam: Möglich ist alles vom Rohbau bis zur Innenausstattung.
  • Jeder Quadratmeter zählt und kostet: Eventuell ist doch kein Gästezimmer notwendig, oder die Schlaf- und Kinderzimmer können etwas kleiner bemessen werden.
  • Einige Arbeiten können Sie auf später verschieben, etwa den Ausbau des Dachs für ein Kinderzimmer.
  • Wer auf Individualität und Extrawünsche verzichten kann, spart bares Geld. Erker, Sprossenfenster, große Fensterwände oder auch ein Keller treiben die Kosten beim Hausbau in die Höhe.
  • Eventuell kommen Sie für Förderprogramme infrage, beispielsweise wenn Sie ein Niedrigenergiehaus planen.

Die Finanzierung der Hausbau-Kosten

Eine große Investition wie ein Haus zahlen die wenigsten auf einmal. Um einen passenden Kredit zu finden, ist es hilfreich, Angebote von verschiedenen Banken zu vergleichen. Mit je mehr Eigenkapital Sie in die Verhandlung mit der Bank gehen, desto besser sind Ihre Chancen auf günstige Konditionen. Experten empfehlen ein Eigenkapital von mindestens 20 Prozent der Gesamtkosten. Manche Kreditinstitute gewähren ohne Eigenkapital gar kein Darlehen. Wer komplett ohne Rücklagen einen Hausbau in Angriff nehmen möchte, sollte in jedem Fall mit einem schlechteren Zinssatz rechnen.

Baufinanzierung

Baufinanzierung
  • Beste Konditionen für Ihre Baufinanzierung

  • Über 400 Banken im Vergleich

  • Persönliche Beratung vor Ort