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VW Golf, des Deutschen liebstes Kind

Der Volkswagen-Konzern befand sich Mitte der 70er Jahre in einer selbstverursachten wirtschaftlichen Schieflage. Grund für die schwierige ökonomische Situation war eine falsche Modellpolitik. In dieser kritischen Zeit war der Golf als neues Zugpferd der letzte Rettungsanker des Wolfsburger Konzerns.

Der VW Golf galt als Nachfolger des technisch in die Jahre gekommenen VW-Käfers. Dementsprechend wurde er konzipiert, um den Volkswagen-Konzern wieder zurück in die Erfolgsspur und an die Spitze der Autobranche zu bringen.

Der Golf zeichnete sich durch moderne, wassergekühlte Frontmotoren sowie einen flotten Frontantrieb aus. Mit diesen technischen Details – kombiniert mit einer kompakten Karosserie – ließ sich das Kultauto knapp unterhalb der damaligen automobilen Mittelklasse ansiedeln. Tatsächlich begründete es ein neues Fahrzeugsegment, die Kompaktklasse, die seitdem gern als „Golfklasse“ bezeichnet wird.

VW Golf: ein voller Erfolg

Sofort nach Markteinführung 1974 entwickelte sich der Golf zum Verkaufsschlager. Dieser Siegeszug hält bis heute ungebrochen an. Mittlerweile in der 7 Generation zählt der Golf – gemeinsam mit dem „Corolla“ von Toyota – zu den weltweit am häufigsten verkauften PKW-Modellen überhaupt.

Diesen Erfolg verdankt das Unternehmen nicht zuletzt auch den für damalige Zeiten auffällig ironischen Werbekampagnen. Wer die 80er Jahre erlebt hat, erinnert sich sicherlich noch an folgende Golf-Werbung: „… Sag doch einfach, wir fahren Golf“, schlägt der Vater seinem Sohn vor, als der verzweifelt auf der Suche nach seinem Statussymbol ist.

Die Rechnung ging auf. Immer ein wenig konservativ und stets ohne anzuecken schaffte es der Golf über vier Jahrzehnte, sich in der Gesellschaft zu etablieren. Dementsprechend  war er auch Namenspate für die „Generation Golf“. Diese in den 80ern aufgewachsene Generation von Deutschen verkörperte eine mehrheitlich unkritische, nach Konsum strebende Gesellschaft.

Für jeden der richtige Golf

Die für diese Klasse hohe Verarbeitungsqualität und eine sukzessiv wachsende Modellvielfalt bauten den Erfolg des Wolfsburgers weiter aus. Mit jeder Modellreihe wuchsen sowohl Motorenauswahl als auch Modell- und Karosserievarianten an:

  • Als erstes erblickte eine Cabriolet-Version des Golf I das Licht der Welt. Diese entwickelte sich schnell zum beliebten Lifestyle-Fahrzeug.
  • Ergänzt wurde das Golf-Cabrio von der eher biederen Stufenhecklimousine, die – zur deutlicheren Abgrenzung – auf den Namen „Jetta“ getauft wurde. Dieser Strategie blieb VW sich bis heute treu. Ganz gleich, ob „Jetta“, „Vento“ oder „Bora“, die Stufenheckvariante durfte nie den Namen „Golf“ tragen.
  • Ebenso erblickten seitdem der fünftürige Kombi „Golf Variant“, der etwas höher gewachsene „Golf Plus“ bzw. „Golf Sportsvan“ und der „Golf Country“ das Licht der Welt.
  • Vervollständigt wird diese Vielfalt durch das Sportcoupé „Scirocco“, das in den 90er Jahren auch auf den Namen „Corrado“ hörte, sowie den „Caddy“. Letzterer repräsentierte zunächst einen Golf Pickup auf Basis des Golf I und später einen Hochdachkombi auf Basis des Golf V.

VW Golf – Die Evolution der Motoren

Auch im Hinblick auf die Leistung der Motoren hat sich beim Wolfsburger Steckenpferd seit dem ersten Golfmodell einiges getan.

Von den 50 PS des ersten Golf I bis hin zum 270 PS starken Golf R der siebten Baureihe ist sich der Golf seiner Vierzylinder-Gene fast ausnahmslos treu geblieben. Einzige Ausnahmen stellen der auf dem Golf V basierende R32  und der Golf IV V5 dar. Ersterer brachte es mit Hilfe eines 250 PS starken V6-Benziners zum damals stärksten Golf überhaupt.

Auch der 5-Zylinder-Benziner, der in Deutschland aber nie offiziell verkauf wurde, zählt zu diesen Ausnahmen. Eine ähnliche Ausnahme ist der straßenzugelassene Prototyp GTI W12-650 mit 650 PS starkem W12 Motor und 325km/h Spitze.

Daneben gibt es im Golf auch eine Vielzahl sparsamer und performanter Dieselmotoren. Diese wurden zunächst in zwei Modellen als Direkteinspritzer mit Verteiler-Einspritzpumpe ausgeliefert:  unter der Marke TDI für Motoren mit Turboaufladung und SDI für solche ohne Turbolader.

Im Rahmen der nach der Jahrtausendwende hochkommenden Feinstaubdebatte wurde die Golf-Diesel-Motorenpalette auf das effizientere Pumpe-Düse-System umgestellt. Dieses konnte aber aufgrund der mangelhaften Laufruhe (Nadeln) nie wirklich Fuß fassen.

Seit mehreren Jahren arbeiten im Golf, wie in vielen anderen Diesel-PKW, hochmoderne Common-Rail-Diesel. Der Name TDI ist indes geblieben.

Volkswagen mit zukunftsweisendem E-Motor

Ab der Modellreihe VII bietet VW mit dem „Golf GTE“ erstmals auch einen serientauglichen Plug-In-Hybriden mit 150 PS Benziner, der von einem 75 kW (102 PS) starken Elektromotor unterstützt wird. Bis zu 50 km kann der GTE mit seinem 8,8 kWh fassenden Akku rein elektrisch fahren. Der Akku wird entweder vom Motor oder der Steckdose geladen.

Wer längere Strecken abgasfrei fahren möchte, muss zum „e-Golf“ greifen. Sein 24,2 kWh-Akku ermöglicht bis zu 200 km rein elektrisches Fahren. Der hohe Anschaffungspreis von mindestens 35.000 Euro und die im Alltag doch geringe Reichweite machen den e-Golf nach Golf-Standards jedoch zu einem echten Nischenprodukt.

Bleibt abzuwarten, ob der 2018 erscheinende Golf VIII besser mit seinen Elektro-Ablegern beim Kunden punkten kann. Die Benziner- und Diesel-Modelle, so viel scheint sicher, werden es ganz bestimmt tun. Volkswagen hegt am zukünftigen Erfolg des Golf derzeit jedenfalls keinen Zweifel.  So bleibt nur zu sagen: Auf die nächsten 40 Jahre, VW Golf!

* Mehrwertsteuer ausweisbar

** Weitere Informationen zum offiziellen Kraftstoffverbrauch und den offiziellen spezifischen CO2-Emissionen neuer Personenkraftwagen können dem 'Leitfaden über den Kraftstoffverbrauch, die CO2-Emissionen und den Stromverbrauch neuer Personenkraftwagen' entnommen werden, der an allen Verkaufsstellen und bei der Deutschen Automobil Treuhand GmbH unter www.dat.de unentgeltlich erhältlich ist.

Volkswagen Golf (alle)