AvtoVAZ: Der größte Fahrzeughersteller in Russland

Der russische Automobilhersteller AvtoVAZ beziehungsweise AwtoWAS hat seinen Sitz in Togliatti (Toljatti) am linken Ufer der Wolga. In Deutschland sind Fahrzeuge von VAZ eher unter dem Namen „Lada“ bekannt, der zuerst für Exportmodelle benutzt wurde. In der UdSSR selber wurden sie als „VAZ“ angeboten. Mittlerweile werden die VAZ-Fahrzeuge auch im Heimatland als Lada verkauft. 

Das Werk wurde 1966 als VAZ (Wolschskij Awtomobilny Sawod – "Wolga-Automobilwerk") gegründet. Die Umbenennung in „AvtoVAZ“ erfolgte 1971. Das Werk stellte unter anderem Fahrzeuge der Marken Shiguli beziehungsweise Schiguli (interne Bezeichnung VAZ-2101) und Niva (VAZ-2121) vor.

2008 erwarb der französische Autobauer Renault eine Beiteilgung an AvtoVAZ von 25 Prozent. 2012 gründete Renault-Nissan zusammen mit der russischen Staatsholding Rostechnologii die Joint-Venture Alliance Rostec Auto BV, um gemeinsam das russische Automobilwerk zu steuern. 2014 übernahm die Renault-Nissan-Allianz die Kontrollmehrheit an AvtoVAZ. 

VAZ-2104/2105/2107 (Lada Nova)

Eines der wichtigsten Modelle des Herstellers VAZ ist der von 1979 bis 2012 hergestellte Lada Nova. Das Modell erschien zunächst als Limousine und löste den in Lizenz gebauten, vom Fiat 124 abgeleiteten VAZ-2101 (Shiguli) ab. Der 2105 übernahm zunächst die Motorenpalette vom 2101, die Motoren leisteten anfangs zwischen 67 PS und 84 PS. Ein Dieselmotor war nicht im Programm. Ab 1982 war das äußerlich baugleiche Spitzenmodell 2107 verfügbar, das auf Wunsch auch über eine Einspritzanlage verfügte. Ein Wankelmotor mit 120 PS war später ebenfalls verfügbar, der Kreiskolbenläufer blieb jedoch nur speziellen Kunden wie dem KGB und dem FSB vorbehalten. Ab 1984 wurde das Schwestermodell 2104 auch als Kombilimousine hergestellt 

Lada Granta

Der Lada Granta ist eine völlige Neuentwicklung der russischen Autobauer von der Wolga. Renault steuerte dabei Konstruktionsleistungen sowie die Antriebsaggregate bei. Mit Hilfe der Franzosen entstand 2011 ein Fahrzeug, das für seinen geringen Preis durchaus überzeugen kann. So ist beispielsweise gegen Aufpreis schon ab Werk eine Autogasanlage verfügbar, welche die Unterhaltskosten weiter senkt. 

Gebrauchtwagen von AvtoVAZ kaufen

Früher hieß es, dass die Russen an der Wolga ihre Fahrzeuge aus minderwertigem Blech, zum Teil aus sehr rostanfälligem Recycling-Stahl hergestellt haben, den man von westeuropäischen Stahlwerken bezog. Dieser Recycling-Stahl sollte wegen seines hohen Kupferanteils zu früher Korrosion neigen. An der Überlieferung mag sogar etwas dran sein, richtig ließen sich die Gerüchte nie widerlegen oder bestätigen. 

Heute ist die Qualität der russischen Fahrzeuge aus Togliatti in der Haltbarkeit durchaus mit der westeuropäischer Fahrzeuge vergleichbar – wenngleich beispielsweise die Anmutung der Oberflächen im Innenraum teilweise noch nicht ganz an jene aus westeuropäischer Fertigung heranreicht. Doch dafür sind die Russen äußerst preisgünstig, und für einen Autokäufer, der sein Fahrzeug nicht als Imageverstärker nutzen möchte, sondern ein Transportmittel sucht, genau das richtige. 

* Mehrwertsteuer ausweisbar

** Weitere Informationen zum offiziellen Kraftstoffverbrauch und den offiziellen spezifischen CO2-Emissionen neuer Personenkraftwagen können dem 'Leitfaden über den Kraftstoffverbrauch, die CO2-Emissionen und den Stromverbrauch neuer Personenkraftwagen' entnommen werden, der an allen Verkaufsstellen und bei der Deutschen Automobil Treuhand GmbH unter www.dat.de unentgeltlich erhältlich ist.

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