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Trabant: Die „Rennpappe“ mit Kultcharakter

Der Trabant wurde 1958 von der kommunistischen Führung der damaligen DDR als Fahrzeug zur Massenmotorisierung für das (ostdeutsche) Volk eingeführt. Hergestellt wurde der Trabant über seine gesamte Bauzeit vom VEB („Volkseigener Betrieb“) Sachsenring in Zwickau. Heute hat der Trabant mit seinem „Ostalgie“-Charme vor allem in den östlichen Bundesländern einen ähnlichen Kultcharakter wie der VW Käfer im Westen. 

In der westsächsischen Stadt mit automobiler Tradition wurden bereits vor dem Zweiten Weltkrieg Fahrzeuge edelster Provenienz gebaut: Hier residierte die Firma Horch & Cie., die bis 1940 ausgesprochene Luxusfahrzeuge mit hochwertigster Ausstattung herstellte. Die nachfolgenden Produktionsanlagen für den Trabant befanden sich am gleichen historischen Platz. Heute werden am Automobilstandort Zwickau diverse Automodelle von Volkswagen sowie Karosserien für die zu Volkswagen gehörende Marke Bentley gefertigt. 

Der Ur-Trabant

Der mit einem 500 ccm großen Zweitaktmotor ausgerüstete und 18 PS leistende Ur-Trabant namens P50 fuhr in den ersten zwei Jahren seiner Produktionszeit mit einem Öl-Benzin-Gemisch im Verhältnis 1:25, bis 1959 das Gemischverhältnis auf 1:33 reduziert und die Leistung auf 20 PS gesteigert wurde. Die Namensgebung „Trabant“ rührt von der populärwissenschaftlich-astronomischen Bezeichnung für einen himmelskörperumkreisenden Gegenstand her und bedeutet „der Begleiter“. Ausgehend vom damaligen Wettlauf ins All wollte man dem neuen Fahrzeug mit der Namensbezeichnung einen Hauch von Weltoffenheit geben. 

Der Trabant war (nach der Corvette) das weltweit zweite Fahrzeug, das mit einer Kunststoff-Karosserie ausgestattet wurden. Die Duroplast-Karosserie gab dem Trabant später den liebevoll gemeinten Beinamen „Rennpappe“. Die DDR-Führung erkannte bald, dass neben einem Fahrzeug für den privaten Personentransport auch ein kleines Fahrzeug für Handwerker zum Transport von Lasten und Handwerksmaterial vonnöten war. So entstand der Trabant Kombi, der ab 1959 die Limousine ergänzte. Beide Fahrzeuge waren zweitürig.

Die zweite Generation: Trabant 600

Der von 1962 bis 1964 gebaute Trabant 600 stellte eine vorwiegend optische Weiterentwicklung des Ur-Trabant dar. Technisch wurden nur wenige Dinge verändert. So bekam der Zweitakt-Zweizylinder-Motor mehr Hubraum und wuchs um 100 ccm auf nun 600 ccm. Die Leistung stieg von 20 auf 23 PS. 

Der P601 wurde fast 3 Millionen mal gebaut 

Die dritte Generation, der P601, stellt mit über 2,4 Millionen gebauten Limousinen und über 500.000 Kombis die bei weitem größte Stückzahl aller je gebauten „Trabi“-Modelle. Er ist auch bei weitem das beliebteste Modell unter Sammlern und dennoch immer noch für wenig Geld zu haben. Ersatzteile sind auch über 25 Jahre nach Produktionsende speziell für den P601 noch relativ gut verfügbar. Hinsichtlich der anspruchslosen Technik kann vieles selbst repariert werden und Trabant-Clubs sowie auf das Fahrzeug spezialisierte Händler helfen bei der Ersatzteilbeschaffung und mit Reparaturhinweisen weiter.

Die Zukunft des „Trabi“ sollte im Viertakt stattfinden

Das letzte Modell, IFA Trabant 1.1, war äußerlich im Vergleich zum bisherigen Zweitakt-Modell nur wenig verändert und in einigen technischen und optischen Details verbessert. Es hatte einen 1,1-Liter-Viertakter von Volkswagen unter der Haube, für den die IFA bereits Mitte der 1980er Jahre die Lizenz samt Produktionsstraße erwarb. Der neue Motor entsprach dem in den 1980er Jahren im Volkswagen Polo verbauten Motor und leistete im werksintern nunmehr P610 genannten Trabant 41 PS. 

Der Viertakter ist der einzige Trabant, der als Limousine seltener als in der Kombi-Variante ist. Die Stückzahlen waren insgesamt wegen der nicht mehr vorhandenen Nachfrage und der hoffnungslos veralteten Technik mit insgesamt ca. 30.000 Exemplaren eher gering. An der Vorderachse des Trabant 1.1 waren aufgrund der gesteigerten Motorleistung Scheibenbremsen montiert. 

Der Trabant überlebte sogar die DDR

Die Behauptung, dass die Qualität des Trabant in manchen Punkten einfach unterirdisch war, mag stimmen. Die Auspuffanlage galt nicht gerade als Ausbund von Haltbarkeit, und die mangelnde Zuverlässigkeit der elektrischen Anlage des Trabant brachte es gar auf internationales Niveau: Sie konnte es in Sachen Ausfallsicherheit mit mancher Fahrzeugelektrik aus englischer Produktion der 1970er Jahre aufnehmen. Doch das kleine Fahrzeug erwies sich insgesamt als durchhaltefreudiger als das Land, in dem es produziert wurde. Die DDR trat 1990 der Bundesrepublik Deutschland bei. Der Trabant hielt länger durch. 

Noch 1991 konnte man einen Trabant offiziell neu kaufen. Aber das Auto verkaufte sich sehr schlecht. Jeder wollte eines der „West-Autos“ haben, die für Bürger der ehemaligen DDR bis dahin unerreichbar teuer waren. Eine Charge von 444 toga-weißen Exemplaren wurde 1991 von einem türkischen Importeur erworben und dann aufgrund des Konkurses des Importeurs jahrelang als Konkursmasse auf einer türkischen Zollfreifläche „zwischengelagert“. Nach der zwischenzeitlichen „West-Auto-Welle“ und Nachfragebefriedigung des ostdeutschen Marktes wurde sie gar noch im Jahre 1996 überholt und als Sonderserie für 19.444 DM als Neuwagen verkauft. 

* Mehrwertsteuer ausweisbar

** Weitere Informationen zum offiziellen Kraftstoffverbrauch und den offiziellen spezifischen CO2-Emissionen neuer Personenkraftwagen können dem 'Leitfaden über den Kraftstoffverbrauch, die CO2-Emissionen und den Stromverbrauch neuer Personenkraftwagen' entnommen werden, der an allen Verkaufsstellen und bei der Deutschen Automobil Treuhand GmbH unter www.dat.de unentgeltlich erhältlich ist.

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