Der erste Automobilhersteller aus Malaysia

Proton ist ein malaysischer Autohersteller mit Sitz in Shah Alam, der Hauptstadt des malaysischen Bundesstaates Selangor. Der Markenname ist eine Abkürzung von „Perusahaan Otomobil Nasional Sendirian Berhad“, was in etwa „Nationale private Automobil-Gesellschaft“ bedeutet. 

Kleine Proton-Modellübersicht

Bei den ehemals auf dem deutschen Markt angebotenen Modellen der Marke Proton handelt es sich allesamt um Lizenzbauten von Mitsubishi, die optisch und technisch jeweils leicht verändert unter eigenem Namen vertrieben wurden.

Proton 300 Serie

Der Proton 300 wurde von 1993 bis 2005 produziert und in Deutschland von 1996 bis 2001 angeboten. Er basiert auf der vierten Generation des Mitsubishi Colt. Das Modell wurde offiziell mit 1,3-Liter-Motor und 75 PS oder mit 1,6-Liter-Maschine und 95 PS angeboten. Der 1,6-Liter-Motor hatte dabei nominell geringfügig mehr Leistung als der Mitsubishi Colt. 

Die Modellbezeichnungen lauteten in Deutschland entsprechend des Hubraums Proton 313 beziehungsweise 316. Auf anderen Märkten wurde das Modell als Satria oder Compact bezeichnet. Außerhalb der offiziellen Verkaufslisten war zusätzlich die als Proton Satria GTi bezeichnete, 135 PS starke Sportvariante erhältlich. Alle Modelle waren Benziner. Ein Diesel wurde für den 300 nicht angeboten. 

Proton 400 Serie

Der Proton Wira wurde in Deutschland von 1995 bis 2001 unter dem Namen Proton 400 angeboten. Er basiert auf dem Mitsubishi Lancer der fünften Generation (1992). Das Design des 400 hat maßgeblich das Aussehen der nachfolgenden, in Deutschland nicht mehr angebotenen Modelle der Marke – etwa GEN•2, Satria Neo und Persona – mitgeprägt.

Die Motorenpalette des 400 war weitreichend und umfasste sowohl Benziner wie auch Dieselmotoren. Die Benzinerpalette reichte vom 1,3-Liter-Motor mit 75 PS, einen 1,5-Liter-Motor mit 90 PS, einen 1,6-Liter mit 95 und später 113 PS bis hin zur Spitzenmotorisierung mit einem 1,8-Liter und 135 PS. Als Diesel wurden ein 2,0-Liter-Saugdiesel mit 65 PS sowie ein Turbodiesel mit 82 PS angeboten. Der 400 ist somit das einzige Modell im Programm von Proton, das mit Dieselmotoren erhältlich war. Auch hier entsprach der Name – 413, 415 oder 416 – der Motorisierung.

Proton 418 LRS Coupé

Das 418 LRS Coupé wurde in Deutschland von 1998 bis 2001 angeboten. Es basiert wie die Limousine Proton 400 ebenfalls auf dem Mitsubishi Lancer der fünften Generation und ist technisch nahezu baugleich mit diesem. Die Karosserie des zweitürigen Coupés ist ab der B-Säule eigenständig, greift allerdings hinsichtlich der Beleuchtungseinheiten wiederum auf Modelle von Mitsubishi zurück. Das Proton 418 LRS Coupé wurde in Deutschland ausschließlich in der Motorisierung mit 1,8-Liter-Maschine und 140 PS verkauft. Von 2004 bis 2005 gab es noch eine zweite Baureihe des Proton 418 LRS Coupé, diese wurde auf dem deutschen Markt aber nicht mehr angeboten.

Die Automarke Proton

Proton ist seit 1983 im Automobilbau tätig. Das erste Modell, Proton Saga, wurde 1985 als Lizenzbau von Mitsubishi hergestellt. Ab 1995 wurden Proton-Fahrzeuge auch in Deutschland verkauft. Die Marke wurde aber von den deutschen Kunden nicht gut angenommen. Da die tatsächlichen Verkaufszahlen deutlich hinter den Erwartungen des Herstellers zurückblieben, wurde der Vertrieb im Jahre 2001 wieder eingestellt. Proton gehört seit 2012 zum malaysischen Autohersteller DRB-HICOM Bhd. Die Marke ist auch im Motorsport, etwa in der Asia-Pacific Rally Championship APRC, aktiv.

* Mehrwertsteuer ausweisbar

** Weitere Informationen zum offiziellen Kraftstoffverbrauch und den offiziellen spezifischen CO2-Emissionen neuer Personenkraftwagen können dem 'Leitfaden über den Kraftstoffverbrauch, die CO2-Emissionen und den Stromverbrauch neuer Personenkraftwagen' entnommen werden, der an allen Verkaufsstellen und bei der Deutschen Automobil Treuhand GmbH unter www.dat.de unentgeltlich erhältlich ist.

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