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Opel im Wandel der Zeit

Was haben Nähmaschinen aus den 1870er Jahren und Kultautos aus den 1970ern gemeinsam? Beide hören auf den Namen Opel und beiden hatten gute Zeiten und schlechte Zeiten. Adam Opel, der in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts als Nähmaschinen-Produzent startete, hielt nicht viel von Autos. Bis zu seinem Tod im Jahr 1895 weigerte er sich strikt, ins Automobilgeschäft einzusteigen.

Bereits drei Jahre später jedoch begannen die Erben mit der Produktion des ersten Opel Automobils. Die Adam Opel KG mauserte sich in den folgenden 30 Jahren zum größten Automobilhersteller Deutschlands. 44 Prozent aller im Deutschen Reich produzierten Wagen kamen aus Rüsselsheim.

Aus Angst vor der drohenden Weltwirtschaftskrise und nicht etwa aus tatsächlichen wirtschaftlichen Problemen heraus verkauften die Opels das Unternehmen an General Motors. Die Marke Opel sowie eine eigene Modell-Entwicklungsabteilung blieben in Deutschland. Die Opels blieben in Vorstand und Aufsichtsrat aktiv, aber die restlichen Geschicke wurden von nun an aus Detroit gelenkt.

Opel – die frühen Modelle

Nach dem Zweiten Weltkrieg führte Opel mit dem kompakten Opel Olympia die Vorkriegsproduktion zunächst weiter. Außerdem startete man mit dem Oberklasse-Modell „Kapitän“. Der Olympia war seinerzeit das erste Serienfahrzeug mit selbstragender Karosserie. Die daraus resultierenden Vorteile, wie geringeres Gewicht, glatterer Unterboden und geringerer Luftwiederstand, machten ihn zu einem für damalige Verhältnisse enorm effektiven Fahrzeug. Auch die zusätzliche Sicherheit durch eine Knautschzone, die der Verzicht auf einen starren Rahmen mit sich bringt, tat ein Übriges für das gute Image von Opel.

Die folgende Generation des Olympia setzte Opel eine Klasse höher an. Mitte der 50er Jahre wurde aus dem Olympia der Rekord, aber noch weitere acht Jahre fuhr Opel seine Zwei-Modell-Strategie (beziehungsweise drei Modelle, wenn man den Transporter Blitz mitzählt). Das änderte sich in den 60ern. Mit dem Kadett schufen die Rüsselsheimer einen massentauglichen Kompaktwagen – und das 10 Jahre vor dem VW Golf. Langsam füllten sich die Modell-Nischen bei Opel.

Dem Rekord folgte parallel der Commodore und auch in der Oberklasse warben gleich drei Modelle um die Gunst der Käufer. Der Kapitän, der Admiral und der Diplomat waren Opels Oberklasse-Dreigestirn (kurz KAD). Visuell orientierte man sich hier deutlich an der Konzernmutter in den USA. Diese Modelle basierten sowohl von den Formen als auch von den Ausmaßen eher auf amerikanischen Werten.

In der Mittelklasse setzen der Ascona und das Sportcoupé Manta die Maßstäbe. Der Manta, angelehnt an den amerikanischen Trend der Pony-Cars, sollte dem im Deutschland recht erfolgreich platzierte Ford Capri Konkurrenz machen. Das äußerlich sportliche Coupé konnte zunächst in der Zielgruppe der jungen Männer überzeugen. Die vergleichsweise schlappe Serienmotorisierung sorgte aber auch seinerzeit schon für Spott und Häme.

Seinen teilweise fragwürdigen Kultstatus erhielt der Manta erst deutlich später. Das nicht unbedingt positive Image des Mantafahrers wurde durch TV-Sketche und Filme wie „Manta, Manta“ geschickt kokettiert und so eigentlich zu einer Karikatur überstilisiert. Der Manta-Fahrer hieß Manni, sprach Ruhrpott-Slang, hatte ein niedriges Bildungsniveau, machohaftes Verhalten, trug Cowboystiefel, hielt bei jedem Wetter den Ellenbogen aus dem Fenster und hatte viele weitere, von anderen als Peinlichkeiten betrachtete Eigenschaften. 

Neuere Opel-Modelle und die Überwindung der Wirtschaftskrise

Weiteren Zuwachs erhielt die Opel-Familie durch die obere Mittelklasse Senator und den Coupé-Ableger Monza und Anfang der 80er Jahre kam mit dem Corsa erstmal ein Kleinwagen ins Portfolio. Wie bei allen Herstellern ging es von nun an Schlag auf Schlag. Aus dem Kadett wurde der Astra, den es jetzt als Cabrio und Coupé gab. Mit dem Tigra erfand Opel quasi das Kleinwagen-Coupé und mit Sintra, Zafira, Meriva und Agila wurden alle Größen von Vans abgedeckt. Mit dem Frontera und dem Monterey, die von Konzernschwester Isuzu gefertigt wurden, gab es echte Opel-Offroader. Aus Ascona wurde der Vectra. Omega und Senator verschwanden, wie zuvor die Oberklassen Kapitän, Adminral und Diplomat, vollständig aus dem Programm.

Opel hatte sich innerhalb von weniger als 20 Jahren komplett neu ausgerichtet. Aus der eher oberklassen-lastigen Marke wurde ein Hersteller typischer europäischer Volumenmodelle der kleinen und mittleren Fahrzeugklassen. Die amerikanischen Einflüsse verschwanden fast vollständig. Nicht jedoch wirtschaftlich. Im Rahmen der Wirtschaftskrise 2007 und der Fast-Pleite des Mutterkonzerns stand es schlecht um Opel. Obwohl nicht selbst verschuldet, war lange fraglich, ob Opel überhaupt weiterbestehen könne. Diese Ungewissheit schlug sich negativ auf die Verkaufszahlen nieder. Nur mit großer Kraftanstrengung und einer weiteren Modellrevolution konnte sich Opel erholen und sieht mittlerweile einer sichereren Zukunft entgegen.

Neben dem Kompakt-SUV Antara und dem Microvan Agila sorgte dabei insbesondere der technische hervorragende Insignia, der den Vectra und den schwachen Signum ablöste, für die Trendwende. Mittlerweile baut Opel neben den bekannten Alltagsmodellen auch kleine und kleinste Lifestyle-Autos, wie Mokka, Adam und Karl, die sich durch unzählige Individualisierungs-Optionen auszeichnen. Der Imagewandel scheint ein weiteres Mal erfolgreich gewesen zu sein und bis auf kleinere Einschnitte hat sich das Unternehmen auch durch die schlimmste Krise retten können.

* Mehrwertsteuer ausweisbar

** Weitere Informationen zum offiziellen Kraftstoffverbrauch und den offiziellen spezifischen CO2-Emissionen neuer Personenkraftwagen können dem 'Leitfaden über den Kraftstoffverbrauch, die CO2-Emissionen und den Stromverbrauch neuer Personenkraftwagen' entnommen werden, der an allen Verkaufsstellen und bei der Deutschen Automobil Treuhand GmbH unter www.dat.de unentgeltlich erhältlich ist.

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