Oldsmobile: Hochwertige Oldtimer mit langer Tradition

Die US-amerikanische Marke Oldsmobile gehört dem Konzern General Motors. 2004 wurde die Produktion eingestellt. Zu dem Zeitpunkt war Oldsmobile die älteste amerikanische Automobilmarke, die noch Fahrzeuge produzierte. Fans der Marke nennen die Autos seit jeher schlicht und liebevoll „Olds“.

Die Marke Oldsmobile

Das Unternehmen Olds Motor Vehicle Company wurde bereits 1897 in Lansing, Michigan, gegründet. Unter dem Markennamen Olds Motor Works wurde von 1901 bis 1904 das Modell Olds Curved Dash gebaut. Der Olds Curved Dash gilt als das erste in Großserie hergestellte Fahrzeug. Ihm ist noch deutlich die Abstammung von der Kutsche anzusehen. Die ungewöhnliche Fahrzeugfront mit dem nach oben geschwungenen Fußspritzschutz brachte dem Olds Curved Dash seinen Namen ein. 

1908 wurde das Unternehmen durch General Motors gekauft. Nun bot Oldsmobile Fahrzeuge für eine Käuferschicht an, die besser verdiente als die Buick-Käufer, sich aber die teuerste Marke, Cadillac, nicht leisten konnte. Diese Marktaufteilung wurde jedoch mit den Jahren immer weniger strikt, so dass die Preisspanne zwischen dem teuersten und dem billigsten Modell sich bei Oldsmobile und Pontiac fast deckte und Buick nun deutlich teurer war. Die Strategie funktionierte nicht mehr. Zuerst wurde die Modellpalette von Oldsmobile 2000 stark reduziert. 2004 wurde die Marke komplett aufgegeben, um die Markenstruktur zu rationalisieren. 2010 folgten ihr Pontiac, Hummer und Saturn. Die letzten Modelle, die unter der Marke Oldsmobile gebaut wurden, waren Alero, Bravada und Silhouette – die beiden letztgenannten jeweils auch in einer Variante mit Allradantrieb. 

Oldsmobile Cutlass 

Eines der erfolgreichsten Modelle von Oldsmobile war der 1967 eingeführte Cutlass (zu deutsch „Entersäbel“). Die bis 1972 gebauten Fahrzeuge hatten noch das typische Aussehen zeitgenössischer amerikanischer Limousinen mit großer Karosseriebreite, viel Chrom, rahmenlosen Türen und den typischen runden Doppelscheinwerfern, die den amerikanischen Zulassungsvorschriften geschuldet waren. 

Eckiger gezeichnet und von den Abmessungen her noch länger war die seit 1973 bis 1977 gefertigte Baureihe, die den für Oldsmobile typischen zweigeteilten Kühlergrill in neuer Form interpretierte. In allen Abmessungen deutlich kleiner als die beiden Vorgänger war die dritte Baureihe, welche 1977 auf den Markt kam und bis 1981 verkauft wurde. Um die geforderten Flottenverbräuche einhalten zu können, stand nunmehr erstmals auch ein V8-Saugdiesel zur Auswahl. Der Cutlass der 60er und 70er Jahre war von den Abmessungen wie auch vom gesamten Styling her recht deutlich auf den amerikanischen Markt zugeschnitten und wurde nie offiziell nach Deutschland importiert. 

Oldsmobile Ciera

Es folgte eine zwischen 1981 und 1996 bestehende Produktionslücke des Cutlass. In diesem Zeitraum wurde das Modell durch den Oldsmobile Ciera ersetzt. Der Mittelklassewagen stellte während seiner Produktionszeit das beliebteste Modell der Marke dar und wurde über 2,9 Million Mal hergestellt. Ähnlich wie bei Cutlass erhielt die fünftürige Kombivariante des Ciera den Namenszusatz „Cruiser“.

1997 wurde der Ciera wieder durch ein Modell mit dem Namen Cutlass ersetzt. Die deutlich an europäischen Fahrzeugformen orientierte viertürige Limousine war als einzige Motorisierung mit einem 3,1-Liter großen V6-Benziner ausgestattet, der je nach Baujahr zwischen 150 und 160 PS leistete. Bereits 1999 wurde die Produktion jedoch eingestellt, da Oldsmobile das neuere Modell namens Alero im Absatz fördern und sich nicht Konkurrenz im eigenen Haus machen wollte. 

Oldsmobile Toronado

Damals eher noch ungewöhnlich für amerikanische Fahrzeuge war der im 1997er Oldsmobile Cutlass verbaute Antrieb auf die Vorderräder. Allerdings existierte bereits seit 1966 mit dem Oldsmobile Toronado ein modernes amerikanisches Auto mit Frontantrieb. Später wurden auch seine Schwestermodelle mit Frontantrieb ausgestattet – der Cadillac Eldorado 1967, der Buick Riviera erst 1979. 

Der Toronado wurde von 1966 bis 1992 produziert und gehörte der Oberklasse an. Dieses fast zwei Tonnen schwere Auto wurde ausschließlich als zweitüriges Coupé angeboten. Bei seiner Einführung erhielt der Toronado mehrere Preise – unter anderem den dritten Platz bei der europäischen „Auto des Jahres“-Wahl 1966. Für ein US-amerikanisches Auto, das nie offiziell nach Europa importiert wurde, war das keine schlechte Leistung.

* Mehrwertsteuer ausweisbar

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