Mercedes-Benz CE – die Baureihe im Überblick

Mercedes-Benz steht für exklusive Fahrzeuge wie kaum eine andere Marke, die in diesen Stückzahlen produziert. Bis zum Beginn der 80er Jahre gab es bei Mercedes nur Sportwagen und Fahrzeuge, die mindestens in der oberen Mittelklasse angesiedelt waren. Die Baureihe 124, die 1984 vorgestellt wurde, wäre also der kleinste Benz gewesen, hätte man in Stuttgart nicht zur selben Zeit entschieden, mit dem W 201 eine neue Baureihe in der Mittelklasse zu etablieren.

Insgesamt 13 Jahre war die Baureihe 124 das Gesicht der oberen Mittelklasse bei Mercedes und konnte in dieser Zeit auf eine Vielzahl von Modellvarianten zurückblicken. Neben der obligatorischen Limousine und dem für Mercedes ebenfalls schon zum Standard gehörenden T-Modell war insbesondere die Coupé-Variante CE bedeutend.

Das 1987 vorgestellte Coupé  bediente sich bei den Designelementen bei der Limousine, war aber doch relativ eigenständig. Während die Front- und Heckpartie der Limousine übernommen wurden und so die enge Verwandtschaft klar war, war der Rahmen im Vergleich zu den Standard-Varianten verändert. Ein kürzerer Radstand war ein großer Eingriff in die Bodengruppe und machte die CE-Version zu einer eigenen Karosserieform. Trotz des verkürzten Radstands war das Coupé mit 4,76 Metern großzügig dimensioniert und bot auch im Fond Platz für zwei Erwachsene, ohne dass diese sich verbiegen mussten.

Mercedes-Benz CE – der Motor

Bei der Motorisierung des CE konnten die Ingenieure aus dem Vollem schöpfen. Für den Vorläufer der E-Klasse wurde eine breite Palette an Vier-, Sechs- und Achtzylinder-Benzinern sowie Vier-, Fünf- und Sechszylinder-Selbstzünder angeboten. Dennoch entschied man sich, das Coupé ausschließlich mit Vier- und Sechszylinder-Ottomotoren auszustatten.

Den Einstieg bildete der 200 CE, der anfangs mit einem 2,0-Liter-Einspritzer mit 118 PS ausgeliefert wurde. Ab 1992 wurde dieser von einem neu entwickelten, leicht verbesserten 2,0-Liter-Aggregat mit 136 PS angetrieben. Dieser blieb bis zum Ende der Baureihe 1996 der kleinste Motor. Im 220 CE verrichtete seit 1992 ein 2,2-Liter-Motor mit 150 PS seine Arbeit. Außer den 10 km/h mehr Top Speed (210 km/h statt 200 km/h) waren die Unterschiede aber marginal. Der 220 CE löste den in die Jahre gekommenen 2,3-Liter-Motor aus dem 230 CE ab, der aus etwas mehr Hubraum 132 PS entwickelte.

Bei den Sechszylindern war der 300 CE das meistverkaufte Modell. Anfangs mit 180 PS ausgestattet, wurde dieser durch einen 220 PS starken 3,0-Liter-R6 ersetzt, der auf die 4-Ventiltechnik setzte. Diese Motorvariante ist am Namenszusatz „24“ zu erkennen. Ab 1992 wurde auch hier aufgebohrt. Der 320 CE, der nach neuer Nomenklatur ab 1993 E 320 Coupé hieß, leistet ebenfalls 220 PS, konnte aber aus mehr Hubraum ein deutlich höheres Drehmoment auf die Nockenwelle bringen. Dies verbesserte das Beschleunigungs-Verhalten. An den eigentlichen Fahrleistungen änderte es hingegen nichts.

Die besten Modelle der CE-Klasse waren die seit 1991 angebotenen AMG-Versionen. Das auf den eher ungewöhnlichen Namen 300 CE-24 3.4 AMG hörende sportliche Coupé leistete 272 PS aus einem 3,3-Liter-Hubraum – und nicht aus einem 3,4-Liter-Hubraum, wie der Name suggeriert. Damit erreichte der CE, wenn mit 5-Gang-Getriebe oder 5-Stufen-Automatik ausgestattet, die 250-km/h-Marke. Ab 1993 wurde dieser vom E 36 AMG Coupé abgelöst – neuer Name, bewährtes Design. Der nun verwendete 3,6-Liter-R6 leistete ebenfalls 272 PS, konnte aber mit 55 Nm mehr Drehmoment aufwarten. Auch hier war auf der Autobahn bei 250 km/h Schluss.

Die im 400 E, im 500 E und im E 60 AMG erhältlichen V8-Triebwerke wurden für das Coupé zu keiner Zeit serienmäßig angeboten. Auch einen CE-Diesel sucht man vergeblich im Portfolio.

Die Bauformen des Mercedes-Benz CE

Neben der Coupé-Bauform ließen es sich die Entwickler in Stuttgart nicht nehmen, ab 1991 auch eine Cabriolet-Version anzubieten. Diese teilweise auch beim Spezialisten Karmann gefertigte Karosserieform ist neben dem Offensichtlichen durch den Namenszusatz „Cabriolet“ zu erkennen. Bei der Motorisierung wurde das CE Cabrio in denselben Versionen wie das Coupé angeboten. Allerdings wurde das 320 CE Cabrio erst deutlich verzögert auf dem deutschen Markt platziert. In den ersten beiden Jahren wurde es ausschließlich in den USA und Japan verkauft. Das 320 CE Cabriolet war in Deutschland folglich nie erhältlich. Auf den deutschen Markt kam es als E 320 Cabriolet erst im Mai 1993.

Unter den über 2,5 Millionen produzierten 124er Modellen waren insgesamt etwa 175.000 CE. 141.000-mal wurde das Coupé verkauft, der Rest waren Cabriolets. Zum Vergleich: Das T-Modell wurde insgesamt 340.000 verkauft. Mit mehr als 2 Millionen Exemplaren war die Limousine aber unbestritten der Verkaufsschlager der 124er Reihe. Beerbt wurde der CE von dem auf der kleineren C-Klasse basierenden CLK, der fortan als Coupé und Cabrio angeboten wurde.

* Mehrwertsteuer ausweisbar

** Weitere Informationen zum offiziellen Kraftstoffverbrauch und den offiziellen spezifischen CO2-Emissionen neuer Personenkraftwagen können dem 'Leitfaden über den Kraftstoffverbrauch, die CO2-Emissionen und den Stromverbrauch neuer Personenkraftwagen' entnommen werden, der an allen Verkaufsstellen und bei der Deutschen Automobil Treuhand GmbH unter www.dat.de unentgeltlich erhältlich ist.

Mercedes-Benz CE-Klasse (alle)