Aktuelle Angebote für Kombis auf einen Blick

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Kombi – das Familienauto schlechthin

Am Ende des 20. Jahrhunderts wurde so mancher noch belächelt, der einen Kombi sein eigen nannte. Denn meist war das ein Indiz dafür, dass die Lebensfreude der Familienplanung gewichen ist. Der Kombifahrer brauchte Platz – für Wocheneinkauf und Kinderwagen.

Heute ist der Kombi längst kein reiner Lastenesel mehr, sondern hat sich selbst zu Lifestyle-Objekt gemausert. Grund dafür ist nicht zuletzt die Marketing-Maschinerie der Hersteller. War ein Kombi in den 70er und 80er Jahren eher ein Nutzfahrzeug mit meist nur drei Türen und großer Ladefläche, wurden später insbesondere die Vorteile für Familie, Sport und Freizeit in den Vordergrund gestellt.

Lifestyle Kombis mit Charakter

Auch optisch wurden die Kombis nun immer mehr dem neuen Zielpublikum angepasst. Spätestens mit dem Alfa Romeo Sportswagon, der um die Jahrtausendwende eingeführt wurde, wich Funktionalität dem Design. Seitdem gibt es eine Vielzahl von Kombi-Untergruppen, sodass jeder den richtigen für sich findet.

Lifestyle Kombis, wie der Alfa, legen Wert auf ein durchgestyltes Äußeres. Eine meist verhältnismäßig stark schräg abfallende Heckpartie unterstreicht dies. Diese Linie, die fast schon an Coupés erinnert, gibt viel potenziellen Nutzraum zugunsten der Optik auf. Dieses Konzept wurde von den sogenannten Shooting Brakes aufgegriffen, die mittlerweile offiziell in einer Art Grauzone zwischen Kombi und Coupé verortet werden. Der Name Shooting Brake stammt noch aus vorautomobilen Zeiten. Ein Brake oder Break (früher bei vielen französischen Marken ein Synonym für Kombi) war ursprünglich eine Kutsche, die zum Zähmen von Pferden verwendet wurde. Daraus abgeleitet wurde der leichtere Shooting Brake, der für die Jagd entwickelt wurde und mit dem man später Lasten aus dem Forst transportieren konnte. Die coupéartige Linienführung ist dabei keinesfalls neu, sondern wurde in den vergangenen 20 Jahren nur neu entdeckt und zu einem ganz anderen Konzept umdefiniert. Bereits der Volvo P1800 Es folgte 1970 der klassischen Form eines Shooting Brake.

Hochdachkombis, die Lastesel

Auch so genannte Hochdachkombis zählen zu den Kombis. Ihnen gemein ist, dass der Nutzwert zweifellos wichtiger wiegt, als eine extravagante Linienführung. Begründet wurde das Segment der Hochdachkombis Ende der 90er Jahre. Der Citroen Berlingo steht dabei als Urvater dieser Kombi-Gruppe. Hochdachkombis gibt es in mindestens drei signifikant unterschiedlichen Bauformen: als PKW mit fünf Sitzen und einem großzügigen Laderaum, als Kastenwagen und als Doppelkabinenwagen. Der Kastenwagen bietet nur zwei Sitzplätze, dafür aber mehr als einen Kubikmeter verfügbaren Laderaum. Fahrgastraum und Laderaum sind dabei in der Regel räumlich getrennt. Doppelkabinenwagen sind eigentlich Kastenwagen mit einer zusätzlichen zweiten Sitzreihe. Hier ist der Übergang zum Transporter fließend.

Kombi oder Limousine?

Nahezu alle Fahrzeughersteller, die Volumenmodelle anbieten, haben auch Kombis im Angebot. Dabei ist der Kombi keinesfalls auf die Kompakt- oder Mittelklasse begrenzt, auch Kleinwagen oder Oberklasse-Modelle bieten Kombivarianten.

Grundsätzlich gilt, dass ein Kombi etwas teurer als die ihm zugrundeliegende Limousine ist. Das ist zunächst schlicht dem Umstand geschuldet, dass hier mehr Auto angeboten wird. Meist sind zusätzlich Seitenfenster und eine komplexere, schwerere Hecktür vorhanden. Bei vielen Modellen werden heute geteilte Rücksitzbänke verbaut. Diese lassen sich im Gegensatz zu den Limousinen oft noch verschieben und haben eine komplexe Versenktechnik und ebene Ladeflächen. Doch das sollte potenzielle Interessenten nicht abschrecken. Der Wiederverkaufswert eines Kombis liegt in aller Regel höher als der einer Limousine des gleichen Modells. Dieser Wert ist meist weit höher als die Neupreis-Differenz.

Kombis und ihre Namen

Dass es sich bei einem Fahrzeug um einen Kombi handelt, deutet meist ein Zusatz an der Modellbezeichnung an. Viele Hersteller definieren individuelle Namenszusätze, um einen Wiedererkennungswert zu schaffen. Während Toyota, Skoda oder Renault ihre Kombis tatsächlich „Combi“ nennen, heißen sie etwa bei VW „Variant“, bei Audi „Avant“, bei BWM „Touring“ und bei Ford „Turnier“. Manche Hersteller, wie Volvo, unterscheiden die Bauart direkt in der Typenbezeichnung. So ist ein V40, ein V50 und V60 immer ein Kombi und ein S-Modell stets eine Limousine.

Der Kombi ist also längst kein reiner Lastenesel für Handwerker mehr, sondern eine echte Alternative für Familien oder aktive Menschen. Der Wandel in der Käuferstruktur ist dabei hauptsächlich  auf technische Verbesserungen und  die veränderte strategische Ausrichtung zurückzuführen.

* Mehrwertsteuer ausweisbar

** Weitere Informationen zum offiziellen Kraftstoffverbrauch und den offiziellen spezifischen CO2-Emissionen neuer Personenkraftwagen können dem 'Leitfaden über den Kraftstoffverbrauch, die CO2-Emissionen und den Stromverbrauch neuer Personenkraftwagen' entnommen werden, der an allen Verkaufsstellen und bei der Deutschen Automobil Treuhand GmbH unter www.dat.de unentgeltlich erhältlich ist.

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