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Kleinbus – das Pkw-Platzwunder

Mit Freunden zusammen aufs Festival, das wäre toll, aber mit mehreren Autos hunderte Kilometer durch Deutschland fahren? Ganz schön teuer. Da kommt es gerade recht, wenn jemand einen Kleinbus auftreiben kann. Der hat Platz für bis zu acht Passagiere und ist immer noch ein Pkw.

Kleinbus – Definition und Klassifizierung

Ein Kleinbus ist ein relativ klar definiertes Fahrzeug: Er basiert auf einem Transporter, ist mit drei Sitzreihen und Fenstern rundherum sowie mit acht oder neun Sitzplätzen ausgestattet. Kleinbus ist dabei eigentlich ein irreführender Begriff, handelt es sich dabei doch nicht um einen Bus im eigentlichen Sinne, sondern um einen Pkw mit einem zulässigen Gesamtgewicht von unter 3,5 t. Für einen solchen Kleinbus ist kein besonderer Führerschein notwendig. 

Abgegrenzt werden Kleinbusse nach oben von den Minibussen. Obwohl „Mini“ einen anderen Eindruck erwecken mag, sind Minibusse tatsächlich  größer als Kleinbusse. Minibusse haben per definitionem mehr als neun Sitzplätze. Hier bedarf es bereits eines Führerscheins zur Fahrgastbeförderung sowie der Führerscheinklasse D. Das Mindestalter zur Fahrgastbeförderung beträgt, wie bei allen Omnibussen, 21 Jahre. Nicht zuletzt deshalb erfreuen sich Kleinbusse großer Beliebtheit, ist doch, zumindest bei privater Nutzung, kein extra ausgebildeter Fahrer notwendig. Das Basisfahrzeug ist dabei nicht ausschlaggebend für die Fahrzeugklasse. Klein- oder Minibus können gleichermaßen auf demselben Modell aufbauen, unterschieden werden sie nur nach der Anzahl der vorhandenen Sitzplätze.

Nach unten grenzt man Kleinbusse zu den Großraumlimousinen beziehungsweise Familien-Vans ab. Auch diese bieten in der Regel drei Sitzreihen. Anders als bei den Kleinbussen können hier aber maximal 7 Personen Platz finden. Die erste und dritte Sitzreihe bietet dort nur je zwei vollwertige Sitzplätze. Bei einem Kleinbus sind es zumindest in der dritten Reihe stets drei.

Kleinbusse: die Modellgeschichte

Namenspate für den Kleinbus war der VW T1. Der T1 hatte neben der Transporter-Ausführung auch eine Bus-Variante. Diese war mit hochwertigeren Materialen ausgeschlagen und hatte neben fünf separaten Seitenfenstern in der Version Samba auch auf Höhe der Dachreling kleine Fenster. Lange Zeit war VW mit diesem Konzept allein auf dem Markt. Versuche anderer Hersteller, mit ähnlichen Modellen Marktanteile zu erobern – wie Ford mit dem Transit oder Renault mit dem Estafette – gelten zumindest in Deutschland als gescheitert. Auf der anderen Seite des Eisernen Vorhangs, abgeschnitten von den Verfügbarkeiten des Westens, etablierte sich der Barkas B 1000 als marktbestimmender Vertreter für Kleinbusse. Ohne echte Wettbewerbs-Situation wurden vom B 1000 über 175.000 Stück gebaut, die meisten in Busform. 

Zu Beginn der 60er Jahre war der Barkas absolut auf dem Stand der Technik und wäre konkurrenzfähig gewesen. Doch die Wende 1990 bedeutete das Aus für den schrulligen Transporter, denn die 30 Jahre alte Technik hatte längst den Anschluss an den Zahn der Zeit verpasst.

Dafür begannen aber andere Hersteller, die Vorherrschaft von Volkswagen in diesem Segment zu torpedieren. Immer mehr Anbieter, sowohl aus Deutschland als auch aus Japan, begannen mit eigenen Kleinbussen den ständig steigenden Bedarf gerade in den afrikanischen und asiatischen Schwellenländern zu bedienen. Insbesondere Toyota Hiace und Mitsubishi L300 erfreuten sich gerade in diesen Regionen der Welt größter Beliebtheit. Der Bedarf an Kleinbussen als öffentlichen Verkehrsmitteln war dort aufgrund schlechter oder enger Straßen und einer Vielzahl notwendiger Kurzstrecken groß.

Der moderne Kleinbus: praktisch und familienfreundlich

Heute gehören Kleinbusse wie selbstverständlich zum Straßenbild. Dabei ist es mitnichten so, dass diese ausschließlich gewerblich genutzt werden. Längst haben sich VW T5 und Co. auch als Familienfahrzeuge etabliert. Kinderreiche Familien wissen es zu schätzen, auch mit mehr als 5 Personen ausreichend Platz für Gepäck zu haben. Neben dem bereits erwähnten VW sind es heute der Citroen Jumpy, der Peugeot Expert, der Renault Trafic und der Viano sowie die V-Klasse von Mercedes Benz, die dem Urgestein Marktanteile abringen können. Eine hochwertige Ausstattung, ein Armaturenbrett wie in einem Pkw und entsprechende Fahreigenschaften lassen die Unterschiede zu Vans immer kleiner werden. Selbst in kleineren Haushalten wird heute gern auf einen Kleinbus gesetzt, wenn beispielweise Fahrräder oder Surfboards transportiert werden müssen.

Kleinbusse werden heute längst nicht mehr nur als Nutzfahrzeuge wahrgenommen. Jeder, der jemals vor dem Problem stand, mit einer Gruppe gemeinsam von A nach B zu gelangen, ist froh, auf ein solches Modell zurückgreifen zu können. Kleinbusse bieten so gesehen das Beste aus beiden Welten.

* Mehrwertsteuer ausweisbar

** Weitere Informationen zum offiziellen Kraftstoffverbrauch und den offiziellen spezifischen CO2-Emissionen neuer Personenkraftwagen können dem 'Leitfaden über den Kraftstoffverbrauch, die CO2-Emissionen und den Stromverbrauch neuer Personenkraftwagen' entnommen werden, der an allen Verkaufsstellen und bei der Deutschen Automobil Treuhand GmbH unter www.dat.de unentgeltlich erhältlich ist.

Van/Kleinbus