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Fiat: der Kleinwagen-Spezialist

Wenn man von italienischen Autos spricht, hat man in der Regel einen roten Sportwagen von Ferrari vor Augen. Vielleicht auch einen schicken Alfa Romeo, einen kleinen Lancia oder einen luxuriösen Maserati. Allen diesen Fahrzeugen ist neben ihren italienischen Wurzeln noch etwas gemein – sie alle gehören zu Fiat.

Die sportlichen Anfänge von Fiat

Fiat (Fabbrica Italiana Automobili Torino) wurde 1899 in Mailand gegründet. Die Produktion von Automobilen begann sofort, auch wenn die Jahresleistung von etwa 20 Stück noch recht überschaubar war. Trotz zunächst geringer Stückzahlen waren die Ambitionen der Mailänder hoch, auch im Rennsport Erfolge zu feiern. Auch wenn man Fiat heute nicht mehr unbedingt als Hersteller von Rennwagen vor Augen hat, konnte sich die Marke bis zum Ausbruch des ersten Weltkriegs in diesem Bereich durchaus einen Namen machen. Der Fiat S 57/14 brachte es bereits 1914 auf stattliche 135 PS, schöpfte diese Kraft aber aus immerhin 4,5 Litern Hubraum. Extravagante Motoren-Strategien waren bei Fiat im frühen 20. Jahrhundert überhaupt kein Thema. 

Mit dem Fiat Mefistofele, einem umgebauten Fiat SB4 aus dem Jahre 1908, wurde der absolute Geschwindigkeitsrekord für Landfahrzeuge mit knapp 235 km/h aufgestellt. Angetrieben wurde der 320 PS-Bolide von einem Vierzylinder-Motor mit unglaublichen 18 Litern Hubraum. Einen gänzlich anderen Ansatz verfolgte der Fiat 806. Der 12-Zylinder schöpfte die Leistung von 187 PS aus gerade einmal 1,5 Liter Hubraum. Letztlich reichte es für Fiat nicht mehr. An alte Rennsporterfolge konnte die Marke nicht anknüpfen und entschied sich deshalb für die Produktion alltagstauglicher Fahrzeuge.

Fiat in der Nachkriegszeit

Vor dem 2. Weltkrieg machte sich Fiat mit seinen 500er-Modellen vor allem in der Mittel- und Oberklasse einen Namen. Nach dem Krieg und dem Wiederaufbau wurde die Fahrzeugstrategie hingegen vollkommen umgeworfen. Von nun an lag der Fokus auf Kleinwagen, Kleinstwagen und Kompaktfahrzeugen. Namensgeber der einzelnen Modelle war dabei bis in die 70er Jahre hinein der Hubraum des Motors in Kubikzentimetern. 

Der Fiat 500, das Fiat-Erfolgsmodell der Nachkriegszeit, verdiente den Namen Kleinwagen wirklich. Weniger als drei Meter lang, bot er vier Personen Platz, auch wenn lange Strecken sicherlich keine Option waren. Zum Vergleich: Ein Smart Fortwo ist zwar nochmal etwa 50 cm kürzer, aber dafür deutlich höher und breiter als der kleine Fiat. Auch das Leergewicht des Fiat von unter 500kg sorgte dafür, dass er manchmal wirklich „von Hand“ aus einer Parklücke gewuchtet werden konnte. 

Auf dem anderen Ende des Spektrums stand mit dem Fiat 2300 Coupé ein ebenso eleganter wie sportlicher Wagen, der in der Presse oft als „Ferrari des kleinen Mannes“ bezeichnet wurde. 

Fiat entwickelt neue Strategien

In den 70er Jahren hatte sich Fiat als einer der größten europäischen Fahrzeughersteller etabliert. Wie kaum ein anderer Hersteller weltweit verstanden die Italiener es, auch aus ausgelaufenen Modellen weiterhin Kapital zu schlagen. Fiat-Modelle wurden von kleinen nationalen Herstellern weltweit noch Jahre nach Ende des Modellzyklus in Lizenz weiter gefertigt. Mehr als 20 solcher Fiat-Lizenzmodelle gibt es weltweit.

Ebenfalls in den 70er Jahren erfolgte der Umbruch in der Namensgebung. Jetzt hörten die Modelle auf Namen wie 124, 126, 128 oder 130. Das Problem war, dass man die Größe des Fahrzeugs nicht mehr anhand der Modellbezeichnung ablesen konnte. Während der 126 der kleinste Fiat war, war ein 124 ein Mittelklassemodell und der 130 gehörte in die obere Mittelklasse. Bereits in den 80er Jahren rückte man in der Kundenkommunikation wieder von diesem System ab. Nach außen hin hießen die neuen Fiats nun Cinquecento, Panda, Punto, Tipo oder Croma, später dann Bravo, Stilo, Linea oder Marea. Intern sind die Hunderter-Zahlen aber weiterhin in Verwendung.

Auch konzentrierte man sich unter der Marke Fiat von nun an ausschließlich auf die kleineren Fahrzeugsegmente bis zur Mittelklasse. Ähnlich wie Volkswagen in Deutschland akquirierte Fiat zunächst viele meist inländische Marken, wie Lancia, Maserati und Alfa Romeo. Diese produzierten alle unter der eigenen Marke weiter und ergänzten so das Segmentportfolio. Andere Marken, wie Dino, Innocenti oder Autobianchi, gingen vollständig in Fiat auf. Auch Ferrari gehört seitdem zum großen Fiat-Konglomerat, wenn auch „nur“ zu 90 Prozent.

Fiat Chrysler Automobiles

Im Jahr 2014 übernahm Fiat den schwächelnden Chrysler-Konzern zu 100 Prozent. Seither vermarkten die Mailänder auch Modelle der Marken Chrysler, Jeep, Dodge und Ram entweder direkt oder unter den europäischen Marken Lancia und Fiat. So hat das 2011 eingeführte SUV Fiat Freemont eigentlich die Gene des Dodge Journey, der Lancia Voyager ist unverkennbar ein Chrysler Voyager und auch die Obere-Mittelklasse-Limousine Lancia Thema trägt klar die Züge des Chrysler 300.

 

* Mehrwertsteuer ausweisbar

** Weitere Informationen zum offiziellen Kraftstoffverbrauch und den offiziellen spezifischen CO2-Emissionen neuer Personenkraftwagen können dem 'Leitfaden über den Kraftstoffverbrauch, die CO2-Emissionen und den Stromverbrauch neuer Personenkraftwagen' entnommen werden, der an allen Verkaufsstellen und bei der Deutschen Automobil Treuhand GmbH unter www.dat.de unentgeltlich erhältlich ist.

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