Dutton Cars: Von Kit Cars zu Amphibienfahrzeugen

Dutton Cars war ein britischer Fahrzeughersteller mit Sitz in der Stadt Worthing in der südenglischen Grafschaft Sussex in Großbritannien. Das Unternehmen wurde 1969 als Dutton Sports Ltd. gegründet, 1973 zu Dutton Cars Ltd. umbenannt und 1989 aufgeteilt und verkauft. Das Unternehmen spezialisierte sich auf sogenannte „Kit Cars“ – quasi Bausätze, die der Kunde erwerben und dann in Eigenarbeit sein eigenes Auto zusammenbauen kann. Nach Absatzzahlen gerechnet, war Dutton während der Zeit seines Bestehens der größte Hersteller von Kit Cars weltweit. Seit 1994 produziert der Firmengründer Tim Dutton-Woolley Amphibienfahrzeuge. Das neue Unternehmen heißt Tim Dutton Amphibious Cars Ltd.

Das erste Modell: Dutton B-Type

Dutton-Woolley schloss im Jahre 1969 eine fünfjährige Ausbildung zum Werkzeugmacher bei einem britischen Automobilzulieferer erfolgreich ab. Zu dieser Zeit fertigte Woolleys Ausbildungsunternehmen Karosserieteile für Jaguar. Woolley hatte schon immer vor, eine eigene Automobilmarke zu besitzen. Nach einem ersten Prototyp war es im Oktober 1971 dann tatsächlich soweit: Mit einem kleinen Team an Mitarbeitern stellte Dutton den B-Type als erstes serienmäßig vertriebenes Fahrzeug auf die Räder. Dabei handelte es sich um ein Kit Car. Zur damaligen Zeit war diese ungewöhnliche Darreichungsform mit erheblichen wirtschaftlichen Vorteilen für Anbieter und Käufer verbunden, da sich so Zoll und andere Kosten, die auf komplette Fahrzeuge erhoben wurden, umgehen ließen. 

Die Technik im Dutton B-Type stammte weitgehend vom Triumph Herald, der bereits 1959 vorgestellt wurde. Die Form des Fahrzeugs lehnte sich (wie zu der Zeit fast bei allen Herstellern) grob an das Design des Lotus Super Seven an. Der B-Type war jedoch von vorne sofort an seiner eckigen Kühlergrill-Öffnung zu erkennen. 

Dutton hatte für die gestaltgebenden weiteren Komponenten wie beispielsweise Heckleuchten im Laufe der Jahre allerdings immer wieder auf verschiedene zeitgenössische Lieferanten zurückgegriffen. So ergab sich für den Fahrzeug sowohl in der ersten Serie wie auch für den Nachfolger B Plus Serie 2 stets ein etwas skurriler Gesamteindruck.

Dutton Phaeton

Der 1977 vorgestellte Dutton Phaeton war der Nachfolger des B-Type, welcher allerdings parallel zum Phaeton bis zum Ende der Marke Dutton weitergebaut wurde. Die Technik des Phaeton wurde von Ford-Modellen übernommen: zuerst vom Cortina, der in den 1960er Jahren große Erfolge im Motorsport hatte, danach vom Escort, der nicht minder erfolgreich war.

Dutton Mariner

1995 stellte die Tim Dutton Amphibious Cars Ltd. den Mariner vor. Das Amphibienfahrzeug existiert in zwei Versionen. Die lediglich frontangetriebene Basisversion basiert auf dem Ford Fiesta der dritten Generation, der seit 1989 gebaut wurde. Von Ford wurden für die Konstruktion des Dutton Mariner wesentliche Aggregate übernommen, wie Motor, Getriebe, der gesamte Antriebsstrang. Auch große Teile der Innenausstattung des Mariner stammen vom Ford Fiesta. 

Die Allradversion des Dutton Mariner hingegen basiert auf der blattgefederten Version des Geländewagens Suzuki SJ413. Sie war mit einem 1,3-Liter-Benziner oder einem 1,9-Liter-Dieselmotor verfügbar. Beide Motoren wurden ebenso wie die gesamte Antriebstechnik von Suzuki übernommen. Getriebe und weitere Teile wurden für den Antrieb der notwendigen Schiffsschraube modifiziert und wasserdicht abgedichtet.

Dutton Commander

Der 1995 vorgestellte Dutton Commander existiert, wie sein Schwestermodell Mariner, in zwei Versionen. Die Allradversion basiert auf dem Geländewagen Suzuki Samurai und wird von einem 1,9 Liter großen Turbodiesel angetrieben. Der Commander verfügt wie das Basisfahrzeug Samurai über ein Fünfganggetriebe mit zusätzlichem Untersetzungsgetriebe. Die konventionell zweiradgetriebene Version des Dutton Commander basiert auf dem Ford Fiesta der vierten Generation. Prinzipiell handelt es sich also bei beiden Versionen um völlig unterschiedliche Fahrzeuge.

 

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