Donkervoort: Inspiration durch den Lotus Seven

Donkervoort Automobielen B.V. ist ein niederländischer Kleinstserienhersteller, der sich auf die Entwicklung und den Bau von Sportwagen spezialisiert hat. Firmensitz von Donkervoort ist im niederländischen Lelystad in der Provinz Flevoland bei Amsterdam. Das Unternehmen wurde 1978 durch Joop Donkervoort gegründet.

In den Anfangsjahren baute Donkervoort, ähnlich wie einige Wettbewerber derselben Sparte zur gleichen Zeit, mit dem S7 und S8 das berühmte Konstruktionskonzept des Lotus Seven nach, das sich allerdings in erheblichen Teilen vom Original unterschied. Der Vorteil dieser Vorgehensweise lag dennoch in der bewährten Konstruktion der einzelnen Baugruppen und folglich der Einsparung sonst fälliger Entwicklungskosten. In Details wiesen aber die S7 und S8 durchaus schon Verbesserungen gegenüber dem Vorbild Lotus Seven auf.

Donkervoort S7

Der Donkervoort S7 ist ein zweisitziger Roadster nach dem Vorbild des Lotus Seven. Das Fahrzeug erschien 1978 auf dem Markt und war teils mit bewährter und angepasster Großserientechnik (Achsen, Motor, Getriebe) ausgestattet, einige Detaillösungen kamen von Donkervoort selbst. Der 84 PS starke S7 wurde bis 1984 produziert. 

Donkervoort S8, S8A, S8AT

1985 wurde er durch die verbesserte Version S8 ersetzt. Der Motor leistete zunächst 110 PS. In dem ab 1984 angebotenen S8A waren es 117 PS. Ab 1986 brachte es der S8AT mit turboaufgeladenen Motoren auf 170 beziehungsweise 190 PS. Im S8 waren typische technische Feinheiten verbaut, die sonst nur in reinrassigen Rennwagen zu finden sind, zum Beispiel eine einstellbare Bremsbalance für Vorder- und Hinterachse. Der S8 wurde in seiner letzten Ausbaustufe, S8AT, bis 1994 produziert.

Donkervoort D10

Der Donkervoort D10 kam 1988 zum zehnjährigen Firmenjubiläum der Marke heraus und war das erste vollständig eigenentwickelte Fahrzeug von Donkervoort. Nur noch äußerlich erinnerte die Form des D10 an das Vorbild Lotus Seven. Beim D10 handelt es sich um eines der seltensten Fahrzeuge der Welt: Von dem Modell wurden nur 10 Stück – entsprechend des zehnjährigen Bestehens von Donkervoort – gebaut.

Donkervoort D8 Zetec

Der Donkervoort D8 Zetec wurde von 1993 bis 1998 gebaut. Er zeichnet sich durch die konsequente Verwendung von kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff ("Kohlefaser") aus, was sich erheblich auf das Gewicht des Fahrzeugs auswirkt. Gegenüber dem konstruktiv ähnlichen S8AT konnte es um immerhin 50 Kilogramm gesenkt werden. 

Donkervoort D8 Cosworth

Der Donkervoort D8 Cosworth war mit seinen 220 bis 280 PS starken, durchgehend turboaufgeladenen Antriebsaggregaten eines der schnellsten Fahrzeuge seiner Zeit (1994-1998). Es gab – wie schon beim D8 Zetec – zwei Karosserievarianten: Der Cosworth Classic hatte traditionelle lange Kotflügel, der Cosworth Sport so genannte Cyclewings, welche die ansonsten freistehenden Räder nur im gesetzlich gerade noch erlaubten Rahmen abdecken.

Donkervoort D8 Audi

Waren in den früheren Modellen bis einschließlich des Donkervoort D8 Zetec Ford-Motoren verbaut, wechselte Donkervoort mit dem D8 Audi erstmals von dem rheinischen zu dem bayrischen Hersteller als Motorenlieferant. Mit dem Wechsel gingen erhebliche Verbesserungen in Sachen Emissionswerte einher. Auch das Chassis des Fahrzeugs war ab dem D8 Audi eine vollständige Eigenkonstruktion von Donkervoort.

Donkervoort D8 Audi (E-gas) Wide Track

Der Donkervoort D8 Audi (E-gas) wog lediglich 630 Kilogramm und konnte dadurch in Verbindung mit dem bis zu 270 PS starken Audi-Motor besonders schnell. Sprints aus dem Stand bis auf 100 Stundenkilometer waren dank des sehr geringen Leistungsgewichts schon in 3,8 Sekunden machbar. 

Donkervoort D8 270 RS

Der Donkervoort D8 270 RS entstand als Hommage an den D8 RS, mit dem die Marke 2004 erstmals den Rundenrekord für straßenzugelassene Fahrzeuge auf der Nordschleife des Nürburgrings um ganze 15 Sekunden unterboten hatte, der bis dahin von einem 612 PS starken Porsche Carrera GT gehalten wurde. Die Bestmarke von 2004 konnte 2005 nochmals um gute drei Sekunden verbessert werden. Der Donkervoort D8 270 RS wurde in einer Auflage von 25 Exemplaren hergestellt. 

Donkervoort D8 GT

Der Donkervoort D8 GT wurde 2007 vorgestellt. Er ist der erste Donkervoort mit geschlossener Karosserie und ist somit auch als Reisewagen beschränkt einsatztauglich. Dabei wiegt er nur 650 Kilogramm.

Donkervoort D8 GTO

Der Donkervoort D8 GTO wurde mit einem neuen Motor ausgestattet: Der 2,5-Liter-TFSI-Fünfzylinder stammt weiterhin von Audi undleistet 340 bis 380 PS. Das Fahrzeug zeichnet sich durch extreme Leistungswerte aus. Durch den konsequenten Einsatz von Verbundwerkstoffen (so besteht die Karosserie zu circa 90 Prozent aus Kohlenstofffaser) wird ein Leistungsgewicht von nur 1,8 Kilogramm pro PS erreicht. Dadurch erreicht der Donkervoort D8 GTO die Fahrleistungen eines schnellen Motorrads der 1000er-Klasse: nur 2,8 Sekunden von 0 auf 100 und 8,6 Sekunden von 0 auf 200 Stundenkilometer. 2015 wurde das Sondermodell Bilster Berg Edition vorgestellt, welches unter anderem weitere 10 Kilogramm Gewicht einspart.

 

* Mehrwertsteuer ausweisbar

** Weitere Informationen zum offiziellen Kraftstoffverbrauch und den offiziellen spezifischen CO2-Emissionen neuer Personenkraftwagen können dem 'Leitfaden über den Kraftstoffverbrauch, die CO2-Emissionen und den Stromverbrauch neuer Personenkraftwagen' entnommen werden, der an allen Verkaufsstellen und bei der Deutschen Automobil Treuhand GmbH unter www.dat.de unentgeltlich erhältlich ist.

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