Bild: Stromheizung

Stromheizung

Heizen mit Strom gehört zu den teuersten Heizungsarten überhaupt. Verbraucher mit einer Stromheizung waren zudem lange an ihren örtlichen Stromversorger gebunden, da dieser meist als einziger spezielle Heizstromtarife mit Tagstrom (Hochtarif, HT) und Nachtstrom (Niedertarif, NT) angeboten hat. Gas- oder Ölheizungen sind zudem wesentlich umweltfreundlicher als eine Stromheizung: Bei durchschnittlicher Nutzung wird für die Erzeugung des Heizstroms um die Hälfte mehr CO2 ausgestoßen als bei der Verbrennung von Öl oder Gas. Zumindest im Bereich der Kosten ist Entlastung in Sicht: Immer mehr überregionale Stromversorger bieten Heizstromtarife an. Durch einen Anbieterwechsel können Verbraucher mit Stromheizung je nach Wohnort die jährlichen Stromkosten deutlich reduzieren.

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Nachtspeicherheizung – die klassische Stromheizung

Nachtspeicherheizungen laden sich nachts auf, wenn der Strom günstiger ist, tagsüber wird die gespeicherte Energie dann zum Heizen genutzt. Der Strom solcher Haushalte wird über einen Zweitarifzähler für Tag- und Nachtstrom bezogen. So ist der hohe Stromverbrauch zum Heizen zwar immerhin günstiger als der Strom tagsüber.

Für andere Anbieter war es aufgrund hoher Netznutzungsentgelte und mangelnder Transparenz schlicht nicht rentabel genug, ebenfalls Nachtstromtarife anzubieten. Nun öffnet sich der Markt langsam.

Auch bei anderen Heizungsarten braucht die Heizungspumpe Strom

Auch bei Haushalten, die nicht mit Strom heizen, macht sich die Heizung auf der Stromrechnung bemerkbar. Denn damit die Zentralheizung läuft, wird eine Heizungspumpe benötigt, welche mit Strom betrieben wird. Diese verteilt das aufgeheizte Wasser und damit Wärme an die einzelnen Heizkörper im Haus. Gerade ältere Modelle sind häufig jedoch überdimensioniert und verbrauchen unnötig viel Strom. Der Aufwand für den Austausch gegen ein neues, energieeffizientes Modell ist nur gering, bereits nach drei bis fünf Jahren sind die Kosten für Anschaffung und Einbau durch die verringerten Stromkosten wieder hereingeholt. Manchmal kann es aber auch schon genügen, die Heizung vom Fachmann durch einen hydraulischen Abgleich optimieren zu lassen.

Wärmepumpen fördern Heizenergie aus dem Boden – mit Strom

Die Nutzung einer Wärmepumpe bedeutet zumeist niedrigere Heizkosten als bei einer Öl- oder Gasheizung. Für den Betrieb der Wärmepumpe wird jedoch Strom benötigt. Viele örtliche Versorger bieten spezielle Stromtarife für Wärmepumpen an, die günstiger als normale Hausstromtarife sind – eine Verpflichtung dazu besteht jedoch nicht, so dass Verbraucher schlimmstenfalls mit gewöhnlichen Hausstromtarifen vorliebnehmen müssen. Bevor man sich eine Wärmepumpe anschafft, sollten also die verfügbaren Sondertarife und Tarifkonditionen geprüft werden. Die günstigeren Wärmepumpentarife entstehen dadurch, dass in Spitzenzeiten mit sehr hohem Strombedarf kurzzeitig die Wärmepumpe abgeschaltet werden kann.

Mit einer Wärmepumpe ist man von der Preisentwicklung für Öl oder Gas unabhängig. Zudem ist sie umweltfreundlicher, da kein Verbrennungsprozess stattfindet und daher auch keine CO2-Emissionen entstehen. Besonders umweltschonend ist es natürlich, die Wärmepumpe mit Ökostrom aus ebenfalls erneuerbaren Energiequellen zu betreiben – sofern vom örtlichen Versorger ein entsprechender Tarif angeboten wird.

Wärmepumpen entziehen der Umwelt Wärme, beispielsweise dem Boden oder Grundwasser. Je nach Verwendung und örtlichen Gegebenheiten gibt es hier mehrere Möglichkeiten. Gemeinsam haben sie, dass Strom benötigt wird, um diese Umweltenergie auch zum Heizen zu nutzen. Damit die Wärmepumpe effizient ist, muss allerdings das Verhältnis zwischen der erzeugten Wärmeenergie und dem dazu eingesetzten Strom stimmen: Die Wärmepumpe sollte weder über- noch unterdimensioniert sein und ihre Leistung dem tatsächlichen Heizenergiebedarf entsprechen.


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