Bild: Ölheizung ©by-studio/fotolia.com

Öltankversicherung

Heizöl ist einer der wichtigsten Energielieferanten in Deutschland und mehrere Millionen Haushalte werden damit beheizt. Um eine Ölheizung nutzen zu können, braucht man jedoch einen Öltank. Von diesem Tank gehen einige Gefahren aus. Daher ist es sinnvoll, eine Öltankversicherung abzuschließen.

Die Risiken eines Öltanks

Die größte Gefahr bei Öltanks besteht darin, dass Öl aus dem Tank austritt und in den Boden versickert. Dies kann durch Lecks passieren, welche bei alten Öltanks natürlich viel häufiger auftreten als bei neuen. Jedoch sind auch Besitzer von neuen Öltanks nicht vor dem Austreten des Öls sicher, denn dies kann auch beim Befüllen des Tanks passieren. Um das Risiko möglichst gering zu halten, sollte immer auf ein sachgemäßes Einfüllen des Öls geachtet werden.

Wird Heizöl im Gebäude verschüttet, können schwere Schäden entstehen. Richtig teuer wird es jedoch, wenn Öl ins Erdreich sickert und das Grundwasser verunreinigt: Die Erde muss komplett entfernt und als Sondermüll vernichtet werden. In besonders schlimmen Fällen kann es dazu kommen, dass das Grundwasser derart stark verseucht wird, dass Menschen erkranken. Ihnen stehen in der Folge Behandlungskosten und Schmerzensgeld zu.

Da in Deutschland die sogenannte Gefährdungshaftung gilt, müssen Öltankbesitzer für sämtliche Schäden aufkommen. Auch dann, wenn sie keine persönliche Schuld trifft. Sie werden im Ernstfall zur Verantwortung gezogen und müssen mögliche Regressforderungen eigenständig beim Verursacher geltend machen. Da Schäden durch das Auslaufen von Heizöl schnell in die Hundertausende gehen können, ist die Öltankversicherung für jeden Öltankbesitzer zwingend notwendig.

Die Versicherung eines Öltanks

Wegen den extrem hohen Kosten, die im Falle eines Schadens auf Sie zukommen können, ist es ratsam, eine Öltankversicherung abzuschließen. Wer einen kleinen Öltank besitzt, sollte jedoch zunächst die Vertragsbedingungen seiner privaten Haftpflichtversicherung prüfen. Teilweise können Tanks in den Versicherungsumfang mit eingeschlossen werden. Ist dies nicht der Fall, sollten Öltankbesitzer eine Versicherung für ihren Tank abschließen, welche meistens als Gewässerschadenhaftpflicht angeboten wird.

Die Kosten einer Gewässerschadenhaftpflicht

Die Kosten für eine Gewässerschadenhaftpflicht sind trotz der hohen Summen, die sie deckt, relativ günstig. Allerdings hängt der Preis von der Größe des Öltanks ab und davon, ob er ober- oder unterirdisch aufgestellt ist. Weil bei unterirdischen Tanks Lecks nicht sofort bemerkt werden, besteht die Gefahr, dass große Mengen Öl an Erdboden und Grundwasser abgegeben werden. Daher sind Versicherungen für unterirdische Tanks etwas teurer, als für oberirdische. Oberirdische Tanks können schon mit einer Summe von unter 40 Euro pro Jahr versichert werden, für unterirdische Tanks gibt es Versicherungen ab etwa 50 Euro pro Jahr. Da sehr viele Versicherer eine Gewässerschadenhaftpflicht anbieten, ist ein Vergleich von Preis und Leistung ratsam.

Das deckt die Gewässerschadenhaftpflicht

Die Gewässerschadenhaftpflicht kommt für Schäden Dritter auf, die durch austretendes Öl entstehen. Dazu gehört der Schaden einer Gewässer- und Bodenverunreinigung und Kosten für die Vermeidung oder Minderung eines drohenden Schadens, was auch als Rettungskosten bezeichnet wird. Außerdem wehrt sie Ansprüche ab, die zu Unrecht erhoben wurden.

Ist die Gewässerschadenhaftpflicht immer nötig?

Falls die normale Haftpflichtversicherung den Öltank mitversichert ist eine Gewässerschadenhaftpflicht nicht notwendig. Dies ist aber die Ausnahme. Durch die extrem hohen Kosten, die durch austretendes Öl verursacht werden können, ist eine Gewässerschadenhaftpflicht immer ratsam, auch wenn sich der Öltank in einem isolierten Kellerraum befindet.

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