Bild: Junges Paar fährt Cabrio im Urlaub ©g-stockstudio/iStock/thinkstock.de

Mallorca-Police

Wer mit einem Leihwagen im Urlaub einen Schaden verursacht, wird schnell auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt. Denn oftmals bleibt der Mietwagennutzer auf einem erheblichen Teil der Kosten sitzen. Von diesem bösen Erwachen bleiben Versicherungsnehmer verschont, die bereits vor Urlaubsantritt bei ihrer Kfz-Haftpflichtversicherung eine sogenannte Mallorca-Police abgeschlossen haben.

Der Begriff „Mallorca-Police“ ist übrigens dadurch entstanden, dass die Deutschen wie gemeinhin bekannt gerne nach Mallorca reisen und dort ebenso gerne das reichhaltige Mietwagenangebot nutzen. Der mit dem Abschluss einer Mallorca-Police erworbene Versicherungsschutz ist aber keinesfalls auf Mallorca oder Spanien begrenzt.

Mallorca-Police schließt die Versicherungslücke    

Selbstverständlich erhalten Kunden im Ausland bei der Anmietung eines Fahrzeugs Versicherungsschutz. Doch muss der Urlauber damit rechnen, dass der hierzulande übliche Kfz-Haftpflichtversicherungsschutz vor Ort nicht in gleichem Umfang vorgeschrieben ist. Verursacht der Mieter des Fahrzeugs einen größeren Unfall, muss er so also womöglich einen Teil des Schadens selbst tragen. Das ist ärgerlich, aber vermeidbar. Die Mallorca-Deckung soll diese Versicherungslücke schließen. Mit dem Abschluss der Zusatzversicherung, die bereits vor dem Urlaub erfolgt sein muss, wird eine höhere Versicherungssumme als die im Urlaubsland abgesicherte vereinbart. So wird die Deckungssumme mindestens auf die hierzulande gesetzlich festgelegte Mindestversicherungssumme von 7,5 Millionen Euro für Personenschäden und 1,12 Millionen Euro für Sachschäden erhöht.

Mallorca-Police gilt in ganz Europa        

Auch wenn der Name anderes vermuten lässt, ist die Mallorca-Deckung nicht auf die spanische Ferieninsel begrenzt. Der mit der Mallorca-Police erworbene Versicherungsschutz erstreckt sich über ganz Europa sowie die Mittelmeeranrainerstaaten und die Kanaren.

Mallorca-Police ist oftmals bereits in der Haftpflicht enthalten

Wer für seinen Urlaub die Anmietung eines Fahrzeugs geplant hat, schaut am besten erstmal in den Unterlagen seiner Kfz-Haftpflichtversicherung nach. Manche Versicherer schließen nämlich die Mallorca-Deckung in die Haftpflicht mit ein. So spart man sich Extrakosten und fährt trotzdem im Urlaubsland mit dem Mietwagen auf Nummer Sicher. Ist die Mallorca-Deckung nicht im Versicherungsumfang enthalten, kann der Versicherte die Zusatzversicherung ganz unkompliziert beim Kfz-Haftpflichtversicherer oder beim ADAC abschließen. Außerdem bieten manche Kreditkarten-Unternehmen diverse Mietwagen-Versicherungen als Zusatzleistung an – darunter auch eine europa- oder weltweit gültige Haftpflichtversicherung.

Mallorca-Police ist nicht teuer

Die Mallorca-Police bietet dem Autofahrer im Urlaubsland einen großen Schutz und ist dabei noch nicht einmal teuer. Beim ADAC ist eine solche Zusatzversicherung bereits für 18,50 Euro für die Dauer von einem Monat zu bekommen. Die Mallorca-Deckung des ADAC deckt Sach- und Personenschäden bis zu 10 Millionen Euro.

Auch wer im außereuropäischen Ausland einen Leihwagen mietet, muss nicht auf den richtigen Schutz verzichten. Mit dem Abschluss der sogenannten Traveller-Police, die es beim ADAC für 43,50 Euro für einen Monat gibt, sind Urlauber auf der sicheren Seite. Die Traveller-Police deckt Sach- und Personenschäden bis zu 500.000 Euro.

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Text: Verivox
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