Bild: Gesetzesparagraphen ©Gina Sanders/fotolia.com

Kreditwesengesetz

Das Kreditwesengesetz (KWG) regelt die Geschäftstätigkeit von Banken und Finanzdienstleistungsunternehmen. Schwerpunkte sind die Regulierungen in Bezug auf die Höhe der Kreditvergabe in Relation zum Eigenkapital, Mindestreservehaltung, Einflussnahme der Bafin auf die Geschäftstätigkeit und organisatorische Vorgaben.

Grundlage des KWG

Ziel des KWG ist es, die Kreditwirtschaft so zu steuern, dass auf der einen Seite die Kreditinstitute vor einer Insolvenz geschützt sind, auf der anderen Seite die Einlagen der Anleger nicht gefährdet werden. Damit soll die Kreditwirtschaft generell geschützt sein. Das KWG trat im Jahr 1936 in Kraft. Im Rahmen des KWG wird unter anderem die Betriebserlaubnis für ein Unternehmen mit dem Geschäftsgegenstand Bankgeschäfte geregelt.

Kredite und Einlagen

Im Sinne des KWG erfolgt bei der Analyse eines Kreditinstitutes keine Trennung von Einlagen und Krediten. Über die Meldung der Großkredite und der Einlagen wird sichergestellt, dass beide in gesunder Relation zueinanderstehen. Übersteigt das Kreditvolumen die zulässige Höhe, entscheidet die Bafin, ob die Kreditvergabe zulässig ist oder nicht. Für die Unternehmen besteht eine Auskunftspflicht, in deren Rahmen monatlich die Kennziffern zu den einzelnen Kredit- und Einlagevolumina genannt werden müssen. Bei Krediten wird zwischen standardisierten Krediten, Millionenkrediten und Großkrediten unterschieden. Bezüglich der Großkredite muss die Meldung alle drei Monate erfolgen.

Definition Großkredit

Unter einem Großkredit versteht das KWG alle Kredite an einen Darlehensnehmer in der Summe, sofern diese zehn Prozent oder mehr des haftenden Eigenkapitals der Bank überschreiten. Damit stellt ein Großkredit im Rahmen des Kreditausfallrisikos ein besonderes Risiko für das Kreditinstitut dar. Zur Überwachung werden Großkredite, aber auch Millionenkredite an die Evidenzzentrale der Deutschen Bundesbank, der Abteilung, welche die Kredite der Banken überwacht, zu melden. Bei diesen Krediten handelt es sich nicht nur um Darlehen an Nicht-Banken, sondern schließt auch die institutsübergreifende Kreditleihe mit ein.

Basel II

Dieser Passus, in Deutschland als Solvabilitätsverordnung umgesetzt, regelt die Eigenkapitalanforderungen an eine Bank in Bezug auf die Fremdmittelvergabe. Neben der Risikogewichtung der vergebenen Darlehen basiert Basel II noch auf zwei weiteren Eckpunkten. Bei dem einen handelt es sich um den aufsichtsrechtlichen Überprüfungsprozess, welcher eine kontinuierliche Kontrolle durch die staatlichen Gremien vorsieht. Zum anderen spielt die Kontrolle durch den Markt eine Rolle. Diese wird durch die Offenlegung der Geschäftstätigkeit ermöglicht. Damit können die Marktteilnehmer einschätzen, wie konservativ oder spekulativ ein Unternehmen arbeitet und es entsprechend honorieren oder sanktionieren.

Ratenkredit vergleichen

Euro

Themen von A-Z
Alle Themen im Überblick:
A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W XYZ 0-9
Bild: Gina Sanders
© 2016 – Vergleichen. Vertrauen. Verivox. Das unabhängige Verbraucherportal vergleicht kostenlos Tarife und Produkte in den Bereichen Energie, Telekommunikation, Versicherungen, Finanzen, Fahrzeuge und Immobilien. Verivox verwendet größte Sorgfalt auf Vollständigkeit und Richtigkeit der dargestellten Informationen, kann aber keine Gewähr für diese oder die Leistungsfähigkeit der Anbieter übernehmen.