Bild: Alkohol am Steuer ©ERGO Versicherungsgruppe

Grobe Fahrlässigkeit

Der Begriff „Fahrlässigkeit“ wird im deutschen Recht regelmäßig verwendet und bezieht sich auf die innere Einstellung einer Person. Damit wird ausgesagt, dass jemand einen Schaden oder ein Vergehen zwar nicht bewusst herbeigeführt hat, aber dennoch dafür verantwortlich gemacht werden kann, da es an der jeweils notwendigen Sorgfalt gemangelt hat. Wer einen Schaden willentlich herbeiführt, handelt im Gegensatz dazu „mit Vorsatz“.

Leichte und grobe Fahrlässigkeit

Die Problematik bei Fahrlässigkeit liegt darin, was unter „Sorgfalt“ genau zu verstehen ist. Im juristischen Zusammenhang wird darunter nicht die übliche Sorgfalt verstanden, sondern die tatsächlich erforderliche Sorgfalt. Wird diese nicht an den Tag gelegt, kann nach Bürgerlichem Gesetzbuch von „leichter Fahrlässigkeit“ gesprochen werden. Die grobe Fahrlässigkeit ist nicht genau definiert, der Begriff wird immer dann verwendet, wenn die notwendige Sorgfalt ungewöhnlich stark vernachlässigt wurde. Dazu gehört, dass offensichtliche Sachverhalte nicht wahrgenommen oder selbstverständliche Überlegungen nicht angestellt wurden.

Grobe Fahrlässigkeit bei Versicherungsfällen

Bei einem normalen Versicherungsverhältnis hat die Versicherung im Schadensfall daher die Möglichkeit, dem Versicherten grobe Fahrlässigkeit zu unterstellen, was dazu führt, dass der Schaden von der Versicherung nicht ganz bezahlt werden muss. Wird bei diesen Versicherungen, wie beispielsweise bei der Hausratversicherung oder der Gebäudeversicherung, grobe Fahrlässigkeit nicht mitversichert, bleibt der Versicherte auf dem Schaden sitzen. Es gibt jedoch auch Versicherungsangebote, bei denen von vorneherein der „Verzicht der Einrede wegen grober Fahrlässigkeit“ garantiert wird. In diesem Fall kommt die Versicherung auch bei grober Fahrlässigkeit für den entstandenen Schaden auf.

Kfz-Versicherung und grobe Fahrlässigkeit

Auch einige Kfz-Versicherungen verzichten mittlerweile auf die Einrede bei grober Fahrlässigkeit, allerdings mit Einschränkungen. So wird etwa beim Überfahren einer roten Ampel auf die Einrede verzichtet. Dies gilt allerdings nicht, wenn Alkohol oder Drogen im Spiel sind. Vollkommen alleine wird man jedoch kaum gelassen. Seit Januar 2008 gilt das Versicherungsvertragsgesetz, in dem festgelegt wurde, dass auch bei grobem eigenem Verschulden mindestens ein Teilersatz beansprucht werden kann.

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Text: Verivox
Bild: ERGO Versicherungsgruppe
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