Bild: Suchmaschine

Google

Google ist der Name der weltweit bekanntesten Internet-Suchmaschine. Das Unternehmen dahinter, Google Incorporated, sieht seine Aufgabe darin, die Informationen der Welt zu organisieren, allgemein nutzbar und zugänglich zu machen. Das ist gelungen: Google ist mit einem Marktanteil von über 80 Prozent Weltmarktführer aller Internet-Suchmaschinen.

Die beiden Studenten Larry Page und Sergei Brin gründeten im September 1998 das Unternehmen Google Inc. Sechs Jahre später betraten sie mit ihrer Suchmaschine das Börsenparkett – mit riesigem Erfolg. Inzwischen ist das Unternehmen mit einem Wert von rund 160 Milliarden US-Dollar neben Apple die teuerste Marke der Welt (Millward Brown, Stand 2011). Im Jahr 2010 machte die Firma mit ihren rund 20.000 Angestellten einen Umsatz von mehr als 29 Milliarden Dollar.

Wie die Suchmaschine Google arbeitet

Google arbeitet mit Hilfe sogenannter Webcrawler. Das sind Computerprogramme, die automatisch das Internet durchsuchen und Webseiten analysieren. Google folgt den dabei gefundenen Links, um so möglichst alle Seiten in den Suchindex aufzunehmen. Dieser Index ist riesig und wächst ständig: Im Sommer 2008 sollen über eine Billion URLs darin gelistet gewesen sein.

Da Google den Nutzern die Suchergebnisse nach Relevanz sortiert anzeigt, werden die Internetseiten nach Suchbegriffen und Schlüsselwörtern aufgegliedert. Diese sowie über 200 weitere Faktoren spielen bei dem Sortier-Algorithmus eine Rolle, welcher den sogenannten PageRank-Wert errechnet. Der PageRank-Wert misst die Linkpopularität, also die Anzahl und Qualität von Links, die auf die jeweilige Internetseite zielen. Je häufiger eine Seite verlinkt wird, desto höher ist die Linkpopularität dieser Seite und umso höher wird dadurch auch die Relevanz einer Webseite eingeschätzt, was sie wiederum bei den Suchergebnissen weiter vorne auftauchen lässt. Soweit die Theorie – denn wie genau die Seitensortierung funktioniert, bleibt Googles Betriebsgeheimnis.

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Was Google alles bietet

Neben der reinen Suche nach Webseiten bietet Google auch zahlreiche andere Dienste an wie die Volltextsuche nach PDF- oder Microsoft Word-Dokumenten, eine Bildersuche, eine reine Nachrichtensuche mit Google News, den Online Atlas Google Maps und Straßenbilderdienst Google Street View, die Suche nach wissenschaftlichen Werken mit Google Scholar und die Suche nach Produkten in Onlineshops. Dazu kommen der E-Mail-Dienst Google Mail, das Video-Portal YouTube, ein Cloud-Musikdienst, das Online-Kontaktnetzwerk Buzz, die automatische Übersetzung von Webseiten, und zu guter letzt auch die kostenfreien Betriebssysteme Android und ChromeOS sowie der Internet-Browser Google Chrome. Diese Liste könnte noch weiter fortgesetzt werden, denn Google erweitert seine Angebotspalette ständig. Der nächste Clou ist der mobile Bezahldienst für Android-Smartphones namens Google Wallet, außerdem plant Google auch die Suche nach Fluginformationen sowie eine Datenbrille.

Google im Visier von Datenschützern und Kartellbehörden

Die Suchmaschine Google hilft tagtäglich Millionen Verbrauchern dabei, gezielt Informationen im Netz zu finden und sich im Datenwust des Internet zurechtzufinden. Damit fördert Google die Informationsfreiheit – einerseits. Denn auf der anderen Seite hat Google eine Art „Wissensmacht“: Google weiß genau, wer was sucht, wen was interessiert und wer was anklickt. „Don´t be evil“ (Tu nichts Böses) lautet das Unternehmensmotto von Google. Doch in den Augen der Kritiker hält sich das Unternehmen selbst nicht immer daran.

Googles Quasi-Monopol

Zum einen stößt das Quasi-Monopol von Google auf Kritik. In Deutschland laufen über 90 Prozent aller Suchanfragen über Google. Die Konkurrenten, wie beispielsweise Yahoo oder Microsoft Bing, sind mit Anteilen von weniger als drei Prozent weit abgeschlagen. Dass Google seine marktbeherrschende Stellung auch tatsächlich missbraucht, konnte bisher nicht nachgewiesen werden. Unumstritten ist jedoch, dass Google, indem es die Relevanz von Webseiten bestimmt, entscheidet, was „wichtig“ bzw. „gut“ ist und was „unwichtig“ bzw. „schlecht“. Genau darin liegt die Macht von Google und genau das kann für unsere Informations- und Wissensgesellschaft gefährlich werden.

Google und Datenschutz

Doch nicht nur die monopolistische Stellung von Google ruft Kritiker auf den Plan, auch das Thema Datenschutz wird Google immer wieder zum Verhängnis. Zuletzt geriet das Unternehmen in die Schlagzeilen mit dem Straßenbilderdienst Street View, da Hausbesitzer der ungefragten Abbildung ihres Gebäudes im Internet nicht zustimmen wollten. Als dann noch bekannt wurde, dass bei den Kamerafahrten für das Street View-Projekt auch persönliche Nutzerdaten aus drahtlosen Computernetzwerken (WLAN-Daten) aufgezeichnet und gespeichert wurden, erlitt das bis dato so sympathische Internetunternehmen einen gravierenden Image- und Vertrauensverlust.
Doch auch die bei Suchanfragen gespeicherten Nutzerinformationen, welche für die Werbung besonders interessant sind, hinterlassen bei Datenschützern ein mulmiges Gefühl. Google beherrscht den Onlinewerbemarkt mit einem Marktanteil von 80 Prozent, da das Unternehmen in der Lage ist, der Spur des Nutzers durch das Netz zu folgen. So kann Werbung sehr gezielt eingesetzt werden. Nach dem Motto „Sage mir, was Du suchst, und ich sage Dir, wer Du bist“ erlaubt die Speicherung und Analyse von personenbezogenen Suchanfragen weitreichende Möglichkeiten für die Erstellung von individuellen Nutzerprofilen und damit für individuelle Werbung. Das ist ein lukratives Geschäft: 2010 machte Google einen Gewinn von 8,5 Milliarden Dollar dank der personenbezogenen Onlinewerbung, beziehungsweise dank der vielen Millionen Suchanfragen, die wir Nutzer weltweit jeden Tag an Google stellen.


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Text: Verivox, dpa
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