Bild: Flüssiggas

Flüssiggas

Wo kein Anschluss an das Erdgasnetz vorhanden ist, kann Flüssiggas eine Alternative zum Heizöl darstellen. Das Flüssiggas wird ähnlich wie beim Heizöl in einem Tank gelagert, der immer wieder aufgefüllt werden muss. Wer allerdings einen ungünstigen Liefervertrag abschließt, riskiert unnötige Mehrkosten. Daher sollten vor der Anschaffung des Tanks und vor dem Abschluss langfristiger Lieferverträge alle verfügbaren Angebote sorgfältig verglichen werden.

Ein eigener Tank für Flüssiggas ist häufig günstiger

Bereits die Beschaffung des Tanks will gut überlegt sein: „Der Kauf eines eigenen Tanks ist in jedem Fall günstiger als die Miete“, erläutert Birgit Holfert, Energieexpertin der Verbraucherzentrale. Die Wartung des eigenen Flüssiggasbehälters über den TÜV ist einfach und sogar oft günstiger als im Rahmen eines Wartungsvertrags für einen gemieteten Tank. Die notwendigen Sach- und Haftpflichtversicherungen sind ebenfalls problemlos abzuschließen.

Langfristige Verträge für Flüssiggas vermeiden

Bares Geld kann außerdem sparen, wer das Flüssiggas vom jeweils günstigsten Anbieter bezieht. Da die Preisunterschiede zwischen den Anbietern sehr groß sind, sollten es Verbraucher vermeiden, einen langfristigen Vertrag mit einem Lieferanten abzuschließen. Die Warnung vor mangelnder Liefersicherheit ohne langfristige Verträge ist laut Verbraucherzentrale unberechtigt. „Mir ist kein einziger Fall bekannt, in dem Verbrauchern trotz Zahlungsfähigkeit kein Gas geliefert worden wäre“, betont Holfert. Doch auch wer die Vertragskündigung und die Organisation der Eigenversorgung scheut, kann mit dem Anbieter verhandeln und so den Preis erheblich drücken.

Vorsicht geboten ist bei Verträgen, bei denen sich der Lieferant für eine einmalige Anschlussgebühr sowie ein monatliches Entgelt sowohl um den Hausanschluss als auch um den Tank samt rechtzeitigem Nachschub kümmert. Hier kann ein Wechsel des Lieferanten unter Umständen teuer werden. Ob die Kündigung eines solchen Vertrags möglich und wirtschaftlich ist, muss daher im Einzelfall geklärt werden.

Flüssiges Erdgas: LNG

Auch Erdgas lässt sich verflüssigen. So kann es nicht nur über Pipelines, sondern auch im verflüssigten Zustand transportiert werden. "LNG" (Liquefied Natural Gas) wird hergestellt, indem Erdgas auf über -160 Grad Celsius abgekühlt und verflüssigt wird. Das Volumen des Erdgases wird so um das 600-fache abgesenkt. In verflüssigter Form ist das Erdgas nicht giftig und kann auch nicht explodieren. Wenn es jedoch an der Luft verdunstet und diese einen Anreicherungsgrad von 5 bis 15 Prozent erreicht, ist es sehr leicht brennbar.

Der große Vorteil von flüssigem Erdgas ist, dass es mit Tankschiffen transportiert werden kann. Dieser Transport ist im Vergleich zum Gastransfer per Pipeline allerdings sehr viel teurer und rechnet sich erst ab Distanzen von über 3000 Kilometern.

Viele Politiker und Energieexperten erhoffen sich dennoch eine Verringerung der Abhängigkeit von traditionellen Gaslieferanten durch diese Transportmöglichkeit. Während Pipelines die Exporteure und Importeure von Erdgas relativ fest miteinander verbinden, kann verflüssigtes Erdgas ähnlich wie Erdöl mit Tankschiffen überall hin transportiert werden. Durch diesen flexibleren Handelsweg lassen sich eine sehr viel größere Zahl von Verkäufern und Käufern miteinander verbinden.


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Text: Verivox
Bild: VRD
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