In Zeiten ständig steigender Strompreise wird der Einsatz sparsamer Geräte immer wichtiger. Das hat auch die EU erkannt und im Jahr 1992 die Energieverbrauchskennzeichnungsverordnung (EnVKV) mit dem dazugehörigen Energieeffizienzlabel eingeführt. Die Richtlinie wurde 1997 in deutsches Recht umgesetzt. Mithilfe des Energielabels können Verbraucher auf einen Blick sehen, welche Elektrogeräte niedrige Energieverbrauchseigenschaften aufweisen.
Die Ampel für den schnellen Durchblick
Ein Buchstabencode klassifiziert den Energieverbrach. A*** beispielsweise zeigt einen niedrigen Stromverbrauch an, während Geräte mit der Energieeffizienzklasse G zu den Stromfressern zählen. Ein Ampelsystem auf dem Label verdeutlicht dies zusätzlich: grün ist gleichbedeutend mit sparsam, rot geht mit einem hohen Stromverbrauch einher.

Im Laufe der Jahre wurde das System an den technischen Fortschritt, sprich an die verbesserten Energieeigenschaften von Elektrogeräten, angepasst. Waren in Abhängigkeit zur Produktkategorie zunächst nur die Energieeffizienzklassen A bis G relevant, wurden die Klassen sukzessive um die Codes A *, A** und A*** erweitert. Andere Klassen sind entsprechend weggefallen. Hintergrund: Da nahezu alle Produkte im Laufe der Zeit in die Effizienzklasse A fielen, hatte das Label seine Verbraucherrelevanz verloren.
Diese Geräte tragen das Label
Das Energieeffizienzlabel ist für folgende Produkte zwingend erforderlich: Waschmaschinen, Kühl- und Gefriergeräte, Geschirrspüler, TV-Geräte, Wäschetrockner, Raumklimageräte, Elektrobacköfen und Lampen. Weitere werden in den nächsten Jahren hinzukommen. Zum 1. Januar 2013 wird beispielsweise das Label auch für Klimaanlagen zur Pflicht. Staubsauger, Kaffeemaschinen und Wasserkocher werden voraussichtlich auch 2013 folgen.
Das Messverfahren
Die Angaben auf dem Energieeffizienzlabel beruhen auf Messungen unter Laborbedingungen. Die Messungen erfolgen nach einschlägigen EU-Normen. Dennoch sind die Label-Angaben nur Richtwerte, die abhängig von der Nutzung oder dem Gerätestandort abweichen können.
Das Label bietet noch mehr
Neben den Angaben zur Energieeffizienz finden sich auf dem Label weitere Informationen zu den Gebrauchseigenschaften des Produkts.
Beispiele: Maximale Geräuschentwicklung, der jährliche Wasserverbrauch, die Bildschirmdiagonale, Informationen über das Vorhandensein eines Netzschalters (TV), der jährliche Stromverbrauch in kWh, Leistungsaufnahme im Betriebsmodus (TV), die Trockenwirkung von Geschirrspülmaschinen, das Nettovolumen von Kühl- bzw. Gefrierschranken, Schleuderwirkung von Waschmaschinen usw.