Bild: Oldtimer

Benzin

Benzin ist vor allem als Kraftstoff für Fahrzeuge bekannt, der in verschiedenen Sorten erhältlich ist. Es ist ein stark veredeltes Erdölprodukt, das auf chemischer Ebene aus einer Vielzahl von Kohlenwasserstoffen besteht. Die unterschiedlichen Benzinsorten unterscheiden sich durch ihre sogenannte „Klopffestigkeit“, womit beschrieben wird, wie gleichmäßig ein Kraftstoff innerhalb eines Motors verbrannt werden kann. Je höher die Oktanzahl einer Benzinsorte, umso gleichmäßiger kann sie entzündet werden. An der Tankstelle wird diese Zahl mit ROZ („Research-Oktanzahl“) abgekürzt.

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Normalbenzin ist von den Tankstellen verschwunden

Bis vor einigen Jahren konnte an deutschen Tankstellen das sogenannte „Normalbenzin“ mit einer Oktanzahl von 91 gekauft werden. Dieses war in der Regel einige Cent günstiger als Sorten mit höherer Oktanzahl. Normalbenzin war vor allem für ältere Autos günstig, denn für neuere Motorenmodelle wird in der Regel eine Superbenzinsorte mit einer Oktanzahl von mindestens 95 benötigt.

Im Jahr 2007 begannen die Mineralölkonzerne, die Preise für Normal- und Superbenzin aneinander anzugleichen. Als Grund gaben sie an, dass die Großhandelspreise für die beiden Kraftstoffe kaum mehr voneinander abweichen würden. Daher sei Superbenzin billiger geworden. Für Autofahrer gäbe es keinen Grund mehr, bei gleichem Preis den schlechteren Kraftstoff zu kaufen.

Diese Marktbewegung wurde von Automobilverbänden scharf kritisiert. Das Superbenzin sei nicht günstiger, sondern das Normalbenzin teurer geworden. Den Tankstellenbetreibern wie Aral, Shell, Esso und Total ginge es in erster Linie darum, die eigenen Kosten zu drücken und den Gewinn angesichts von rückläufigen Verkaufszahlen zu maximieren.

Dies zeigt sich auch in den Versuchen der Tankstellenbetreiber, teurere Benzinsorten mit einer Oktanzahl von 100 an die Autorfahrer zu verkaufen. Diese höhere Oktanzahl kann zwar zu leichten Steigerungen der Motorleistung führen, tatsächlich sind aber viele Motoren auf 98 Oktan ausgelegt. Wer sich für teure Spezialbenzine entscheidet, sollte daher vorher prüfen, ob das Auto den Vorteil überhaupt nutzen kann.

Der Unterschied zwischen Benzin und Diesel

Beide Kraftstoffe werden aus Erdöl gewonnen und unterscheiden sich hauptsächlich durch ihren Siedepunkt. Benzin ist ein Kraftstoff für Ottomotoren, bei Dieselmotoren wird Diesel als Energielieferant eingesetzt. Benzinmotoren sind leichter und haben schnellere Reaktionszeiten als Dieselmotoren, verbrauchen aber dafür auch deutlich mehr Kraftstoff.

Da sich die beiden Motorarten ganz grundsätzlich voneinander unterscheiden, darf niemals der jeweils andere Kraftstoff getankt werden. Ist dieser Fall doch einmal eingetreten, darf das Auto nicht mehr angelassen werden, andernfalls kann es zu Motorschäden kommen. Das gilt vor allem für Ottomotoren, die mit Diesel betankt wurden. In jedem Fall sollte nach einer falschen Betankung der komplette Tank ausgepumpt und neu befüllt werden.


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