WLAN: Tipps für den sicheren Umgang mit dem drahtlosen Netz
WLAN bietet viele Vorteile: Niedrige Kosten für Router, keine Kabel-Neuinstallationen sowie „Bewegungsfreiheit“ unabhängig vom Standort des Internetanschlusses. Trotzdem haben viele Verbraucher Sicherheitsbedenken gegen die drahtlose Verbindung, bei der die Datenströme über Funk frei zwischen Nutzer und Zugangspunkt fließen.
Hacker könnten in das WLAN-Netz unbemerkt eindringen und z.B. im Namen des Besitzers des Internetzuganges illegal Musik herunterladen oder mit bereits gestohlenen Kreditkarten Bestellungen aufgeben können. Dennoch sind WLAN-Netze sehr sicher, sofern sie richtig konfiguriert wurden. Der Internet-Security-Spezialist BitDefender hat Tipps für die sichere Nutzung drahtloser Verbindungen zusammengestellt.
Standard-Zugangsdaten des Routers ändern
Meist sind WLAN-Router werksseitig mit Default-Zugangsdaten versehen, über die sich der Anwender auf der Administrator-Oberfläche einloggen kann. Im Internet sind diese Informationen oft frei verfügbar, so dass Manipulationsgefahr durch Cyberkriminelle besteht. Daher ist es empfehlenswert, nach Anschluss des Routers die Werkseinstellungen für Benutzername und Passwort umgehend zu ändern. WLAN-Nutzer sollten jedoch Passwörter aus dem Wörterbuch vermeiden. Ein Passwort sollte mindestens 20 Zeichen haben und aus Klein- und Großbuchstaben sowie Zahlen und Sonderzeichen bestehen.
Remote-Zugriff auf den Router deaktivieren
Der Anwender sollte den Fernzugriff auf das administrative Backend ausschalten, sofern keine Möglichkeit besteht, vertrauenswürdige IP-Adressen anzugeben.
Datenströme mit WPA oder WPA2 verschlüsseln
Die Verwendung eines Netzwerkschlüssels verhindert, dass Dritte die Datenströme, die über die WLAN-Verbindung geschickt werden, abfangen können. Optimalen Schutz bietet hier das Verschlüsselungsprotokoll WPA/ WPA2, mit dem die meisten aktuellen Router ausgerüstet sind.
MAC-Zugriffsrechte festlegen
Per MAC-Adapter (Media Access Control) identifizieren sich WLAN-Nutzer beim Router. Um Fremdzugriffe zu verhindern, sollte der Anwender Rechte festlegen, so dass sich nur bestimmte PCs einloggen können.
SSID abschalten
Damit der User verschiedene Netzwerke voneinander unterscheiden kann, geben Router und Zugriffspunkte automatisch ihre Bezeichnung über die Funktion SSID (Service Set ID) bekannt. Datendiebe werden so jedoch auf die drahtlose Verbindung aufmerksam. Stellt der Nutzer dieses Feature ab, sind der Router und die angeschlossenen Geräte nicht mehr sichtbar.
Übertragungsstärke anpassen
Oftmals deckt die Reichweite des WLAN-Routers nicht nur ein einzelnes Gebäude ab, sondern auch einen Teil der Umgebung. Damit Cyberkriminelle die Verbindung nicht unentdeckt per Laptop aus dem Treppenhaus oder vom vor der Tür geparkten Auto aus angreifen, kann der Nutzer die Übertragungsstärke entweder über die Router-Software anpassen oder die Antenne abschrauben. Ein guter Empfang innerhalb des Gebäudes ist nach wie vor gewährleistet. Außerdem sollte der Anwender einen Router nicht in Fensternähe anbringen, da sich die Funkwellen von dort noch besser verbreiten als durch solide Wände.
Richtiges Verhalten bei der Nutzung von Hot Spots
Surft ein Nutzer via Hot Spot-Verbindung an öffentlichen Plätzen, rät BitDefender dazu, Login-Vorgänge wie z.B. beim Online-Banking zu vermeiden. Auf diese Weise können potenzielle Angreifer keine Daten abfangen. Darüber hinaus sollte der Anwender Netzwerke zum Dateienaustausch deaktivieren.

