WLAN-Sicherheit

dpa/tmn
Bild: Junger Mann mit Laptop und Handy im Freien

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DSL-Kunden müssen sich vor heimlichen Mitsurfern in Acht nehmen. So versäumten es viele Anwender immer noch, ihr Funknetzwerk durch eine Verschlüsselung vor den Nachbarn zu schützen, berichtet die in Hannover erscheinende Zeitschrift "ct".

Aber auch bei der DSL-Technik der Provider müssten Kunden mit Sicherheitslücken rechnen: So sei es in Einzelfällen etwa vorgekommen, dass ein Anbieter aus Versehen mehrere Anschlüsse zusammenschaltet. Dadurch könnten DSL-Kunden sich gegenseitig auf die Festplatte schauen und über den Anschluss des anderen surfen.

So musste in einem Fall ein DSL-Kunde der Zeitschrift zufolge beim Blick in die Windows-Netzwerkumgebung mit Schrecken feststellen, dass er unfreiwilligerweise mit einem Kinderporno-Sammler vernetzt worden war. Dadurch hätte er Probleme mit der Polizei bekommen können, weil der Datenverkehr des anderen über seine DSL-Leitung lief. PC-Anwender sollten ihre Internetverbindung daher in jedem Fall von einem Router regeln lassen, um den Überblick über ihre Leitungen zu behalten. Wenn der Computer direkt am DSL-Modem angeschlossen ist, müssten sie zumindest in den Eigenschaften der LAN-Verbindung alle aufgeführten Protokolle abschalten.

Wer über einen öffentlichen WLAN-Hotspot ins Internet will, sollte ebenfalls auf die Sicherheit bei der Funkübertragung achten. Der Datenverkehr ist in der Regel von allen Teilnehmern frei einsehbar.

Bevor es also mit dem Surfen oder E-Mail-Schreiben losgeht, sollte der Anwender auf sichere Dienste wie SSL achten. Ob diese verwendet werden, ist schon an der Webadresse zu erkennen: Beginnt sie mit "https://" statt mit "http://", handelt es sich um eine verschlüsselte Verbindung. Wer die kostenlosen Dienste von Mail- Anbietern nutzt, muss laut der "ct" unter Umständen auf eine kostenpflichtige Variante umsteigen. Oder er arbeitet mit einem Mail-Programm, das sich auf verschlüsselte Datenübertragung einstellen lässt.

Einfacher sei es, den gesamten Datenverkehr zu verschlüsseln. Dazu lässt sich den Experten zufolge ein so genanntes Virtual Private Network (VPN) nutzen, das die Daten durch einen verschlüsselten Tunnel transportiert. Windows XP und Vista bringen VPN-Software für die PPTP-Technik gleich mit. Als Alternative könnten sich die Anwender das Programm Open VPN aus dem Internet herunterladen, das mit Vista allerdings noch nicht funktioniere.




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