Winter-Check für das Eigenheim

dpa/tmn
Bild: Winterlandschaft


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Kälte, Wind, Regen und Schnee lassen nicht nur Menschen im Winter bibbern. Auch Häuser haben es in der kalten Jahreszeit nicht leicht. Damit das Gebäude im Winter keinen Schaden nimmt, ist eine gründliche Inspektion im Herbst für Hausbesitzer ein Muss: Die Suche nach Schwachstellen an der Hülle und das Vorbereiten der Haustechnik auf den Winter sind dabei die wesentlichen Punkte. Der Rundum-Check sollte so frühzeitig stattfinden, dass entdeckte Mängel beseitigt werden können, bevor Schnee und Frost viele Arbeiten erschweren oder gar unmöglich machen.

Dach kontrollieren

Die Kontrolle kann beispielsweise mit dem Dach beginnen. "Selbst der Laie kann lose oder zerbrochene Dachsteine mit Hilfe eines Fernglases erkennen", sagt Herbert Gottschalk, Leiter Bautechnik beim TÜV Süd in München. "Besser ist natürlich die Kontrolle aus nächster Nähe." Auch der Kamin sollte dabei unter die Lupe genommen werden. Feine Risse bleiben allerdings auch dem geschulten Auge oft verborgen.

Deshalb ist der Blick auf die Innenseite des Daches wichtig. "Mindestens alle fünf Jahre sollte der Dachstuhl eingehend inspiziert werden: Dunkle Verfärbungen am Gebälk oder Korrosion an Schrauben sind Hinweise auf eindringendes Wasser", erklärt der Experte. In einem gedämmten, ausgebauten Dachgeschoss sind Feuchtigkeitsflecken an den Wänden oder Verformungen der Wandfläche Anzeichen von Schäden in der Dachdeckung.

Dachrinnen und Abflussrohre

Punkt Zwei auf der Checkliste sind Dachrinnen und Abflussrohre. Sie werden zunächst von Laub und Moos befreit. "Wenn Rinnen oder Fallrohre verstopft sind, staut sich das Wasser. Es sucht sich einen anderen Weg und dringt irgendwo in die Gebäudehülle ein", sagt Kai Warnecke von der Eigentümerschutz-Gemeinschaft Haus & Grund in Berlin. Besonders schwerwiegend werden die Schäden, wenn das Wasser gefriert und sich ausdehnt. "Bei einem Flachdach können verstopfte Abläufe auch zu einer höheren Belastung des Daches und damit zur Einsturzgefahr führen", ergänzt TÜV-Experte Gottschalk.

Die gesäuberten Rinnen und Rohre werden auf mögliche Defekte überprüft. Undichte Verbindungsmuffen und beschädigte Abweisgitter werden ausgetauscht. Besitzt das Haus eine Ringdrainage, sollte ein Fachmann diese regelmäßig prüfen und reinigen. "Sobald Frost droht, müssen die Außenwasserhähne von innen gesperrt, das Restwasser aus den Leitungen entleert und die Außenhähne dann offen gelassen werden", erläutert Warnecke.


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