Webbrowser konfigurieren - Die Privatsphäre im Web schützen
- 1 | Was der Webbrowser alles verrät
- 2 | So schützt man sich vor Cookies und Tracking-Diensten
- Brüssel pocht auf EU-weiten Internet-Datenschutz
- Firewalls: Schutz vor Angriffen aus dem Internet
- Sichere Passwörter: Tipps und Tricks
Webbrowser wie Internet Explorer, Firefox oder Opera sind keine besonders loyalen Programme, sondern verraten Fremden über das Surfverhalten im Zweifel mehr, als den Nutzern bewusst und lieb ist. Mit bestimmten Einstellungen lässt sich die Privatsphäre einigermaßen wahren, allerdings leidet dann mitunter der Surfkomfort.
Tracking-Dienste analysieren das Nutzerverhalten
Es ist verblüffend, wie gut Onlineshops die Neigungen von Käufern erkennen und auf dieser Basis Produkte vorschlagen. Doch selbst ohne eine Registrierung bei Online-Angeboten wird an Dritte einiges über die PC-Ausstattung und die Herkunft des Nutzers "ausgeplaudert". Darüber hinaus versuchen "Tracking-Dienste" wie Google Analytics, das Verhalten der Nutzer zu verfolgen und zu analysieren.
Wie gut das gelingt, wird auch von den Einstellungen des Browsers beeinflusst. "In der Grundeinstellung geben Browser sehr viele Infos preis", sagt Christian Krause, Experte für den Selbstdatenschutz beim Unabhängigen Landeszentrum für Datenschutz (ULD) Schleswig-Holstein in Kiel. Das sei nicht von vornherein problematisch, da die Infos nicht personenbezogen sind. "Allerdings können sie, sofern kombiniert, zum Erstellen eines persönlichen Nutzerprofils dienen."
So überträgt eine Browserstring genannte Browser-Kennzeichnung an die angesteuerte Webseite, welches Betriebssystem in welcher Sprache und welche Bildschirmauflösung man verwendet. Das sind nützliche Infos, da sie zu einer besseren Darstellung verhelfen.
Ausschalten der Funktionen kann zu Komfortverlust führen
Da sind andere Funktionen bedenklicher. Doch bevor Anwender sie ausschalten, sollten sie bedenken: "Die Browserfunktionen sind aus guten Gründen entwickelt worden. Wer sie abschaltet, senkt mitunter massiv Surfkomfort und -geschwindigkeit", erklärt Michael Knott vom Onlinemagazin netzwelt.de in Hamburg.
Dass die Funktion "Referrer" der aktuellen Webseite mitteilt, auf welcher man zuvor war, ist vorteilhaft, wenn etwa mehrseitige Formulare ausgefüllt werden. Allerdings hilft das auch neugierigen Zeitgenossen. Wer das nicht will, umgeht den Referrer: Bei Opera unter "Extras/Einstellungen/Erweitert/Netzwerk". Firefox-Nutzern sind die Erweiterungen "No-Referer" oder "RefControl" behilflich. Der Internet Explorer (IE) sieht eine Deaktivierung nicht vor.

