Umbau auf umweltfreundliche Heizung: Diese Zuschüsse gibt es
- 1 | Fördermöglichkeiten
- 2 | Kosten und Nutzen abwägen
- Was ökologisch bauen wirklich bedeutet
- Energieeffizienz - Energetische Haussanierung
- Wärmepumpe - alternativ heizen und die Umwelt schonen
- Zur Website "Zukunft Haus" der dena
- Zur BAFA-Website: Zuschüsse für regenerative Energieerzeugung
- Richtlinien zur Förderung von Maßnahmen zur Nutzung erneuerbarer Energien im Wärmemarkt
Hausbesitzer, die ihre alte Heizung auf den neuesten Stand der Technik bringen und dabei erneuerbare Energien nutzen möchten, können mit attraktiven Fördermitteln aus dem Marktanreizprogramm (MAP) rechnen. Diese werden über das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) abgewickelt.
"Wir empfehlen Hausbesitzern mit alten Heizungen, ihre Heizungen zu erneuern und die Förderung zu nutzen. Die Investition in eine Solarthermieanlage, Holzpelletheizung oder Wärmepumpe lohnt sich dank sinkender Heizkosten und staatlicher Förderung doppelt", so Thomas Kwapich, Bereichsleiter der Deutschen Energie-Agentur GmbH (dena). Die dena gibt einen Überblick zu den verschiedenen Förderbedingungen für erneuerbare Energien in bestehenden Gebäuden:
Achtung: Seit dem 1. September 2011 gibt es Zuschüsse beim Einbau von Pelletheizungen, Wärmepumpen und Heizkesseln nur unter geänderten Voraussetzungen. Zusammen mit der Pelletheizung muss eine effiziente Umwälzpumpe eingebaut und ein hydraulischer Abgleich durchgeführt werden. Wer einen durch Solarkollektoranlagen unterstützten Heizkessel austauscht, muss neuerdings ebenfalls einen hydraulischen Abgleich vornehmen lassen. Einbau und Abgleich müssen von einem Fachbetrieb vorgenommen werden. Als Nachweis sendet der Verbraucher die Rechnung (in Kopie) zusammen mit dem Antrag für den Zuschuss an das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA).
Solaranlagen
Die Basisförderung für Solaranlagen zur Warmwasserbereitung und Raumheizung durch das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle beträgt ab dem 15. März 2011 je 120 Euro pro Quadratmeter, ab dem 31. Dezember 2011 sinkt die Förderung auf 90 Euro pro Quadratmeter. Solaranlagen zur reinen Trinkwarmwasserversorgung fallen zukünftig aus der Förderung heraus. Die alleinige Energieversorgung von Gebäuden mit Solaranlagen ist derzeit noch nicht möglich. Deshalb werden effiziente Anlagenkombinationen extra gefördert.
Installieren Hausbesitzer zusätzlich zur Solaranlage eine förderfähige Pelletheizung oder Wärmepumpe als Heizsystem, erhalten sie ab dem 15. März 2011 einen weiteren Bonus von 600 Euro, ab dem 31. Dezember 2011 sind es noch 500 Euro. Eine Solarthermieanlage liefert in den warmen Monaten meist genug Energie, um den Warmwarmwasserbedarf eines Hauses zu decken. Der Heizkessel kann dann ausgeschaltet werden.
Holzheizungen
Den Einbau eines neuen Holzpelletkessel mit Pufferspeicher unterstützt der Staat mit mindestens 2.500 Euro. Moderne Holzpelletheizungen funktionieren genauso komfortabel und verlässlich wie konventionelle Heizsysteme. Auch preislich sind sie eine echte Alternative zu Öl und Gas, da ihre Energiekosten in den letzten Jahren konstant niedriger als die der fossilen Rohstoffe waren. Besonders emissionsarme und effiziente Holzpelletkessel sind mit dem Blauen Engel gekennzeichnet.
Wärmepumpen
Bei der Förderung der Wärmepumpe kommt es auf die verwendete Technik an. Hausbesitzer eines Einfamilienhauses, die eine Erdwärmepumpe einbauen, erhalten eine Förderung von maximal 2.400 Euro. Beim Einbau einer Luft-Wasser-Wärmepumpe reduziert sich der Zuschuss auf höchstens 1.200 Euro für ein Einfamilienhaus. Eine Wärmepumpe nutzt die Umgebungswärme des Erdreichs, Wassers oder der Luft als Wärmequelle. Am effizientesten sind Erdwärmepumpen, da das Erdreich im Gegensatz zur Außenluft auch im kalten Winter relativ konstante Temperaturen aufweist. Wärmepumpen lohnen sich nur in gut gedämmten Häusern.
Effizienzhäuser
Wer auch gleichzeitig seinen Energieverbrauch senken möchte, sollte über eine energetische Modernisierung zum Effizienzhaus nachdenken. Ein umfassend gedämmtes Haus verbraucht bis zu 90 Prozent weniger Energie als ein vergleichbarer unsanierter Altbau und kann mit einem dena-Gütesiegel als Effizienzhaus zertifiziert werden. Unter www.zukunft-haus.info erhalten Interessierte weiterführende Informationen.

