Sicher einkaufen im World Wide Web

Verivox, AFP | 09.12.2010
Bild: Frau mit Einkaufstüten


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Halle - Online-Shopping ist bequem: Keine Parkplatzsuche, keine Schlangen an den Kassen und kein Ladenschluss trüben die Einkaufsfreuden. Doch auch im Netz lauern Gefahren und Fallen. Die Verbraucherzentrale Sachsen Anhalt gibt Tipps, worauf Verbraucher beim Shoppen im Internet achten sollten.

Preise vergleichen

Viele Produkte sind im Internet günstiger zu haben als im Ladengeschäft um die Ecke. Doch wenn man wirklich sparen will, muss man auch im Internet die Preise vergleichen.

Auf Zusatzkosten achten

Damit sich die Schnäppchen nicht als Mogelpackung erweisen, sollte auch auf die Zusatzkosten wie Versandkosten, Zustellgebühren oder Zahlungskosten geachtet werden.

Datenschutz

Wie werden die Kundendaten übertragen? Anbieter sollten auf ihren Webseiten eine verschlüsselte Datenübertragung ermöglichen, was eine Einsicht durch Dritte erschwert. Verschlüsselte Datenverbindungen sind am "s" hinter dem "http" in der Adresszeile des Browsers zu erkennen.

Siegel

Viele Online-Geschäfte werden von unabhängigen Experten geprüft und mit Zertifikaten oder Siegeln ausgezeichnet. Dazu gehören etwa "Geprüfter Online-Shop EHI", "S@fer-Shopping" vom TÜV Süd und "Trusted Shops". Manche Siegel sind aber weniger vertrauenswürdig, hier ist Vorsicht geboten.

Anbietertransparenz

Wer wird Vertragspartner? Bevor man im Internet seine Bestellung mit einem Mausklick abschickt, sollte man sich vergewissern, dass der Firmenname, die ladungsfähige geographische Adresse und der Verantwortliche des Anbieters leicht aufrufbar sind. Nur so weiß man, mit wem man es zu tun hat und an wen man sich wenden muss, wenn beispielsweise etwas Falsches oder gar nichts geliefert wird. Findet man auf der Homepage keine Adresse oder nur eine Postfachadresse, sollte man misstrauisch sein und besser von einer Bestellung Abstand nehmen.

Erfahrungsaustausch

Hilfreich sind auch Foren im Internet, in denen Verbraucher zu bestimmten Firmen ihre Erfahrungsberichte über die Vertragsabwicklung allgemein zugänglich darstellen. Berichten Verbraucher bereits über Lieferengpässe, Probleme bei der Durchsetzung von Reklamationen oder bei der Rückabwicklung von Verträgen nach einem Widerruf, dann lässt man am besten gleich die Finger von dieser Firma. Die Meinungen bieten keine absolute Sicherheit, helfen aber bei der Orientierung.

Dokumentation

Online-Shopper sollten ihren Einkauf gut dokumentieren und die einzelnen Bestell-Schritte inklusive der Geschäftsbedingungen ausdrucken oder speichern. Auch E-Mails mit Orderbestätigungen oder Versandstatus sollten aufbewahrt werden.

Widerrufs- oder Rückgaberecht

Der Käufer kann das Produkt binnen zwei Wochen ohne Angabe von Gründen zurückschicken. Die Frist beginnt frühestens mit dem Erhalt der Ware und einer schriftlichen Widerrufsbelehrung. Informiert der Verkäufer den Kunden nicht, dass dieser den Vertrag widerrufen kann, gibt es keine Frist. Für bestimmte Waren ist die Rückgabe ausgeschlossen: Dazu gehören Reisen, Konzertkarten, individuell angefertigte oder verderbliche Produkte sowie kopierbare Datenträger wie CDs, DVDs und Software ohne Originalverpackung.

Was, wenn die Ware nicht gefällt?

Gefällt ein Produkt nicht, so kann es ohne Angaben von Gründen innerhalb der Widerrufsfrist an den Händler auf Kosten und Gefahr des Unternehmers zurückgesandt werden. Beim Widerrufsrecht können unter bestimmten Voraussetzungen die Kosten für die Rücksendung dem Kunden vertraglich auferlegt werden.


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