Online-Speicher: Dateien jederzeit und überall abrufen
- 1 | Arten von Online-Speichern
- 2 | Speicherplatz macht den Unterschied
- 3 | Datensicherheit im Online-Speicher
- Datensicherheit: Passwörter nie unverschlüsselt speichern
- Dank Online-Speicher überall Datenzugriff
- Union strebt rasche Neuregelung von Datenspeicherung an
- Microsoft: Nutzer-Daten bei Suchanfragen sollen kürzer gespeichert werden
Wer seine Dateien auch fern vom heimischen PC immer griffbereit haben will, der ist mit einem Online-Speicher gut beraten. Anstatt einen USB-Stick an einen fremden Computer zu stöpseln, greift man auf die Dokumente oder Fotos, die man gerade braucht, vom Internet aus zu. Wenn man Geschäftspartnern, Freunden oder Verwandten die Dateien zukommen lassen will, sendet man ihnen einfach einen Link.
Bei manchen Diensten können mehrere User von verschiedenen Stellen aus an einer Datei arbeiten, die dann immer wieder synchronisiert wird. Auch für externe Backups bieten sich Online-Speicher an.
Es gibt mehrere Arten von Online-Speichern - sie seien jeweils für eine etwas andere Nutzung geeignet, sagt Urs Mansmann von der Zeitschrift "c't". Da sind zum einen die recht simpel gestrickten Angebote von E-Mail-Diensten, die ihren Mitgliedern ein paar Gigabyte (GB) Speicherplatz für private Dateien anbieten. Sie reichen oft schon aus, wenn man nur ein paar Dokumente extern als Backup speichern oder von unterwegs auf sie zugreifen will. Man loggt sich einfach beim Mail-Provider ein, ruft den Online-Speicher auf und kann sofort Dateien hoch- oder runterladen.
Über Sharehoster Fotos austauschen
Wer schnell mal ein paar Fotos mit Freunden austauschen will, für den bieten sich laut Mansmann auch Sharehoster wie Rapidshare an. Voraussetzung ist, dass man die Urheberrechte an der Datei hat - sonst handelt man sich möglicherweise Ärger ein. Für geheime und persönliche Dateien sind Sharehoster tabu, da sie im Prinzip jeder einsehen kann.
Manche Online-Speicher sind auf bestimmte Datenarten spezialisiert. Dazu gehören beispielsweise virtuelle Fotoalben. Man muss die Fotos nur hochladen und kann dann per Mail Freunde einladen, sich das Album anzuschauen. Ein großer Vorteil ist, dass man für solche Dienste kein eigenes Programm braucht.
Online-Festplatten ins System einbinden
Online-Speicher mit einem größeren Angebot an Funktionen wie Online-Festplatten und Sync-Dienste benötigen für den vollen Funktionsumfang spezielle Treiber auf dem Computer. Die Dienste stellen diese Software als Download zur Verfügung.
Online-Festplatten - etwa HiDrive von Strato - verhalten sich ansonsten ganz ähnlich wie eine lokale Festplatte. Allerdings können bei sehr großen Dateien beim Upload Probleme entstehen, etwa durch die Zwangstrennung, die bei DSL-Verbindungen immer noch droht. Bei Datenmengen, die nicht innerhalb von 24 Stunden übertragbar sind, bekommt der Nutzer in diesem Fall ein Problem: Durch die Trennung vom Netz reißt der Datenstrom ab, der Upload ist futsch.
Besser sind in einem solchen Fall Synchronisationsdienste wie etwa Dropbox. Dateien werden dort blockweise übertragen. Diese Dienste stört es nicht, wenn die Verbindung zwischendurch abreißt. Steht die Verbindung wieder, machen sie einfach dort weiter, wo sie aufgehört haben.

