Mit LTE ins Internet: Die wichtigsten Fragen und Antworten
Schnelles Internet ist in vielen ländlichen Gegenden bislang nicht vorhanden, weil die notwendigen Leitungen fehlen. Die großen Telekommunikationsfirmen wollen dies nun ändern: Die sogenannte LTE-Technik ermöglicht in Zukunft schnelles Internet per Mobilfunknetz - fast überall.
Was ist LTE?
LTE ist der sogenannte Mobilfunk-Standard der vierten Generation (4G). Die Technik erlaubt einen deutlich schnelleren Internetzugang als die bisherigen Mobilfunk-Netze. Der vierte Mobilfunkstandard Long-Term Evolution, kurz LTE, verspricht (theoretisch) Download-Geschwindigkeiten bis zu 100 MBit pro Sekunde. Allerdings dürfte die Geschwindigkeit in LTE-Netzen tatsächlich häufig niedriger sein, denn sie hängt wesentlich davon ab, wie stark die Funkzellen ausgelastet sind.
Wo kann ich LTE nutzen?
Die Bundesnetzagentur hatte die Frequenzen für den LTE-Ausbau im Frühjahr 2010 versteigert. Die Zuteilung der Frequenzen war eine Bedingung geknüpft: zunächst mussten unterversorgte Regionen mit Breitbandinternet ausgestattet werden. Brandenburg war das letzte Bundesland, in dem die LTE-Anbieter (Telekom, Vodafone und O2) diese Auflagen erfüllten (im Herbst 2012). Die Unternehmen können damit nun die von ihnen ersteigerten Frequenzen seither in allen Bundesländern frei nutzen. Inzwischen ist LTE auch in allen städtischen Ballungszentren verfügbar.
Wie teuer ist LTE?
Die Tarife der LTE-Anbieter sind meist etwas teurer als beim klassischen Internetzugang per DSL- oder Fernsehkabel-Anschluss. Verbraucher sollten mit rund 40 Euro pro Monat rechnen, allerdings bieten die Mobilfunk-Anbieter teils mehrere Pakete mit unterschiedlichen Konditionen zu verschiedenen Preisen an.
Brauche ich spezielle Hardware, um LTE zu empfangen?
Um LTE nutzen zu können, benötigt man die passende Hardware. Je nach Nutzung stehen dafür verschiedene Endgeräte zur Verfügung: Wer mit dem Laptop mobil im Netz surfen möchte, kann dies am einfachsten mit einem LTE-Surfstick tun. Bei den meisten Anbietern kann man einen LTE-fähigen Stick gleich bei der Bestellung des LTE-Tarifs mit bestellen.
Eine andere Möglichkeit ist ein 4G Modem. Dieses kann direkt in den Laptop oder das Notebook integriert werden, ist allerdings etwas teurer als der Surfstick. Wer mit dem Smartphone im schnellen LTE-Netz surfen möchte, muss darauf achten, dass das Smartphone neben UMTS auch LTE empfängt. Dies ist nur bei einzelnen neuen Modellen der Fall, wie beispielsweise dem HTC Velocity 4G.
Wer LTE zuhause als DSL-Ersatz nutzen will, benötigt einen LTE-fähigen Router. Diesen erhält man meist zusammen mit dem Vertrag von dem Anbieter, die Preise bewegen sich zwischen 50 und 240 Euro. Im Gegensatz zu klassischen Internetanschlüssen per Festnetz ist das Volumen zur Datenübertragung begrenzt. Überschreitet ein Kunde diese Grenzen, wird die Geschwindigkeit gedrosselt.
Brauche ich jetzt noch einen Festnetz-Anschluss?
Bei der Deutschen Telekom ist fürs Telefonieren im LTE-Tarif ein klassischer Festnetz-Anschluss enthalten, der auch eine Flatrate für Gespräche ins deutsche Festnetz umfasst. Bei Vodafone erhalten LTE-Kunden in einigen Tarifen eine Festnetz-Nummer, die allerdings über das LTE-Netz läuft. Die klassische Telefondose in der Wand entfällt also. Bei O2 müssen sich die Kunden getrennt um ihren Telefonanschluss kümmern - die Kosten dafür fallen also zusätzlich an.

Tarifvergleiche für Telekommunikation, Versicherungen und Finanzen an.
Mehr erfahren
- Benachrichtigungen verwalten
- Wechselaufträge verfolgen
- Verivox weiterempfehlen
