Internetsucht bei Jugendlichen - Was können Eltern tun?

dpa
Bild: Junges Mädchen vor Laptop


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Unter einer Internet- oder PC-Sucht versteht man das unwiderstehliche Verlangen, einen Computer zu nutzen. Das Gefühl für die Zeit geht beim Spielen, Chatten oder Surfen völlig verloren - trotz Übermüdung oder Hunger.

Bei Kindern und Jugendlichen äußert sich eine problematische PC- oder Internetnutzung durch Leistungsabfall in der Schule, Reizbarkeit, Lustlosigkeit, wenig Begeisterung für andere Aktivitäten und den Mangel an "echten" Freunden. Denn soziale Kontakte pflegen sie fast nur online.

Auf Computerverbote reagieren "Süchtige" aggressiv, beleidigt oder ängstlich zurückgezogen. Experten raten Eltern, sich von ihren Kindern zeigen zu lassen, womit sie sich am Computer beschäftigen und dann Gespräche darüber zu beginnen. Kinder unter zehn Jahren sollten nicht allein vor dem Computer sitzen.

Kinder unter drei Jahre sollten gar nicht am PC spielen, rät die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung. Zwischen 3 und 5 Jahren sollten es täglich maximal 30 Minuten sein, bis 10 Jahre dann maximal eine Stunde. Bei Jugendlichen ist es sinnvoll, ein Wochenzeitbudget zu vereinbaren, zum Beispiel acht Stunden.

Bei Nichtbeachtung sollten vereinbarte Sanktionen auch folgen. Mehr als vier Stunden Computernutzung täglich halten Experten bei Jugendlichen bereits für sehr bedenklich. Besonders anfällig für Computersucht sind Jungen, vor allem Jugendliche zwischen 15 und 18 Jahren.


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