Induktion - Übertragung von Strom ohne Drähte und Kabel
- 1 | Das Prinzip der Induktion
- 2 | Ein Ladegerät für alle Geräte
- 3 | Einfluss auf den Menschen
Bei der elektrischen Zahnbürste funktioniert es schon: Ist der Akku leer, legt man das Gerät einfach auf die Ladestation und schon werden die Energiespeicher wieder aufgeladen. Das geht wie von Geisterhand, denn einen elektrischen Kontakt zwischen Ladestation und Zahnbürste gibt es nicht. Induktion heißt das Zauberwort bei dieser drahtlosen Übertragung von Energie. Nach den Ideen einiger Wissenschaftler könnte dieses Prinzip künftig auch bei zahlreichen anderen elektronischen Kleingeräten wie Handys, Laptops und Taschencomputern zum Standard werden. Selbst die Elektroautos der Zukunft könnten ihre Energiespeicher wieder aufladen, ohne dass ein Mensch Hand anlegen und eine Kabelverbindung herstellen muss.
Das Prinzip der Induktion hatte der Brite Michael Faraday bereits 1831 entdeckt: Um einen Leiter, der von elektrischem Strom durchflossen wird, bildet sich ein Magnetfeld, erkannte der Physiker. Dieses Magnetfeld erzeugt in einem zweiten, eng benachbarten Leiter ebenfalls einen Stromfluss und kann daher genutzt werden, um Energie zu übertragen. Aus dieser Entdeckung ging schließlich die Idee hervor, Magnetfelder zur Energieübertragung zu nutzen. Genau das haben auch Hersteller von elektrischen Kleingeräten wie Philips, Nokia und Olympus im Sinn. Sie haben sich im Wireless Power Consortium (WPC) zusammengeschlossen und sich das gemeinsame Ziel gesetzt, noch im Laufe des Jahres 2010 einen einheitlichen Standard zum kabellosen Aufladen von Kleingeräten zu schaffen. Das berichtet der Technikjournalist Michael Vogel in einem Artikel der Aprilausgabe des Magazins "bild der wissenschaft".

