Heizkraftwerk: Mit der Heizung Strom erzeugen
- 1 | Heizkraftwerk: Mit der Heizung Strom erzeugen
- 2 | Mit dem Heizkraftwerk Wechselstrom erzeugen
- 3 | Heizkraftwerke rechnen sich langfristig
- Wärmepumpe - alternativ heizen und die Umwelt schonen
- Stromheizung: Teure Nachtspeicher vermeiden
- Weitere Informationen zu Mini-Blockheizkraftwerken
Auch Besitzer von Einfamilienhäusern können sich statt einer Heizung ein eigenes Heizkraftwerk bauen. Diese so genannten Mini-Blockheizkraftwerke (Mini-BHKW) erzeugen wie große Heizkraftwerke Strom und versorgen das Eigenheim mit Wärme. Durch die Nutzung eines Mini-BHKWs lassen sich nach Angaben des Bundesverbandes der deutschen Gas- und Wasserwirtschaft (BGW) in Köln im Vergleich zu herkömmlichen Anlagen bis zu 40 Prozent Primärenergie sparen. Zudem wird wegen der geringeren Kohlendioxid-Emissionen die Umwelt geschont.
Das Wort Blockheizkraftwerk lässt an eine riesige Anlage denken. "Doch die Kleinkraftwerke für den privaten Heizungskeller sind nicht größer als eine Waschmaschine und stellen zirka zwei bis fünf Kilowatt elektrischer und vier bis zwölf Kilowatt thermischer Leistung zur Verfügung", erklärt John Werner vom BGW. Den darüber hinaus gehenden Wärmebedarf decke zum Beispiel ein Gas-Brennwertkessel.
"Die Funktionsweise der Mini-BHKWs lässt sich mit der eines Autos erklären", sagt Friedhelm Steinborn, Diplomingenieur aus Stuttgart und Betreiber der Internetseite minibhkw.de. Der Motor treibt das Auto an und liefert zugleich Wärme für dessen Heizung. Auch bei den kleinen Kraftwerken treibe ein Motor, meist mit Gas und Öl, einen Generator an und erzeuge Strom. Die Wärme aus den dabei entstehenden Abgasen wird über einen Wärmetauscher an das Heizwasser abgegeben.

