Handy auf der Weihnachtswunschliste - Tipps für Eltern
Neben diversem Spielzeug und Süßigkeiten haben viele Kinder zu Weihnachten ein Handy auf ihrem Wunschzettel. Das bringt viele Eltern in eine Zwickmühle. Zwar wollen sie, dass ihr Kind erreichbar ist und sich im Notfall auch probelmlos mit dem Handy melden kann. Allerdings befürchten viele Eltern auch, dass ihre Sprösslinge damit ein Vermögen vertelefonieren oder durch das Handy ständig abgelenkt sind.
Informationen
Tipps für Eltern und Kinder zu Anschaffung, technischen Möglichkeiten und Kosten von Handys gibt die kostenlose Broschüre "Fit fürs Handy - Der Handy Guide für Kids und Eltern", die das Kinderhilfswerk zusammen mit dem Mobilfunkanbieter E-Plus herausgegeben hat.
Gebühren
Um die Kosten nicht ausufern zu lassen, raten Experten bei Vertragshandys zu einem monatlichen Limit oder einer Prepaidkarte, die mit Guthaben aufgeladen werden muss. Wenn die Karte leer ist, können nur noch Telefonate angenommen und Notruf-Nummern gewählt werden. Teure Dienste wie Klingelton-Abos oder Hotlines sollten vom Mobilfunkanbieter gesperrt werden. Eltern sollten darauf achten, dass die unkontrollierte Übertragung von Inhalten weder via Bluetooth noch über eine Internetverbindung möglich ist.
Ortung
Eltern können ihre Kinder mit einem Handy nicht nur erreichen, sondern bei Bedarf auch orten. So bietet die Björn-Steiger-Stiftung ab monatlich 9,90 Euro einen Service, mit dem Mobiltelefone via GPS-Satellit aufgespürt werden können. Verlässt das Kind einen vorher festgelegten "Grünen Bereich", werden die Eltern zudem benachrichtigt.
Handymodelle
Mittlerweile gibt es spezielle Kinderhandys wie das Teddyphone, das Kinder- und Seniorenhandy Easy 5 oder das Junior-Handy, mit denen nur eine begrenzte Zahl von Nummern gewählt werden kann. Bei einem normalen Handy sollte darauf geachtet werden, dass das Kind es intuitiv bedienen kann. Handys für Erwachsene sind meist zu komplex. Experten raten von Klapphandys ab, da die Geräte meist nicht robust genug sind.
Gesundheitsrisiken
Die elektromagnetische Strahlung von Handys ist nach den bisherigen Erkenntnissen des Bundesamts für Strahlenschutz nicht gefährlich. Dennoch sollten Eltern auf den Strahlungswert des Handys achten, den so genannten SAR-Wert (Wert der spezifischen Absorptionsrate). Der gesetzliche Grenzwert bei Handys liegt bei zwei Watt pro Kilogramm. Experten raten jedoch zu Geräten mit einem SAR-Wert von maximal 0,6 Watt pro Kilogramm.

