Fahranfänger: 7 Tipps für eine günstige Autoversicherung

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Bild: Frau mit Autoschlüssel Bild: ©diego cervo/fotolia.com / Text: Verivox

Fahranfänger werden in der Kfz-Versicherung ordentlich zur Kasse gebeten. Weil sie unerfahren sind und statistisch gesehen häufiger Unfälle bauen, müssen sie eine Art Risikoaufschlag bezahlen. In der Regel erhalten Fahranfänger die Schadenfreiheitsklasse 0 - das sind ca. 240 Prozent der normalen Prämie. So können die jährlichen Kosten für die Autoversicherung schnell über 5000 Euro steigen. Doch es gibt Wege, die Kfz-Prämien zu senken. Verivox sagt Ihnen wie.

Kfz-Versicherung vergleichen

Tipp 1: Sparen mit der Zweitwagenregelung

Wer mit den Eltern gemeinsame Sache macht, kann in der Kfz-Versicherung kräftig sparen. Denn melden Fahranfänger ihr Auto als Zweitwagen auf den Namen des Vaters oder der Mutter an, stuft die Versicherung das Fahrzeug in der Regel in die SF-Klasse ½ ein. Der Beitragssatz in der SF-Klasse ½ beträgt zwischen 120 und 140 Prozent. Einige Versicherungen bieten unter bestimmten Voraussetzungen sogar noch bessere Konditionen an. Gegenüber der SF-Klasse 0 lassen sich also viele hunderte Euro im Jahr sparen.

Tipp 2: Von der Eltern-Kind-Regelung profitieren

Führerscheinneulinge, die ihr Fahrzeug auf den eigenen Namen anmelden möchten, können ebenfalls in die Schadenfreiheitsklasse ½ oder besser rutschen, wenn sie von der Eltern-Kind-Regelung Gebrauch machen. Dabei muss das Auto beim gleichen Versicherer versichert werden wie das der Eltern.

Tipp 3:  Telematik-Tarife nutzen

Getreu dem Motto "Zahle, wie du fährst" können Fahranfänger mit sogenannten Telematik-Tarifen bares Geld sparen. Einzige Voraussetzung: Sie fahren vorsichtig und vorausschauend. Und wie funktioniert das? Eine kleine im Fahrzeug verbaute Box wertet neben der Geschwindigkeit auch das Brems-, Beschleunigungs- und Lenkverhalten des Fahrers aus. Bei vorbildlicher Fahrweise können sich Fahranfänger über Rabatte bei den Versicherungskosten freuen.

Tipp 4: Fahrzeug mit niedriger Typklasse kaufen

Einfluss auf die Höhe der Versicherungsprämie hat u.a. die Typklasse des Fahrzeugs. Je häufiger der Fahrzeugtyp statistisch gesehen in Unfälle verwickelt ist oder geklaut wird, desto höher fällt die Typklasse aus und desto teurer ist auch die Versicherung. Fahranfänger sollten sich deshalb schon vor dem Autokauf informieren.

In der Kfz-Haftpflichtversicherung gibt es 16 Typklassen (10-25), in der Vollkaskoversicherung 25 (10-34), in der Teilkasko 24 (10-33). Die Typklasse des Traumautos können Fahranfänger ganz einfach unter www.gdv.de oder www.typklasse.de ermitteln.

Tipp 5: Die Schadenfreiheitsklasse von Oma übernehmen

Auch durch die Übernahme der Schadenfreiheitsklasse kann die Höhe der Autoversicherungsprämie kräftig gesenkt werden. Voraussetzung ist, dass der Fahranfänger das Fahrzeug regelmäßig gefahren hat und ein Verwandtschaftsverhältnis ersten Grades oder eine häusliche Gemeinschaft besteht. Wenn die Oma also nicht mehr Auto fahren möchte, kann sie ihrem Enkel die erreichte SF-Klasse schenken.  

Die Krux: Schadenfreiheitsklassen können nur in der Höhe übernommen werden, die der Fahranfänger mit der Dauer seines Führerscheinbesitzes selbst hätte „erfahren“ können. Wer also ein Jahr den Führerschein besitzt, kann maximal die SF-Klasse 1 geltend machen – auch wenn die Oma in SF-Klasse 20 eingestuft ist. Alle restlichen SF-Klassen verfallen. Trotzdem lohnt sich mit 140 Prozent Einsparung auch in diesem Fall die Übertragung der SF-Klasse. Aber: Wer einmal seine SF-Klassen abgibt, kann das nicht mehr rückgängig machen.

Tipp 6: Richtigen Versicherungsumfang wählen

Fahranfänger kaufen meist keinen Neuwagen, sondern geben sich zu Beginn mit einem älteren Modell zufrieden. Wie sieht es da mit dem Versicherungsumfang aus? Die Kfz-Haftpflicht ist immer ein Muss. Ohne sie darf kein Pkw auf öffentlichen Straßen gefahren werden. Inwieweit ein Schutz in der Kaskoversicherung sinnvoll ist, sollte dagegen gut durchdacht werden. Denn die Teilkasko schließt umfassende Leistungen ein, deren Inanspruchnahme die anfallenden Mehrkosten häufig nach nur einem Schaden amortisieren. Eine Vollkasko lohnt sich in der Regel bei älteren Fahrzeugen nicht mehr, weil sie lediglich den Zeitwert erstattet.

Tipp 7: Angebote der Kfz-Versicherer vergleichen

Die Preisunterschiede zwischen den Kfz-Versicherern sind enorm. Bis zu 850 Euro können Fahranfänger allein durch einen Kfz-Vergleich sparen. Mit dem kostenlosen Tarifrechner auf Verivox.de können sich Verbraucher schnell und einfach einen Überblick über die Angebote verschaffen und eine günstige Kfz-Versicherung entsprechend ihren individuellen Bedürfnissen finden.

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