DSL-Anbieterwechsel

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Durch die Kampfpreise an den Telekommunikationsmärkten kann man durch den Wechsel des DSL-Anbieters große Einsparungen erzielen. Wer beispielsweise vor zwei Jahren einen DSL-Vertrag abgeschlossen hat, wird bei einer schnellen Marktübersicht feststellen, dass sich die Preise in der Zwischenzeit fast halbiert haben. Hinzu kommen zahlreiche Sonderaktionen und Rabatte, welche DSL-Angebote oft zu echten Schnäppchen machen.

Generell sollte man sich zunächst ein Überblick darüber verschaffen, welchen Tarif man derzeit hat und was man dafür aktuell bezahlt. Zudem sollte gepüft werden, ob die bisherigen Leistungen reduziert, gehalten oder erweitert werden sollten. Um einen reibungslosen Wechsel zu gewährleisten, empfiehlt es sich in drei Schritten vorgehen.

Bestandsaufnahme: Was ist vorhanden?

Die Bestandaufnahme kann sich auf die folgenden Punkte beschränken, die sich problemlos benennen lassen oder im bestehenden Vertrag stehen. Sie sollten genau wissen, seit wann Sie Ihren DSL-Anschluss haben, welche Vertragslaufzeit vereinbart ist und wie sie Kündigungsfristen gestalten.

Sie sollten auch wissen, welche Geschwindigkeit beim Empfangen und Versenden von Daten Ihren Vorstellungen entspricht. Sollten Sie damit bisher nicht zufrieden gewesen sein, können Sie die bisherige Bandbreite als untere Grenze festhalten. Natürlich müssen Sie auch entscheiden, welche Zusatzleistungen Sie benötigen, ob Sie einen Telefonanschluss brauchen und wie Sie Ihre Abrechnung wünschen (z.B. als Flatrate).

Anbietervergleich: Wie viel kann ich sparen?

Einen Vergleich der verfügbaren DSL-Anbieter nimmt man am Besten über einen Tarifrechner vor, da hier alle aktuellen Tarife gelistet sind und miteinander verglichen werden können. Grundsätzlich gilt für alle Angebote: Je kürzer die Vertragslaufzeit, um so schneller kann man auf die Entwicklung am Telekommunikationsmarkt reagieren oder bei Unzufriedenheit den Anbieter erneut wechseln.

Für den  DSL-Preisvergleich benötigt man lediglich die Ortsvorwahl. Zusätzlich kann man die gewünschte Bandbreite angeben und die Option einer Telefonflatrate ergänzen. In der folgenden Übersicht werden die Anbieter nun (beim günstigsten Angebot beginnend) aufgelistet. Wer lediglich auf den preislichen Vorteil bedacht ist, findet hier schnell zu seinem Ziel. Wer jedoch Wert auf Geschwindigkeit und Zusatzleistungen legt, sollte einen Blick auf die leistungsbezogenen Unterschiede werfen.

Um unerwartete, einmalige Kosten beim Anbieterwechsel zu vermeiden, sollte man prüfen, ob die Einrichtung des Anschlusses gebührenpflichtig ist. Das Gleiche gilt für die notwendige Hardware. In der Regel wird die Grundausstattung kostenlos zur Verfügung gestellt, höherwertige Produkte (WLAN, Router mit zusätzlichen Schnittstellen) werden normalerweise gegen Aufpreis und als Leihware angeboten.

DSL-Anbieterwechsel

Viele DSL-Verträge haben relativ lange Laufzeiten von 12 oder 24 Monaten. Diese Verträge sind in der Regel nicht vor Ablauf der Vertragslaufzeit kündbar, weshalb hier besonders auf die Kündigungsfristen geachtet werden muss. Daher sollt man sich vor Ablauf der Kündigungsfrist nach einem neuen Anbieter umsehen.

Bei der Kündigung lauert eine der größten Fehlerquellen für einen erfolgreichen DSL-Anbieterwechsel. Denn wer glaubt, bei einem Wechsel am besten selbst zu kündigen, der liegt falsch. Die Kündigung wird vom neuen Anbieter beim alten Anbieter eingereicht – somit muss der Kunde nur den Wechselauftrag an den neuen Anbieter versenden. Dieser kümmert sich dann um alles Weitere, auch um die Rufnummermitnahme, falls man sich für ein DSL-Komplettpaket mit Internet- und Festnetzflatrate entschieden hat.

Häufig entstehen Probleme durch fehlerhafte Angaben beim Wechsel. Getreu dem Motto "Doppelt hält besser" sollte man deshalb bei der Bestellung die Daten sehr sorgfältig eingeben und diese nochmals prüfen. Denn schon kleinste Fehler, z.B. ein Zahlendreher bei der Hausnummer, können dazu führen, dass zwischen dem alten und dem neuen Anbieter die Bearbeitung ins Stocken gerät.

Wer sich nach seinem Entschluss für oder gegen einen Anbieterwechsel nochmals umorientieren möchte, kann seine Entscheidung in der Regel binnen 14 Tage nach Abgabe seiner Willenserklärung widerrufen. Sinnvoll ist dieses zum Beispiel dann, wenn unmittelbar nach Antragsstellung ein besseres Angebot um Neukunden wirbt.

Was passiert bei einem Umzug?

Wenn ein Umzug ansteht, stellt sich auch die Frage, was mit dem DSL-Anschluss passiert: Soll dieser mit umziehen oder besteht die Möglichkeit, den aktuellen DSL-Vertrag zu kündigen?

Im Rahmen der Neuauflage des Telekommunikationsgesetzes hat die Bundesregierung in den Fällen, in welchen der bestehende Anbieter technisch gar nicht in der Lage ist, einen qualitativ gleichwertigen DSL-Anschluss bereitzustellen, ein Sonderkündigungsrecht eingeräumt. Wenn also beispielsweise jemand von der Stadt aufs Land zieht und dort die einst vertraglich zugesicherten DSL-Geschwindigkeiten nicht mehr erreicht werden, soll der Verbraucher vorzeitig aus dem Vertrag kommen.

Grundsätzlich sollte man seinen DSL-Anbieter frühzeitig über den Umzug informieren. Dabei sollte man darauf achten, welche Meldeform der Anbieter akzeptiert, ob per E-Mail, per Brief oder telefonisch.

DSL-Preisvergleich

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