Dämmmaterialien für das Haus im Überblick
- 1 | Wichtiges Kriterium ist die Wärmeleitzahl
- 2 | Polystyrol und Polyurethan
- 3 | Stein- und Glaswolle
- 4 | Die Ökovariante
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Schon unsere Vorfahren mochten es warm in ihrer Hütten: Deshalb dämmten sie ihr Heim mit Stroh und Heu. Damit erreichten sie nahezu neuzeitliche Wärmeschutzwerte. Heutzutage haben Hausbesitzer die Wahl zwischen mindestens 20 Materialien - jedes mit anderen Vor- und Nachteilen.
Bis Ende des Jahres müssen Hausbesitzer die oberste Geschossdecke dämmen. So sieht es die Energieeinsparverordnung (EnEV) von 2009 vor. Wer loslegt, steht vor der Materialfrage. Denn Baumärkte und Fachbetriebe bieten eine Vielzahl an Produkten, die Hausteile warm eindecken können.
Drei Haupt-Materialgruppen
Es werden drei Haupt-Materialgruppen unterschieden: erstens mineralische Stoffe wie Glas- oder Steinwolle, zweitens Polyurethan und Polystyrol, besser bekannt als Styropor, und drittens Materialien aus nachwachsenden Rohstoffen wie Hanf, Baumwolle, Holzfasern oder Zellulose. Diese Gruppen decken 95 Prozent des Marktes ab, sagt Werner Eike-Hennig vom Institut für Wohnen und Umwelt in Darmstadt. Von rund 30 Millionen Kubikmetern Dämmstoffen, die pro Jahr verarbeitet werden, entfällt aber der Löwenanteil auf Glas- und Steinwolle.
Der Verbraucher treffe seine Wahl meist aufgrund der Kosten, sagt Eike-Hennig. "Es ist ein Unterschied, ob der Quadratmeter 23 Euro kostet oder 6." Ein anderes wichtiges Kriterium ist die Wärmeleitzahl. Hier gelte: "Je niedriger, desto besser die Dämmeigenschaft des Materials", erläutert die Energieberaterin Maria Feldhaus von der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen in Aachen.

