Zukunft der Handy-Sparte bei Siemens bleibt ungewiss
dpa
München (dpa) - Die verlustreiche Handy-Sparte des Siemens- Konzerns steht weiterhin auf dem Prüfstand. Die Entscheidung über die Zukunft des Mobilfunk-Bereichs sei noch nicht gefallen, sagte ein Sprecher am Sonntag in München. Damit widersprach er einem Bericht der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung", wonach der Konzern die Sparte verkaufen wolle oder zumindest Partner für einen Teil-Verkauf suche. "Wir prüfen alle Optionen", sagte der Sprecher.
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Die Handy-Sparte gehört seit einiger Zeit zu den Sorgenkindern des Konzerns. Im vierten Quartal des Geschäftsjahres 2003/04 (30. September) machte Siemens mit Handys 141 Millionen Euro Verlust. Konzernchef Heinrich von Pierer hatte gemahnt, die Handy-Sparte müsse saniert werden. Falls dies nicht gelingt, schloss er eine Trennung nicht aus.
Der IG-Metall-Vertreter im Siemens-Aufsichtsrat, Wolfgang Müller, forderte von Siemens klare Aussagen. "Wir warten auf ein Bekenntnis zur Handy-Sparte. Die Belegschaft hat genug Opfer gebracht", sagte er der FAZ-Sonntagszeitung. Angesichts der Probleme in dem Bereich hatten die Beschäftigten an den Standorten Kamp- Lintfort und Bocholt im Sommer längeren Arbeitszeiten und einem Lohnverzicht zugestimmt.
Die Handy-Sparte gehört zum neuen und umsatzstärksten Konzernbereich Siemens Communications, der aus den verschmolzenen Bereichen Mobilfunk (ICM) und Festnetz (ICN) hervorgegangen ist. Näheres zu dem neuen Bereich will Siemens bei Vorlage der Zahlen für das erste Geschäftsquartal Ende Januar bekannt geben.
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