ZEW: Energiepreise steigen weiter
Deutlich einiger als beim Ölpreis sind sich die Befragungsteilnehmer bei ihrer Einschätzung der kurzfristigen Entwicklung des Gaspreises. Etwa 75 Prozent von ihnen erwarten in den nächsten sechs Monaten Preiserhöhungen beim Gas. Rund 24 Prozent rechnen mit gleich bleibenden Preisen, und nur knapp ein Prozent geht von einem Gaspreis aus, der in sechs Monaten unterhalb des heutigen Niveaus liegen wird. Eine solch deutliche Mehrheit bezüglich eines erwarteten Anstiegs des Gaspreises auf Sicht von sechs Monaten hat es seit Bestehen des ZEW- Energiemarktbarometers noch nicht gegeben.
Für das kommende halbe Jahr geht nur noch eine knappe Mehrheit von rund 53 Prozent der befragten Experten von stagnierenden Kohlepreisen aus. Immerhin rund 43 Prozent rechnen mit einem kurzfristigen Preisanstieg. Etwas mehr als 4 Prozent erwarten sinkende Kohlepreise. Damit gehen im Vergleich zu den vergangenen Erhebungsrunden des ZEW- Energiemarktbarometers deutlich mehr Experten von kurzfristig steigenden Preisen bei Kohle aus.
Auch Strom wird nach Meinung der Experten in den nächsten sechs Monaten zumindest nicht billiger. Etwa 59 Prozent von ihnen erwarten steigende Strompreise, rund 40 Prozent sehen die Preise auf heutigem Niveau, und nur etwa ein Prozent rechnet mit einem Preisrückgang.
Die Kosten für Strom werden nach Meinung der Experten auch langfristig steigen. Mit rund 86 Prozent geht die überwältigende Mehrheit der Befragungsteilnehmer von steigenden Strompreisen aus. Lediglich rund 10 Prozent erwarten die Preise in fünf Jahren auf heutigem Niveau, und nur 4 Prozent rechnen mit niedrigeren Preisen.
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