Zeitung: Telekom hat erst rund 30.000 Kunden für ihr Bundesliga-Angebot
Düsseldorf - Die Deutsche Telekom hat einem Pressebericht zufolge bislang nur rund 30.000 Kunden für ihr Bundesliga-Angebot. Das erfuhr das "Handelsblatt" (Freitag) aus Branchenkreisen. Der Konzern bietet die Live-Übertragung der Spiele seit 2006 über das Internet an. Das Unternehmen hat Branchenkreisen zufolge 45 Millionen Euro pro Saison für die Rechte an drei Spielzeiten bezahlt.
Zudem soll die Produktion der Sendungen mit Kamerateams in allen Stadien, Moderatoren, Kommentatoren und dergleichen zusätzlich 15 bis 20 Millionen Euro kosten. Zusammen mit den Rechten hätten die Bonner also 60 bis 65 Millionen Euro pro Saison für die Liga ausgegeben.
Bei nur rund 30.000 Kunden wäre das Geschäft mit der Liga bislang ein herber Verlust für die Telekom. Die Einnahmen rund ums Leder lassen sich zwar nicht genau errechnen, weil die Telekom die Preise für ihr Fußball-Angebot in den vergangenen drei Jahren mehrfach geändert hat. Im vergangenen Jahr zahlten Kunden für die Saison aber nur zehn Euro pro Monat für die Bundesliga-Option. Das entspricht bei 30.000 Kunden Einnahmen in Höhe von gerade 3,6 Millionen Euro pro Jahr. Dennoch setzt der Konzern weiter auf die Liga als Lockmittel für Fernsehkunden. Die Telekom hat auch die Rechte für die kommenden drei Spielzeiten gekauft.
Weitere Nachrichten vom 10.07.2009
- Umfrage: Atomkraft wird von Bundesbürgern als Innovationsbremse bewertet
- RWE steigt mit Partnern in spanisches Solarthermie-Kraftwerk ein
- Ab 1. August rote Stoppschilder auf Seiten mit Kinderpornografie
- Italien: nach 20 Jahren wieder zurück zur Atomkraft
- E.ON senkt Gaspreise zum 1. Oktober
- Google-Chef sieht neues Betriebssystem als starke Konkurrenz für Windows
- Ukraine hat Überbrückungskredit zur Gassicherung noch nicht erhalten
- Nordex erhält weiteren Auftrag in der Türkei
- Gesetz soll Informationstechnik des Bundes schützen
- SPD, Grüne: Vattenfall für Atomkraftwerke nicht kompetent genug
- Ölpreise kaum verändert

