Zeitung: Suzlon zahlte für REpower-Anteil von Areva 460 Mio Euro
dpa
Düsseldorf (dpa-AFX) - Der indische Familienkonzern Suzlon hat sich einem Pressebericht zufolge die Anteilsaufstockung beim Hamburger Windturbinenbauer REpower Systems 460 Millionen Euro kosten lassen. Die Inder hätten das 29,9 Prozent-Paket von Areva zum Preis von 170 Euro je Aktie erworben, berichtet das "Handelsblatt" (Montag) aus Kreisen. Suzlon hatte am Freitag den Erwerb des Areva-Anteils bekannt gegeben, dabei aber lediglich gemeldet, dass ein Buchwert von mehr als 350 Millionen Euro erzielt worden sei.
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Suzlon rückt mit dem Zukauf zu den fünf größten Windturbinenbauern der Welt vor. Über einen Pool-Vertrag mit dem portugiesischen Baukonzern Martifer, der 23 Prozent der Anteile hält, verfügen die Inder bereits über knapp 87 Prozent der Stimmrechte. Ihr Anteil am Grundkapital lag bisher aber nur bei rund 34 Prozent und steigt durch die Übernahme der Areva-Beteiligung nun auf 63,5 Prozent. Damit könne Suzlon aber noch nicht ins operative Geschäft eingreifen und müsste einen Beherrschungsvertrag abschließen, so die Zeitung. Dann allerdings müssten die Inder den freien Aktionären auch ein Abfindungsangebot machen, basierend auf dem Durchschnittskurs der REpower-Aktie der vergangenen Monate.
Weitere Aktien über die Börse zurückzukaufen wäre derzeit bei einem Kurs von über 200 Euro wenig lukrativ. In einem Jahr laufe aber die Verkaufsoption von Martifer ab, und dann könnte Suzlon den REpower-Anteil weiter aufstocken.
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