Zeitung: Stromversorger verweigern Preissenkungen
Hamburg - Verbraucher können in diesem Jahr trotz niedrigerer Beschaffungskosten für Energie nicht auf sinkende Strompreise hoffen. Die "Financial Times Deutschland" (Mittwochausgabe) berichtete vorab, laut einer Umfrage der Personalberatung Russell Reynolds Associates rechneten fast 60 Prozent der befragten Energieversorger mit unveränderten Stromtarifen. Ein Drittel erwarte sogar weiter steigende Preise. Nur ein Bruchteil erwäge Preissenkungen.
Die Antworten der 37 Stromversorger - darunter Unternehmen aller Größen vom Stadtwerk bis zum Verbundkonzern - seien anonym ausgewertet worden, schrieb das Blatt. An der Umfrage hätten auch die großen deutschen Versorger E.ON, RWE und EnBW teilgenommen.
Das Umfrageergebnis stehe in starkem Kontrast zu den derzeit sinkenden Preisen für Energierohstoffe, schrieb die Zeitung. So sei der Preis für Kraftwerkskohle zwischen August 2008 und Januar 2009 nach Daten des Hamburger Energieinformationsdienstes EID um 26 Prozent gefallen. Auch andere Rohstoffe wie Erdgas hätten sich deutlich verbilligt. Dass die Energieversorger die Verbraucher von den gesunkenen Kosten nicht profitieren lassen, hätten Experten mit dem geringen Wettbewerbsdruck in der Branche erklärt.
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