Zeitung: Stadtwerke behindern Gas-Wettbewerb
dpa
Berlin (dpa) - Ein Grossteil der 730 deutschen Stadtwerke berechnet
nach einem Bericht der Tageszeitung "Die Welt" offenbar zu hohe
Durchleitungsgebühren für Erdgas und belastet damit Haushalts- und
Gewerbekunden. Das gehe aus einer branchenweiten Umfrage des
Verbandes der Industriellen Kraftwirtschaft (VIK) hervor, die der
Zeitung nach eigenen Angaben vorliegt.
- Anzeige -
Wie das Blatt berichtet, erklärten von 705
befragten Stadtwerken lediglich 12 Versorger, dass sie ihre
Netznutzungsentgelte gemäss der geltenden "Verbändevereinbarung Erdgas
II" neu berechnet hätten. Das seien lediglich 1,7 Prozent der
befragten Unternehmen.
325 Stadtwerke, also 46 Prozent der Befragten, hätten erklärt, dass es für die Ermittlung neuer Anhaltswerte bei der Gasdurchleitung "keine Grundlage" gebe. Die übrigen Unternehmen hätten die Auskunft verweigert. Die "Verbändevereinbarung Erdgas II" definiere laut Energiewirtschaftsgesetz bis zum 31. Dezember 2003 eine "gute fachliche Praxis" bei der Preisberechnung. Sie verlange von den Gasversorgern, ihre Netznutzungsentgelte nach einem bundesweit einheitlichen Kalkulationsleitfaden neu zu ermitteln.
Weitere Nachrichten vom 12.12.2003
- Verbraucherzentrale empfiehlt Prepaid: Klingeltöne und Logos als Schuldenfalle
- Union wirft Rot-Grün Konzeptionslosigkeit in Energiepolitik vor
- Urteil: Geschäftsunfähiger braucht keine hohen Handy-Kosten zahlen
- E.ON in Kauflaune - 13,8 Milliarden sollen bis 2006 investiert werden
- EnBW: Beteiligung an SW Düsseldorf steht nicht zur Disposition
- Bertelsmann muss Ex-Managern 209 Millionen für Verkauf von AOL-Anteilen zahlen

